Unter
dieser Erkrankung versteht man eine Transportstörung von Cystein,
einem Eiweißbestandteil, im Darm und in der Niere.
Cystein
ist das Zentrum vieler Enzyme und reagiert sehr empfindlich auf Schwermetalle.
Dabei werden Schwermetalle wie gewünscht unschädlich gemacht,
gleichzeitig wird jedoch das Enzym inaktiviert.
Dieser
Vorgang findet innerhalb eines sog. Redoxsystems statt, wobei wasserlösliches
Cystein zu nicht wasserlöslichem Cystin umgewandelt wird. Letzteres
wird über die Nieren ausgeschieden, neigt aber dazu, dort Nieren-
und Blasensteine zu bilden (214).
Vitamin C kann diesen Redoxvorgang umkehren und läßt Cystin
erst gar nicht entstehen.
Asper und Schmucki
beobachteten 1981 in ihrer Untersuchung, daß sich der Cystingehalt
im Harn bei einer Vitamin-C-Gabe von 5 Gramm täglich (es stand nur
Pulver zur Verfügung) in einem Zeitraum von maximal zwei Jahren bei
einigen Patienten auf die Hälfte reduzieren ließ (11).
Bei
einer Einnahme von Cystein sollte darauf geachtet werden, daß
diese Substanz nur zusammen mit Vitamin C eingenommen wird, da sie sich
sonst in wasserunlösliches Cystin verwandeln kann, was wiederum
die oben angeführten Folgen nach sich ziehen kann.