Ein wichtiger
Risikofaktor sind das Lipoprotein (a) und das Homocystein.
Grundsätzlich ist Lipoprotein (a) ein durchaus nützlicher
Stoff mit diversen Funktionen, zum Beispiel bei der Wundheilung, wenn
die Arterienwände stabil sind. Sind sie jedoch instabil, wird
Lipoprotein (a) zu einem Risikofaktor für Herzinfarkte, Schlaganfälle,
Wiederverschluß der Koronararterien nach einer Koronarangioplastie,
Wiederverschluß der Bypass-Gefäße
nach einer Bypass-Operation. Dieser Risikofaktor ist erheblich bedeutender
ö etwa 10mal - als ein zu hoher Cholesterinspiegel.
Was macht
nun Lipoprotein (a) so gefährlich? Es ist ein LDL-Partikel, der
mit einem zusätzlichen Eiweiß, dem Apoprotein (a), "umschlungen"
ist (162).
Dies ist eines der klebrigsten Eiweiße des menschlichen Stoffwechsels.
Auf Grund seiner guten Klebeeigenschaften ist Lipoprotein (a) ein
so wirksamer Reparaturstoff für die Gefäßwand, daß
dort bei Nährstoffmangel Millionen von Lipoprotein (a)-Partikeln
abgelagert werden.
Lipoprotein
(a) wird aus Kostengründen in der Regel von nur wenigen Behandelnden
durch Laboruntersuchung bestimmt. Doch gerade das Lp (a) besitzt einen
hohen prognostischen Wert. So haben bei Personen mit familiärer
Hypercholesterinämie
nur diejenigen ein hohes Infarktrisiko, die gleichzeitig hohe Lp (a)
Spiegel aufweisen.
Folgende
Lipoprotein(a)-Blutspiegel können
als Richtlinie gelten:
<
20 mg/dl: niedriges Risiko
20-40
mg/dl: mittleres Risiko
>
40 mg/dl: hohes Risiko
Eine Senkung
zu hoher Lipoprotein (a) Spiegel sind durch zusätzliche Vitamin-C-Gaben
möglich und stellen daher einen wichtigen Bestandteil der Prophylaxe
dar.