Bedarf versus Nahrungsmittelgehalt

Bei einer ausgewogenen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse läßt sich maximal der von der DGE sehr niedrig angesetzte Vitamin-C-Bedarf von etwa 100 mg/Tag decken, wobei die DGE bei ihren Empfehlungen vom Bedarf gesunder Menschen ausgeht.

Qualitätsminderungen der Nahrungsmittel, beispielsweise durch die Art des Anbaus und Lagerung (damit schon nicht mehr frisch), sind hierbei jedoch nicht berücksichtigt. Im Handel befindliches Obst und Gemüse ist aber häufig solchen Qualitätsminderungen unterworfen, so daß eine "bewußte, gesunde Ernährung" keine Garantie für eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr darstellt. Kantinenkost oder die so beliebte Fast-Food-Ernährung haben kaum wirklich frisches Obst und Gemüse zu bieten und können die Garantie schon gar nicht bieten.

Bei Menschen mit einem erhöhtem Vitamin-C-Bedarf, wie Schwangeren, Rauchern, Personen unter Streß und Kranken, kann selbst eine noch so vitaminreiche Kost allein nicht einmal den von der DGE niedrig angesetzten Bedarf an Vitamin C decken (214).

Viele Untersuchungen zeigen, daß hohe Vitamin-C-Dosen effektiven Schutz vor Erkrankungen bieten, wie nachfolgend noch dargestellt wird. Solche erforderlichen Dosierungen sind durch den Gehalt in Nahrungsmitteln allein nicht zu erzielen. Deshalb ist eine Vitamin-C-Nahrungsergänzung (möglichst in Form von Langzeitpräparaten) zum Schutz vor Erkrankungen empfehlenswert (214).