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SYNERGIE
zwischen Q10 und den Schüßlerīschen Salzen

Signalübertragung durch Ionen

von
Dr.rer.nat. F. Enzmann

Doktor med. Schüßler (1874) befaßte sich histologisch eingehend mit den anorganischen Bestandteilen von gesundem und krankem Gewebe. Auf seinen Befunden basierte er dann seine Zell- und Molekular-Therapie mit den sogenannten Schüßlerīschen Salzen. 

Die ausgewählten Salze nannte er auch anorganische Funktionsmittel. Krankheiten beruhten nach Schüßler auf Störungen der Molekül-Bewegungen. