Wie wirkt Vitamin C ?
Bildung von Nebennierenhormonen

- unterstützt die Bewältigung von Streß -

Durch eingeschränkten Umbau von Cholesterin bei Vitamin C-Mangel kommt es unter anderem zu einer verminderten Hormonausschüttung in der Nebennierenrinde (214). Die heutigen Kenntnisse über den Vitamin-C-Bedarf sind in diesem Zusammenhang beachtlich und verblüffend.

Potentiell radikalbildende Streßhormone werden in der Nebennierenrinde gebildet. Zum eigenen Schutz enthält diese Drüse die höchste Vitamin-C-Konzentration des Körpers. Vitamin C wirkt hier als Radikalfänger, und bei sinkender Vitamin-C-Konzentration ist das Anwachsen von oxidativem Streß bereits meßbar, noch bevor organische Schäden auftreten.

Zusätzlich benötigt der Körper für die Produktion jedes einzelnen Adrenalinmoleküls ein Molekül Vitamin C als Biokatalysator. Während der Adrenalinproduktion wird also ständig Vitamin C verbraucht.

Darüber hinaus wird bei Vitamin C-Mangel auch die Bildung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin des Nebennierenmarks beeinträchtigt. Vitamin C fungiert hier als Co-Faktor für ein Enzym, das für die Bildung von Noradrenalin und Adrenalin aus der Aminosäure Tyrosin erforderlich ist (129).

Die Hormone der Nebenniere stehen "im Dienste der Alarmbereitschaft" und sind erforderlich, damit der Körper in Streßsituationen adäquat reagieren kann: Es kommt u.a. zu einer Steigerung der Herzfrequenz, zu einer erhöhten Muskelaktivität und zu einer Blutdruckerhöhung.

Bei Vitamin C-Mangel kann der Körper nicht mehr entsprechend auf Streß reagieren, da die Bildung der Nebennierenhormone vermindert ist. Vitamin C-Mangel führt somit unter anderem zu einer geringeren Streßtoleranz (214)