Wann sollte Vitamin C mittels Nahrungsergänzung
zugeführt werden ?

antiker Tempel

"Die Glückseligkeit
besteht in der
Wohlgemutheit und im
guten Befinden.
Die Menschen erbitten
sich Gesundheit von
den Göttern, daß sie
aber selbst Gewalt über
ihre Gesundheit haben,
wissen sie nicht."

Demokritos, 400 v.Chr.

Beseitigung von Mangelerscheinungen

In den Industrienationen sind klinisch manifeste Vitamin-C-Mangelkrankheiten wie Skorbut äußerst selten geworden und erlangen fast nur noch unter historischen Gesichtspunkten Beachtung.

Latente Mangelzustände hingegen nehmen stetig zu.

Inder Literatur werden verschiedene Ursachen diskutiert (vgl. Kapitel III.4.2) (214):

Als häufigste Ursache für latente Mangelerscheinungen wird eine unzureichende Vitamin-C-Aufnahme bei bestimmten Personengruppen angesehen. Hiervon betroffen sind vor allem:
ältere Menschen in Heimen
Menschen mit sehr einseitigen Ernährungsgewohnheiten (z.B. häufiges Fast Food-Essen oder Diäten zur Reduzierung des Körpergewichts), ebenso wie
Magersüchtige (17), (32)
Latente Mangelzustände an Vitamin C sind mehrfach auch bei Personengruppen beschrieben, die einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf haben.
Ein Zusammenhang zwischen latenten Mangelzuständen und verschiedenen Erkrankungen wird ebenfalls diskutiert.

Bei latenten, länger andauernden Vitamin-C-Mangelzuständen liegen die Vitamin-C-Plasmakonzentrationen häufig deutlich unter dem Normalwert von 8-14 mg/l (vgl. Kapitel III.4). Plasmakonzentrationen unter 2 mg/l sind laut Nutrition Canada National Survey, Ontario, Canada, ein Hinweis auf eine unzureichende Vitamin-C-Zufuhr (17).

Normale Plasmaspiegel können schon nach wenigen Tagen mit Vitamin-C-Dosen von etwa 100 mg am Tag erreicht werden. Auch die Symptome latenter Mangelzustände lassen sich mit dieser Dosierung beheben. Um jedoch nicht nur dem Mindestbedarf des Körpers zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine gute Ascorbinsäure-Versorgung zu erreichen, ist die Zufuhr weitaus höherer Vitamin-C-Dosen zu empfehlen (214).

Kaskade eines Nährstoffmangels

Mangel beeinträchtigt Gehirnleistung

Kubala und Katz haben im Rahmen von Studien festgestellt, daß eine Beziehung zwischen Intelligenz - gemessen an den Ergebnissen von Standardtest zur Feststellung der mentalen Leistungsfähigkeit - und der Ascorbinsäurekonzentration im Blutplasma besteht (125).

Die Probanden wurden in zwei aus sozioökonomischer Sicht (Erziehung, Ausbildung, Einkommen) vergleichbare Gruppen eingeteilt und zwar mit Ascorbinsäurekonzentrationen von mehr als 1,1 mg auf 100 ml und weniger als 1,1 mg auf 100 ml. Die dann folgenden Tests ergaben, daß der Intelligenzquotient (IQ) der Personen mit der höheren Ascorbinsäurekonzentration höher lag als jener der Vergleichsgruppe. Die Werte: 113,22 gegenüber 108,71, also eine Differenz von 4,51. Der beobachtete Unterschied sei bei Berücksichtigung der notwendigen Wertmaßstäbe statistisch signifikant, so die Wissenschaftler.

Anschließend bekamen die Probanden über einen Zeitraum von 6 Monaten täglich eine bestimmte Menge frischen Orangensaft. Danach wurde der Test wiederholt. Die Werte der Gruppe mit einem Ausgangs-IQ von 113,22 erhöhte sich nur um 0,02, während sich bei der anderen Gruppe mit einem Ausgangs-IQ von 108,71 der Wert um 3,54 IQ-Einheiten erhöhte.

Die Forscher kamen zu dem Schluß, daß Aufgewecktheit und Scharfsinn durch eine Verringerung des Ascorbinsäuregehaltes in der Nahrung abnehme

n. Ob mit größeren Dosen eine weitere Steigerung des IQ«s erreicht werden kann, war nicht Gegenstand der Studie.