Therapiebegleitend bei Erkrankungen

Herzinfarkt und Schlaganfall

Speziell und ausführlich zu diesem Thema auch Coenzym Q10 (update) -hier klicken-

Zusätzlich zu konventionellen medizinischen Therapien kann durch eine Vitamin-C-Nahrungsergänzung oft positiv auf den Verlauf von Erkrankungen und die Krankheitssymptome Einfluß genommen werden (214):

Einerseits können die Funktionen des Vitamin C therapeutisch genutzt werden, wie es beispielsweise bei der Wundheilung der Fall ist.
Andererseits kann ein gestörter Vitamin-C-Stoffwechsel infolge von Krankheit oder medizinischer Behandlung (z.B. bei Dialyse) durch eine Vitamin-C-Nahrungsergänzung ausgeglichen werden.

Die Hauptwirkung von Vitamin C leitet sich aus therapeutischer Sicht von seiner Wirkung als Antioxidans ab.
Von großer Bedeutung ist, daß Vitamin C bei Erkrankungen in hohen Dosierungen (möglichst in Form von Vitamin-C-Langzeitpräparaten) zugeführt wird, damit dem erhöhten Bedarf entsprochen werden kann.

Die häufigsten und auch gefürchtetsten Komplikationen infolge eines Herzinfarktes sind vor allem schwere Herzrhythmusstörungen, die nicht selten zum Herztod führen.

Zwei neuere Studien belegen nun eindeutig, daß gerade Vitamin C als Antioxidans vor Komplikationen solcher Art schützt und sich Herzrhythmusstörungen unter Vitamin-C-Gabe reduzieren lassen.

So wurde in einer Studie von Chamiec et al. an insgesamt 61 Herzinfarktpatienten der Einfluß von Vitamin C in Bezug auf folgende Kriterien untersucht:

Werte im EKG
Bildung an schädigenden Radikalen und
Vitamin-C-Gehalt im Blut

Die Untersuchungen wurden sowohl innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten des Herzinfarktes als auch 9 -14 Tage danach durchgeführt.

Dabei wurde festgestellt, daß die Werte im EKG bei der Gruppe, die zusätzlich zur konventionellen Therapie Vitamin C erhielt (33 Patienten), unverändert blieben, während sie sich in der Gruppe, die nur konventionell behandelt wurde (28 Patienten), erheblich verschlechterten.

Auch sank in der Patientengruppe mit Vitamingabe die Radikalbelastung in den Abwehrzellen des Körpers; zugleich erhöhte sich der Blutspiegel von Vitamin C zusehends. Hingegen nahm in der Kontrollgruppe die Radikalbelastung deutlich zu; die Vitamin-C-Spiegel waren hier sehr niedrig.

Die Autoren folgern aufgrund dieser Untersuchung zum einen, daß bei Patienten mit akutem Herzinfarkt Radikale zu den gefürchteten Folgeschäden wie Rhythmusstörungen führen. Zum anderen schließen sie aus ihren Ergebnissen, daß Antioxidantien wie Vitamin C vor Komplikationen infolge eines Herzinfarktes schützen (40).

In einer zweiten Studie wurden die Untersuchungsergebnisse zwischen einer Gruppe von 63 Herzpatienten, die zusätzlich zur konventionellen Therapie Vitamine (u.a. 1 g Vitamin C/Tag) erhielten, mit einer Gruppe von 62 Herzpatienten verglichen, die ausschließlich konventionell therapiert wurden. Die Studie wurde in einem Zeitraum von 28 Tagen durchgeführt. In der Patientengruppe, die zusätzlich Vitamine (u.a. 1 g Vitamin C/Tag) verabreicht bekam, wurden folgende Ergebnisse festgestellt:

Der Anteil herzmuskelspezifischer Enzyme normalisierte sich;
die EKG-Werte normalisierten sich;
die Radikalbelastung nahm ab.

In der Kontrollgruppe hingegen verschlechterten sich die Werte sowohl bezüglich der Enzyme als auch hinsichtlich des EKGs. Die Radikalbelastung nahm deutlich zu (188).

Die Ergebnisse zeigen, daß durch Antioxidantien - u.a. Vitamin C - der Körper vor oxidativem Streß geschützt wird und dadurch Komplikationen infolge eines Herzinfarktes weitgehend unterbunden werden können.

Auch bei Schlaganfallpatienten könnte Vitamin C als Radikalfänger vor dem massenhaften Zelltod im Gehirn schützen. Im Zuge der medikamentösen Behandlung zur Wiederherstellung der Durchblutung entstehen bei Patienten große Mengen Freier Radikale. Zwangsläufig führen diese Radikale zur weiteren Zerstörung von Hirngewebe, es sei denn, Antioxidantien können rechtzeitig eingreifen und sie unschädlich machen (214). Durch eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung in Verbindung mit Ubichinon Q10 könnte diesem antioxidativen Schutz entsprochen werden.

Die Situation läßt sich insgesamt verbessern, wenn bereits vorbeugend ausreichend Mikronährstoffe eingenommen werden.