
"Meine Zielsetzung: Q10 soll vorbeugend genutzt werden."
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Professor Dr.Karl Folkers, der die Struktur von Q10 aufklärte, führte in einem Interview in Schweden über sein Spezialgebiet, das Ubichinon Q10, folgendes aus: Interviewer: Man kann Sie, Herr Professor Folkers, als Fachmann bezüglich der Substanz Coenzym Q10 bezeichnen. Wir Laien haben hier noch nicht allzuviel über das Coenzym Q10 gehört, außer daß es sich dabei um eine sehr bedeutungsvolle Entdeckung handelt. Ich bitte Sie deshalb, uns das Coenzym Q10 einmal in groben Zügen vorzustellen und zu erläutern, wie die damit verbundene Forschungsgeschichte einst begann. Prof.Folkers: Nun, anfangs konnte das Coenzym Q10 - kurz Q10 - nur aus Rinderherzen isoliert werden, später jedoch gelang es meiner Forschungsgruppe, es auch aus menschlichen Herzen zu isolieren. Mit dem Wissen, daß Q10 eine wesentliche Rolle im Energiehaushalt des menschlichen Körpers spielt, war es möglich, Q10 zur Behandlung verschiedener Krankheiten einzusetzen, insbesondere bei funktionellen Herzleiden. So konnten wir damals schon voraussagen, daß Q10 in engem Zusammenhang mit dem Herzen steht und daher auch bestimmte funktionelle Herzkrankheiten mit Q10 behandelt werden konnten. Interviewer: Coenzyme allgemein sind ein wichtiger Bestandteil des Energiehaushaltes im Körper? Prof. Folkers: Es handelt sich dabei nicht nur um wichtige, sondern um absolut lebensnotwendige Substanzen. Interviewer: Woher und seit wann sind wir im Besitz dieser Erkenntnis? Prof. Folkers: Viele chemische Forschungsprojekte und eine Reihe von Tierstudien haben dies ergeben. Wir erkannten, daß Q10 eine wesentliche und für den Körper - insbesondere im Hinblick auf den Transport von Zell-Energie - sehr wichtige Substanz ist. Präparate, die das Coenzym Q10 enthielten, wurden inaktiviert, sobald man Q10 daraus isolierte. Wir kombinierten nun all unsere Erkenntnisse und kamen zu dem Schluß, daß Q10 für das menschliche Leben einfach eine Voraussetzung ist - ohne Q10 kein Leben! Interviewer: Wie hoch sollte denn der Q10-Gehalt im Körper sein? Was sehen Sie als ideal an? Was meinen Sie, ist mein Q10-Wert zu niedrig? Prof. Folkers: Wahrscheinlich ja. Ich nehme an, daß auch Ihr Q10-Gehalt zu niedrig ist. Wissen Sie, es gibt den Grundgedanken des Lebens, alles perfekt machen zu wollen. Doch gerade bei unserem luxuriösem Lebensstil achten wir beispielsweise zu wenig auf die richtige Ernährung. Da wir Q10 neben der körpereigenen Synthese auch durch die Nahrung zu uns nehmen, tritt sehr oft ein Mangel an Q10 auf - denn achten Sie doch einmal darauf, was die Menschen heutzutage essen. Von einer richtigen Ernährung kann man doch da nicht sprechen. Hier erkennt man die enorme Bedeutung des Forschungsgebietes der Ernährungswissenschaft - und Q10 ist ein wesentlicher Aspekt von ihr. Interviewer: Für welche Organe ist Q10 besonders wichtig? Prof. Folkers: Das bisher best erforschte Organ ist zweifellos das Herz, darüber wissen wir am meisten. Das Herz beispielsweise verfügt über eine ganz besonders hohe Konzentration an Q10. Ebenso die Leber. Interviewer: Hängt das damit zusammen, daß für diese Funktion besonders viel Energie benötigt wird? Prof. Folkers: Nun, also Energie wird natürlich im ganzen Körper benötigt - in jeder Zelle. In den Herzzellen