Zur Deckung eines erhöhten Bedarfs

Ältere Menschen

Voranzustellen ist hier, daß jeglicher Alterungsprozeß durch Freie Radikale beschleunigt wird (vgl. auch Taschenbuch: Die elementare Multifunktion von Coenzym Q10 bei der Universalität bioenergetischer Zellprozesse und seine Bedeutung für Gesundheit und Krankheit.)

Soll diesem Beschleunigungsprozeß entgegengewirkt werden, ist es notwendig, das körpereigene radikalabwehrende System, das "antioxidative Orchester" in Takt zu halten, d.h. zu stützen. Dazu müssen die Enzymsysteme (Superoxid-Dismutase, Glutathion-Peroxidase [Selen] , Katalase) richtig arbeiten und hydrophile Vitamine und Substanzen (wie z.B. Ascorbinsäure, Bilirubin) sowie lipophile Vitamine und Substanzen (wie z.B. Coenzym Q10, Beta-Carotin, Vitamin E) ausreichend vorhanden sein.

In diesem Zusammenhang ist hier interessant, daß Vitamin C durch Steigerung der zellulären Immunabwehr nützliche Auswirkungen auf ältere Menschen hat, da es der Verringerung der zellvermittelten Immunität, die mit dem Alterungsprozeß verbunden ist, vorbeugt, oder sie zu einem gewissen Grad rückgängig macht (54).

Darüber hinaus haben Studien bereits in den 30er und 40er Jahren deutlich gemacht, daß der Vitamin-C-Bedarf älterer Menschen höher sein kann als der jüngerer Personen (77), (169). Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluß, daß die älteren Vergleichspersonen etwa 50% mehr Vitamin C benötigten als die jüngeren Personen der anderen Gruppe.

Neuere Untersuchungen haben gezeigt, daß bei Älteren nicht selten geringe Vitamin-C-Spiegel gefunden werden (88).

Im Rahmen ihrer 1948 im San Mateo County, Kalifornien, durchgeführten Studie interviewten Lester Breslow und seine Kollegen 577 Personen, die älter als 50 Jahre und willkürlich ausgewählt waren. Dabei ermittelten sie viele aufschlußreiche Daten über den Gesundheitszustand dieser Menschen und über die Umwelt-, Verhaltens- und Ernährungsfaktoren, die ihn beeinflussen könnten.

Nach sieben Jahren verglichen sie die Zahl der Todesfälle mit den nach Altersstufen korrigierten Todesraten für die Subpopulationen im Zusammenhang mit den genannten Faktoren. Von allen diesen Faktoren zeigte die Menge des mit der Nahrung aufgenommenen Vitamins C am deutlichsten einen Zusammenhang mit der nach Altersstufen korrigierten Todesrate, und zwar noch deutlicher als das Zigarettenrauchen (45).

Bei Zigarettenrauchern jeder Altersstufe war die Wahrscheinlichkeit zu sterben doppelt so groß wie bei Nichtrauchern. Bei Personen mit einem geringen Vitamin-C-Gehalt in der Nahrung war sie 2,5mal größer als bei denen, die größere Mengen dieses Vitamins zu sich nahmen.

Auch die Zahl der Erkrankungen war entsprechend höher. Das bedeutete, daß die Personen, die größere Mengen des Vitamins zu sich nahmen, 10 Jahre länger gesund und am Leben blieben als diejenigen, deren Nahrung nur geringe Mengen Vitamin C enthielt.

Willis, Fishman, Sokoloff et al. weisen zudem auf Untersuchungen hin, aus denen hervorgeht, daß Ascorbinsäure gegen einen beschleunigten Alterungsprozeß insofern hilft, als es der Atherosklerose - mit Verhärtung und Verdickung der Arterienwände - entgegenwirkt (206).