Therapiebegleitend bei ErkrankungenKrebs- verringerte Vitamin-C-Plasmakonzentration - Bei den im folgenden genannten Grunderkrankungen wird u.a. auch der Vitamin-C-Stoffwechsel beeinflußt. Die Vitamin-C-Blutspiegel sind hier deutlich verringert. Grund hierfür ist vermutlich, daß bei diesen Erkrankungen der Vitamin-C-Stoffwechsel auf "Hochtouren" läuft und somit der Vitamin-C-Bedarf im Vergleich zum gesunden Körper höher liegt (214) Häufig
weisen Tumorpatienten eine verringerte Vitamin-C-Konzentration in
den Lymphozyten (8)
und Leukozyten auf (15).
Auf der anderen Seite haben Krebspatienten einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf
und zeigen eine beschleunigte metabolisch bedingte Abnahme der Vitamin-C-Speicher.
Man nimmt an, daß Tumoren dazu neigen, Vitamin C anzureichern,
um verstärkt Proteoglykane, Glykosaminoglykane, Glukosamin und
Kollagenfasern zu bilden, allesamt Bindegewebsbestandteile, die dazu
beitragen können, den Tumor einzukapseln oder in seinem Wachstum
zu unterdrücken (144).
Diese Forschungsresultate waren Anlaß dafür, daß Vitamin C auch therapeutisch bei Tumorpatienten angewandt wird.
Weitere Studienergebnisse: La Vecchia et al. berichten in einer 1994 vorgelegten Studie, daß das Fortschreiten einer Magenkrebserkrankung durch Vitamin C gebremst werden kann. 723 Patienten nahmen an dieser Studie teil (128). Zum gleichen Ergebnis waren bereits Moffat et al. im Jahre 1983 gekommen. Bei Darm- und Blasenkrebspatienten waren die Resultate vergleichbar gut (143). In einer japanischen Studie wurde über eine verlängerte Überlebenszeit bei Tumorpatienten im terminalen Stadium berichtet (149). Auch die postoperative Phase nach Krebsoperation wird durch Vitamin C günstig beeinflußt. Die Quote auftretender Komplikationen verminderte sich von 30,9% auf 1,9% (192), (85). |