Therapiebegleitend bei Erkrankungen

Atemwegserkrankungen

Grunderkrankungen

- verringerte Vitamin-C-Plasmakonzentration -

Bei den im folgenden genannten Grunderkrankungen wird u.a. auch der Vitamin-C-Stoffwechsel beeinflußt. Die Vitamin-C-Blutspiegel sind hier deutlich verringert. Grund hierfür ist vermutlich, daß bei diesen Erkrankungen der Vitamin-C-Stoffwechsel auf "Hochtouren"

Als eines der wichtigsten Antioxidantien in der Lungenflüssigkeit und im Bronchialsekret spielt Vitamin C eine positive Rolle bei der Lungenfunktion. Dies unterstrich Dr. Reza Schirmohammadi, Arzt für Naturheilverfahren und Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am St.Antonius-Krankenhaus, Schleiden. Hochdosierte Vitamin-C-Infusio- nen spielen für ihn eine zentrale Rolle bei der Behandlung allergischer Erkrankungen wie Asthma bronchiale.

Asthmatiker weisen einen signifikant erniedrigten Vitamin-C-Plasmaspiegel auf. Das klinische Bild bei Asthma bronchiale wird von einer Hyperaktivität des Bronchialsystems geprägt, die von einer Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut ausgelöst wird. Radikale beeinflussen die Bronchokonstriktion und führen zu Gewebsläsionen. Die entzündungshemmende und antiasthmatische Wirkung von Vitamin C im Bronchialraum spiegelt sich in einer günstigen Beeinflussung des klinischen Verlaufs bei Asthmatikern wieder.

Auch läßt sich eine Verengung der Atemwege bei Asthmatikern, die durch Anstrengung hervorgerufen wird, in manchen Fällen mit Vitamin C bekämpfen. Darauf deuten Untersuchungen israelischer Wissenschaftler hin.

Die forcierte Vitalkapazität (FVC), der exspiratorische Spitzenfluß (PEF) sowie das forcierte exspiratorische Volumen in der ersten Sekunde (FEV1) sind bei Asthma bronchiale vermindert.

Ein deutlicher Einfluß des Vitamin C auf diese Lungenfunktionsparameter konnte in klinischen Studien demonstriert werden. Zusätzliche Vitamin-C-Gaben bewirken eine signifikant geringere Abnahme des Exspirationsvolumens nach Belastung, eine beschleunigte Erholung des MEF50 (maximaler exspiratorischer Luftstrom bei halber FVC), eine erhöhte Reaktionsschwelle auf Histamin und nach Histaminprovikation eine verminderte Abnahme der Vitalkapazität.

Bereits 1995 konnten Britton et al. anhand einer groß angelegten epidemiologichen Studie in Nottingham eine Korrelation der Vitamin-C-Aufnahme und der Lungenfunktionsparameter FEV1 und FVC feststellen. Eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr ist mit einer verbesserten FVC und FEV1 assoziiert.

Abschließend sei darauf hingewiesen, daß die Ascorbinsäure-Spiegel bei Asthmatikern deutlich vermindert sind: 0,54 gegenüber 0,84 mg/dl bei Gesunden.