Was ist Vitamin C ?

Chemisch gesehen: ein Redoxsystem

Vitamin C ist ein Abkömmling von Kohlenhydraten und besteht nur aus drei Elementen: Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.

In kristalliner Form ist Vitamin C stabil, während es in wäßriger Lösung sehr unbeständig ist und durch Luftsauerstoff, Licht und Temperaturerhöhung schnell oxidiert wird. Sowohl alkalische Lösungen als auch Schwermetalle beschleunigen diesen Vorgang; insbesondere gilt dies für Kupfer.

Vitamin C oder Ascorbinsäure gehört zu den chemischen Redoxsystemen, d.h. es kann sowohl Wasserstoff aufnehmen als auch wieder abgeben. Bei Wasserstoffabgabe geht die Ascorbinsäure in die sog. Dehydroascorbinsäure über (chemischer Prozeß = Oxidation). Kehrt sich der Prozeß um, spricht man von Reduktion: Die Dehydroascorbinsäure nimmt in diesem Fall Wasserstoff auf und geht dadurch wieder in ihre ursprüngliche Ausgangsform, die Ascorbinsäure, zurück (214).

Im Körperstoffwechsel wird Vitamin C fortwährend
um- bzw. abgebaut:
Als Redoxsystem wird Vitamin C bei einer Vielzahl biologischer Prozesse im Körper gebraucht. Durch die Wasserstoffabgabe, die Oxidation, schützt Vitamin C indirekt andere Körperstoffe wie Hormone und Enzyme vor einer entsprechenden Oxidation, die immer mit Funktionsverlust einhergeht. Vitamin C ist somit ein Antioxidans ! (214)
Zur Regeneration muß die Dehydroascorbinsäure wieder Wasserstoff aufnehmen (Reduktion) und benötigt hierfür andere Redoxsysteme der Zelle (Glutathion, Vitamin E, NADPH und NADH können hierbei beteiligt sein.) (17), (106), (186)
Andererseits kann Vitamin C irreversibel zu den Endprodukten Kohlendioxid und Oxalat abgebaut werden.
Die Halbwertszeit von Vitamin C ist mit wenigen Minuten sehr kurz.