Einige Ärzte
berichten auch von positiven Erfahrungen mit Vitamin C bei der Behandlung
des Grünen Stars. Dieses schmerzhafte Leiden, das oft zur Erblindung
führt, manifestiert sich mit einem erhöhten intraokulären
Druck und dem Anschwellen des Augapfels. Der normale Druck ist weniger
als 20 mm Hg. In seiner leichteren Form weist das am Grünen Star
erkrankte Auge einen Druck von 22 bis 30 mm Hg auf, in schwereren
Fällen sind es 30 bis 45 mm Hg und in schwersten Fällen
bis zu 70 mm Hg.
Cheraskin,
Ringsdorf und Sisley erwähnen in ihren Ausführungen über
den Grünen Star, daß Lana 1980 bei der Untersuchung von
60 Versuchspersonen im Alter von 26 bis 74 Jahren feststellen konnte,
daß bei ihnen der intraokuläre Druck bei einer täglichen
Aufnahme von 25 mg Vitamin C bei durchschnittlich 22,33 mm Hg lag
und auf 15,15 mm Hg zurückging, wenn die Vitamin-C-Dosis auf
täglich 1200 mg erhöht wurde (143).
Andere Forscher
berichten von ähnlichen Ergebnissen. Am überraschendsten
sind die Beobachtungen von Bietti, Virno u.a., die ihren Patienten
sieben Monate lang täglich Vitamin-C-Dosen von 30-40 g (0,5 g
pro Kilogramm Körpergewicht) verabreichten. Der zu Beginn dieser
Behandlung bei 30 bis 70 mm Hg liegende intraokuläre Druck verringerte
sich dabei gewöhnlich auf die Hälfte dieser Werte (21),
(201).
Auch hier
wurde Ascorbinsäure jeweils als Pulver und nicht als Langzeitpräparat
verabreicht, weil Retardpräparationen noch nicht zur Verfügung
standen.