ebenso wie in den Gehirnzellen. Das Gehirn ist im Hinblick auf Q10 bisher jedoch am wenigsten erforscht. Wir können aber mit Bestimmtheit sagen, daß Q10 auch hier vorkommt, zwar nicht in hohen Mengen, aber es existiert auch im Gehirn. Man findet Q10 tatsächlich in jedem Organ des menschlichen Körpers. Interviewer: Sie haben in Zusammenarbeit mit anderen Forschern herausgefunden, daß ein Absinken des Q10-Wertes im Körper zu verschiedenen Funktionsstörungen und Erkrankungen der Organe führt - wie verhält es sich damit? Prof. Folkers: Ich möchte allgemein nicht von allen Organen sprechen. Unsere Arbeit hat sich hauptsächlich auf das Herz konzentriert. Wir erkannten, daß es möglich war, anhand der Biopsien von Herzgeweben den Grad der Erkrankung abzulesen. Interviewer: Was geschieht denn im Körper, wenn der Q10-Gehalt zu sinken beginnt? Beschränken wir uns auf das Herz. Prof. Folkers: Letztendlich führt ein Q10-Defizit im Herzen zum Tode. Zuvor treten schwere Funktionsstörungen des Herzens auf - so wird beispielsweise nicht mehr genügend Blut gepumpt. Die Pumpfähigkeit kann von Herzspezialisten anhand des Herzschlagvolumens gemessen werden. Das Herzschlagvolumen beschreibt die Menge Blut, die pro Herzschlag gepumpt wird. Wir konnten aus diesen Messungen erkennen, daß das Herz eines hochgradig erkrankten Patienten nicht mehr genügend große Blutmengen zu pumpen vermag. Behandelte man diese geschwächten Herzen nun jedoch mit Q10 und untersuchte sie nach einem Zeitraum von 2 bis 3 Monaten erneut, so stellten wir anhand der Messungen fest, daß die Herzen nun größere Mengen Blut pumpten. Dies konnte bereits in vielen Studien bestätigt werden. Interviewer: Dieser Mechanismus basiert also hauptsächlich auf der Verfügbarkeit von Sauerstoff und der ausreichenden Menge an ATP (Lieferant und Speicher der Zell-Energie)? Prof. Folkers: Völlig richtig. ATP spielt eine große Rolle. Interviewer: Was können Sie uns über eventuelle Nebenwirkungen bzw. den Giftigkeitsgrad von Q10 sagen? Prof. Folkers: Es besteht absolut kein Risiko - keine Nebenwirkungen. Es wurde jedoch beobachtet, daß Herzpatienten, bei denen die Q10-Therapie besonders erfolgreich verlief, nach Absetzen der Q10-Präparate wieder in ihren alten Zustand zurückverfielen. Sie erlitten Kollapse, die Herzfehler waren wieder so gravierend wie vor der Therapie, es kam sogar zu Todesfällen. Wir erkennen also die absolute Notwendigkeit, dem Herzen ausreichende Mengen an Q10 zur Verfügung zu stellen. Dies kann mit 100%iger Sicherheit gesagt werden. Interviewer: Ich möchte noch einmal auf den Aspekt der Giftigkeit zurückkommen. Heutzutage wird bei fast jedem Präparat vor Nebenwirkungen gewarnt. Man kann sich also kaum noch vorstellen, ein Präparat bedenkenlos ohne jegliches Risiko einnehmen zu können. Was Sie sagen, klingt demnach fast unglaublich. Prof. Folkers: Es klingt fast unglaublich, aber es ist so. Interviewer: Sie haben Q10 auch im Hinblick auf den Alterungsprozeß des menschlichen Körpers untersucht. Es scheint vor allem bei der Verzögerung bzw. Vorbeugung des Alterns eine Rolle zu spielen. Prof. Folkers: Nun, viele physiologische Vorgänge im Körper lassen im Alter nach, und es treten häufig Funktionsstörungen auf. Meistens spiegelt sich vor allem die veränderte Ernährungsweise in einem wachsenden Defizit an Q10 wider - außerdem