Wie wirkt Vitamin C ?

Reduzierung der Glykosylierungsrate von Proteinen
- schützt vor Spätschäden bei Diabetes mellitus -

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine chronische Stoffwechselstörung, bei der es durch unzureichende Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels kommt. Die Zuckerkrankheit kann zu schweren Spätkomplikationen führen. Die häufigste Komplikation ist die Arterienverkalkung, die sog. Atherosklerose, die früh beginnt und in der Regel schwer verläuft (Herzinfarkt und/oder Schlaganfall).(Siehe Schlaganfall ausführlich als update - hier klicken- )

Ausgelöst durch den hohen Blutzuckerwert, werden Eiweiße, vor allem des Blutes, "verzuckert" (glykosyliert), eine Reaktion, die immer mit einer Inaktivierung dieser Eiweiße einhergeht. Zu ihnen zählen auch Enzyme, die den Körper vor Freien Radikalen schützen so die bislang bekannten Schutzenzyme Superoxid-Dismutase, Glutathion-Peroxidase und Katalase. Diese Enzyme gehören zum antioxidativen Schutzsystem des Körpers, dem sog. "Antioxidativen Orchester".

Die Glykosylierung der Membranproteine führt z.B. in den Gefäßen zu Fremdstrukturen. Auf Zeit führt dieser Prozeß zur Plaquebildung und damit zur Verengung der Gefäße und folglich zum Infarkt.

Bezüglich diabetischer Spätschäden und Komplikationen scheinen insbesondere eine Verzuckerung, und infolge dieser eine Inaktivierung des enzymatischen Schutzsystems, bei Veränderungen der Zellmembranen eine wesentliche Rolle zu spielen (214).

Für das Enzym Superoxid-Dismutase ist dieser Zusammenhang nachgewiesen (157). Dieses Eiweiß schützt normalerweise die roten Blutkörperchen vor schädigenden Freien Radikalen.

Bei zuckerkranken Patienten sind die Blutbestandteile, Gefäße und Nerven jedoch durch die Verzuckerung der Superoxid-Dismutase gewissermaßen den Radikalen schutzlos ausgeliefert, die als Hauptverursacher für diabetische Komplikationen und Spätschäden angesehen werden.

In einer Studie konnte gezeigt werden, daß ausreichend vorhandenes Vitamin C bei der Zuckerkrankheit zu einer deutlichen Reduzierung der Eiweißverzuckerungen führt (78).

Eine weitere kontrollierte Studie bewies, daß sich durch die tägliche Einnahme von 1000 mg Vitamin C die Komplexbildung zwischen Blutzucker und Albumin um 33%, zwischen Blutzucker und Hämoglobin um 18% verringerte. Ein erhöhtes Vitamin-C-Angebot bedeutet für den diabetischen Stoffwechsel, daß es die Bluteiweißbestandteile vor einer Blutzuckeranlagerung schützt und damit einer Veränderung der Blutgefäße entgegenwirken kann (tv-Apotheke 7/98).

Wissenschaftler weisen darauf hin, daß bei hochdosierten Vitamin-C-Präparaten auf dessen Bioverfügbarkeit zu achten sei. Bei herkömmlichen Präparaten steht nur ein geringer Teil der aufgenommenen Menge an Vitamin C für den Körper auch tatsächlich zur Verfügung, da einerseits mit steigender Dosierung die Resorptionsrate sinkt und andererseits bei einem zu schnellen und zu hohen Anstieg des Vitamin-C-Blutspiegels ein Teil über den Harn ausgeschieden wird. (52), (118), (161)

Bei Retardpräparaten, also Vitamin C mit Langzeitwirkung, steht die hohe Vitamindosis aufgrund einer portionsweisen Abgabe in den Darm nahezu vollständig dem menschlichen Körper zur Verfügung.

Entgiftung

Der Entgiftung von schädigenden Stoffen im Körper geht oft eine chemische Veränderung (Hydroxylierung) voraus: Bestimmte Enzyme, wie die sogenannten Oxidasen, sind hierfür verantwortlich. Ihre Aktivität fällt bei Vitamin-C-Mangel bis auf 50% ab. Aber auch bei Erhitzung des Vitamin C über 85 Grad werden die Oxidasen gehemmt und damit inaktiv (vgl. III./1.2)

Vitamin C fällt im Zusammenhang mit der Entgiftung als Co-Faktor eine zentrale Rolle zu (17).

Entgiftung leberschädigender Stoffe

Hohe Dosen Vitamin C schützen die Leber auf verschiedene Weise: So unterstützt Vitamin C die Entgiftung von bakteriellen Stoffen (Toxinen) u.a. bei Erkrankungen wie Diphtherie, Tetanus und Infektionen durch Staphylokokken (191). Durch einen ausreichend hohen Vitamin-C-Spiegel werden Substanzen entgiftet, die eine toxische Hepatitis verursachen können. Gleichzeitig wird auch der Schaden verringert, den die Leber durch das Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuß erleidet. Vitamin C beschleunigt den Abbau von Alkohol im Blut.
Durch die Stärkung des Immunsystems trägt Vitamin C dazu bei, virale und bakterielle Infektionen der Leber zu verhindern und wirkungsvoll zu behandeln.

Entgiftung krebserregender Stoffe

- Vitamin C schützt vor Tumoren -

Vitamin C ist hoch wirksam gegen die Bildung von Nitrosaminen (142). Nitrosamine sind potentiell krebserregende Verbindungen, die vor allem im Magen, der Speiseröhre, im Nasenrachenraum und der Blase Krebs auslösen können. Sie werden aus Nitriten und Nitraten, die in gegrillten, geräucherten und gepökelten Fleischwaren und dem Tabakrauch enthalten sind, im Magen aus der Verbindung mit Aminen im Mageninhalt gebildet. Andererseits entstehen sie stetig auch direkt im Körper aus Nitrit.

Hohe Dosen Vitamin C zerstören Nitrite und Nitrate und verhindern so die Bildung von Nitrosaminen. Damit verringert sich die Möglichkeit an Magenkrebs zu erkranken erheblich (205), (164), (126), (41), (172).