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Schützt
Vitamin C vor Erkrankungen ?
Einführung -Studienergebnisse- Die vorbeugende Wirkung von Vitamin C bei verschiedenen Erkrankungen ist ein fortwährendes Thema zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Vitamin C scheint bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern einen positiven Einfluß zu haben - entweder indem die Krankheitssymptome abgeschwächt werden oder die Krankheit sogar verhindert werden kann (214). Eine Auflistung aller vorhandenen Untersuchungsergebnisse würde bei weitem den Rahmen dieses Buches sprengen, so daß wir uns auf die wesentlichen und stichhaltigsten Daten in diesem Zusammenhang beschränken werden. Obwohl die Schutzwirkung von Vitamin C in bezug auf bestimmte Erkrankungen oft mehrfach studiert wurde, fehlt es dennoch in einigen Fällen an groß angelegten, kontrollierten Studien, bei denen der Einfluß einer Vielzahl sonstiger Faktoren auf die Entstehung von Erkrankungen ausgeschlossen werden kann (25). Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, daß Vitamin C durch sein breites Wirkspektrum Schutz vor Krankheiten verschiedenster Art bieten kann (214): Zwei Funktionen sind hierbei entscheidend:
Die Zufuhr von Vitamin-C-Langzeitpräparaten ist zu empfehlen, da hier eine langsame und stetige Vitamin-C -Abgabe über mehrere Stunden erfolgt. Deshalb sollten bei einer Nahrungsergänzung Vitamin-C-Langzeitpräparate den Vorzug vor normalem Vitamin C in Pulver- oder Tablettenform haben. Zu Langzeitpräparaten zählen natürlich auch alle Frucht- und Gemüsezellen, die Vitamin C nur langsam freigeben. Ein Schutz rund um die Uhr, also auch nachts, ist nur mit Retardzubereitungen von Vitamin C zu erreichen (214). An dieser Stelle erscheint es notwendig, sich kritisch mit einer Arbeit von Padmore et al. (159) auseinanderzusetzen. Danach soll bei Probanden nach einer mehrwöchigen Gabe von 500 mg Vitamin C zwar eine Verminderung der oxidativen Schäden an der DNA-Base Guanin, jedoch gleichzeitig eine Erhöhung der oxidativen Schäden an der DNA-Base Adenin gemessen worden sein. Diese Ergebnisse veranlaßten nicht nur die Massenmedien, sondern auch ansonsten seriöse medizinische Zeitschriften dazu, dem Vitamin C potentielle mutagene Eigenschaften zuzusprechen. Inzwischen haben sich angesehene Wissenschaftler zu der Problematik geäußert und kommen zu folgender Bewertung: 1. Professor Doktor Rudolf Fahrig, Fraunhofer Institut für Toxikologie und Aerosolforschung. In: Journal für Orthomolekulare Medizin (6) 3/98: Fazit:
2. PD Dr. sc. med. Bodo Kuklinsky, Diagnostik- und Therapiezentrum für umweltmedizinische Erkrankungen. In: Journal für Orthomolekulare Medizin (6) 3/98: Fazit:
3.
Mitteilung des EVI Arbeitskreis Ernährung- und Vitamin Information
e.V., Frankfurt. In: Journ. f. Orthom. Medizin (6. Jhrg., 06/98) 2/98
vom 9.4.1998 Neueste britische Studie zur mutmaßlich zellschädigenden Wirkung höherer Vitamin-C-Dosen mit widersprüchlichen Ergebnissen nicht überzeugend. Rückschlüsse bisher spekulativ. Die sogenannten prooxidativen Eigenschaften von Vitamin C, die englische Forscher (Padmore et al.) jetzt in "Nature" veröffentlicht haben, können die bisher überwiegend positiven Erkenntnissen über die verschiedenen Wirkungsweisen von Vitamin C als sogenanntes Antioxidans nicht erschüttern. Selbst die Autoren von der Universität Leicester betonen, für etwaige Rückschlüsse auf eine möglicherweise krebsfördernde Wirkung sei es viel zu früh. Die krebsvorbeugende Wirkung von Vitamin C geht außerdem aus zahlreichen größeren Studien überzeugend hervor. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung fielen hingegen nicht eindeutig aus. 30 Studienteilnehmer bekamen 6 Wochen lang 500 mg Vitamin C verabreicht die gleiche Gruppe erhielt zuvor 6 Wochen lang ein Placebo, also ein Scheinmedikament. In beiden Phasen wurden dann jeweils zwei Faktoren gemessen, von denen man ausgeht, daß sie möglicherweise anzeigen, wenn die Erbinformation in den Zellen schon geschädigt ist. Einer dieser Faktoren wurde durch die Gabe von Vitamin C deutlich gesenkt. Ein anderer hingegen stieg zwar an aber nicht nur während der Phase, in der die Studienteilnehmer Vitamin C eingenommen hatten, sondern auch in der Placebo-Phase." Im übrigen versäumten es Padmore et al. in ihrer Veröffentlichung, die Unsicherheit bezüglich sicherer Meßmethoden zur Feststellung geschädigter DNA-Bausteine zu diskutieren. Denn alle derzeit verfügbaren methodischen Ansätze sind nur bedingt geeignet, den exakten Wert oxidierter DNA-Bausteine in vivo, d.h. im lebenden Organismus festzustellen. Wissenschaftler aus aller Welt sind derzeit dabei, verfeinerte Meßmethoden zu erarbeiten, als es die von Padmore et al. angewandten darstellen. Neuere Methoden differieren zwischen dem 10-3750fachen (!) zur von den Briten angewandten Methode; dies in der Richtung, die die Ergebnisse der veröffentlichten Studie nahezu absurd erscheinen lassen. |
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