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Schützt Vitamin C vor Krankheiten ?

Posttraumatische Dystrophie
(Sudeck-Syndrom)

Wer nach einer Gelenkfraktur täglich 500 mg Vitamin C einnimmt, kann sich vor dem Sudeck-Syndrom schützen. Das haben niederländische Wissenschaftler herausgefunden (213).

Die Erkrankung, die mit Schmerzen, Schwellung, Atrophie und schließlich Gelenkversteifung einhergeht, kann nach Frakturen oder Weichteilverletzungen auftreten und betrifft vor allem Frauen.

In einer Doppelblindstudie haben Dr. Paul Zollager aus Den Haag und seine Kollegen insgesamt 115 Patienten mit 119 Handgelenksfrakturen ein Jahr lang nachbeobachtet. 52 Patienten erhielten 50 Tage lang 500 mg Vitamin C pro Tag, 63 Patienten nahmen ein Placebo ein. Das verletzte Gelenk wurde, falls nötig, eingerenkt und dann in einem Gipsverband für vier bis fünf Wochen ruhiggestellt. Patienten mit operationsbedürftiger Fraktur nahmen nicht an der Studie teil.

Die Diagnose eines Sudeck-Syndroms wurde gestellt, wenn vier
der folgenden Symptome auftraten:
unerklärbarer, diffuser Schmerz
veränderte Hauttemperatur oder Hautfarbe verglichen mit dem anderen Arm
Ödeme
eingeschränkter Bewegungsspielraum, der nicht im Verhältnis zum Heilungsgrad steht
Auftreten oder Zunahme dieser Symptome bei Aktivität

Bei den mit Vitamin C behandelten Patienten entwickelte sich an insgesamt vier Gelenken (7%) die posttraumatische Dystrophie. In der Placebo-Gruppe waren insgesamt 14 Gelenke (22 %) davon betroffen.

Ein wichtiger Faktor für die Vorhersage des Auftretens der Erkrankung waren Beschwerden ö wie Schmerzen, Empfindungslosigkeit oder geschwollene Finger - während der Zeit, in der die Patienten den Gips trugen. Nach Ansicht von Zollinger könnte Vitamin C auch bei anderen Verletzungen, wie Sprunggelenks- oder Fußfrakturen, sinnvoll sein, um die relativ häufigen Folgeerkrankungen zu vermeiden.