Wie wirkt Vitamin C ?
Vitamin C - und Prostaglandine
Prostaglandine
sind kleine Moleküle (mit Fett verwandte Lipide), die eine entscheidende
Rolle bei den menschlichen Körperfunktionen spielen. Sie werden
aus ihrer Vorstufe Arachidonsäure gebildet. Prostaglandine können
u.a. den Blutdruck senken oder steigern, die Zusammenballung von Blutplättchen
(Thrombozytenaggregation) und Magensaftsekretion hemmen sowie die
Wehentätigkeit und die Bildung und Freisetzung von Gewebshormonen
fördern. Jedes Gewebe, das gestört oder verletzt wird, setzt
Prostaglandine frei.
Die Prostaglandine
PGE2 und PGF2-Alpha sind zusammen mit anderen
Substanzen an der Erzeugung von Gewebsentzündungen beteiligt
(Rötung, Schwellung, Schmerzen, Empfindlichkeit und Hitze). Dies
ist die Folge eines erhöhten Blutzuflusses sowie der Bewegung
der Leukozyten und anderen Zellen und Substanzen in Richtung auf den
Entzündungsherd als Reaktion auf die Wirkung der Hormone.
1979 berichtete
Horobin, daß Vitamin C die Synthese von PGE2 und
PGF2-Alpha verhindert und das Ascorbin auf diese Weise
auch eine wesentliche entzündungshemmende Wirkung hat(101).
Das Prostaglandin
PGE1 ist an der Entstehung der Lymphozyten beteiligt und
spielt bei der Regulierung der Immunreaktionen eine wesentliche Rolle.
So zeigt die stimulierende Wirkung von Vitamin C auf die Erzeugung
des PGE1, daß die Einnahme der optimalen Menge des
Vitamins C auch auf diese Weise das Immunsystem stärkt und zur
Erhaltung eines besseren Gesundheitszustandes beiträgt.
Pugh et al.
stellten fest, daß Vitamin C bei der Hemmung der Synthese einiger
Prostaglandine ähnlich wirkt wie das Aspirin (168).
Dies ist vermutlich der Mechanismus, mit dem hohe Dosen Vitamin C
bei der Bekämpfung von Entzündungen, Fieber und Schmerzen
wirken. Es unterscheidet sich jedoch insofern von Aspirin, als es
die Synthese des PGE 1 beschleunigt (101).
Horrobin et al. haben auch darauf hingewiesen, daß diese
Prostaglandine an der Funktion der Lymphozyten und anderen Aktivitäten
des Immunsystems bei der rheumatoiden Arthritis, bei verschiedenen
Autoimmunkrankheiten,
bei der multiplen Sklerose und beim Krebs beteiligt sind (102).