produziert der Körper im Alter weniger Q10. Es werden auch weniger Hormone gebildet. Hier wirken Biochemie, Physiologie und Hormonbildung ganz eng zusammen. Ich denke, all diese Faktoren wirken auf ein Organ ein, und daher machen wir es uns eigentlich viel zu einfach, irgendeine Krankheit nur mit einer Substanz zu behandeln, denn natürlich können so nicht alle bestehenden Defizite abgebaut werden. Zum Beispiel basiert auch die Funktionstüchtigkeit des gesunden Herzens auf vielen physiologischen Faktoren. In der Wissenschaft gibt es dazu hochkomplizierte Studien, aber um auf den Alterungsprozeß zurückzukommen - es kann durchaus der Fall sein, daß der alternde Mensch zu wenig Q10 besitzt. Von daher kann man davon ausgehen, daß Q10 in der Zukunft von vielen Menschen vorbeugend eingenommen werden wird. Es wäre also quasi als ein sog. "Anti-Alterungsmittel" zu bezeichnen. Das ist vielleicht nicht der beste Ausdruck, aber so wird es bereits heute genannt. Interviewer: Verstehe ich richtig, daß Sie Q10 selbst einnehmen?Prof. Folkers: Natürlich tue ich das. Interviewer: Das bringt mich zu der Frage zurück: Wer braucht eigentlich das Q10? Prof. Folkers: Alle Menschen - jeder benötigt es. Interviewer: Meinen Sie, daß gesunde Menschen auch von Q10 profitieren können? Prof. Folkers: Nun, was meinen Sie denn, wer überhaupt völlig gesund ist? Ich glaube, das sind heutzutage nur noch sehr, sehr wenige Menschen - eine Minderheit. Natürlich leidet der eine mehr, der andere weniger unter Funktionsstörungen und Mangelernährung, aber ich denke, daß die Betonung vor allem auf dem vorbeugenden Einnehmen von Q10 liegen muß: Verschlechterungen des Gesundheitszustandes sollen auf diese Weise vermieden werden. Denn natürlich ist es immer besser, Krankheiten vorzubeugen, statt sie hinterher heilen zu müssen.Meine Zielsetzung: Q10 soll vorbeugend genutzt werden, um den Alterungsprozeß hinauszuzögern. Natürlich kann der Alterungsprozeß trotzdem, unabhängig von Q10 eintreten, doch allgemein möchte ich sagen, daß die Möglichkeit besteht, durch einen hohen Q10-Spiegel das Altern zu verzögern. Das könnte vielleicht ein großer Schritt vorwärts für die Menschheit sein. Interviewer: Noch eine letzte Frage, in der ich auf die unterschiedlich schnelle Akzeptanz von Q10 in verschiedenen Ländern eingehen will. Japan war meines Wissens eines der ersten Länder, das Q10 für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellte. Prof. Folkers: Völlig richtig. Japan war das erste Land, das sich besonders intensiv mit der Erforschung von Q10 befaßte. Erst später schalteten sich die Vereinigten Staaten dazu. In Japan wird es mittlerweile von Millionen eingenommen, denn die Wirkungsweise von Q10 konnte in unzähligen Sicherheitstests bewiesen werden, und die Ergebnisse sprechen für sich. Von vielen japanischen Ärzten wird Q10 vor allem bei funktioneller Herzschwäche verschrieben. Interviewer: Gibt es Q10 mittlerweile in den USA?Prof. Folkers: Ja, und zwar als Nahrungsergänzung. Interviewer: Kann man davon ausgehen, daß heutzutage schon Tausende mit Q10 Erfahrungen gesammelt haben?Prof. Folkers: In Japan sind es bereits Millionen Menschen, die davon profitieren. Ich kenne nicht die genaue Zahl, doch es handelt sich um Millionen, da es Q10 bereits seit 1974 gibt.
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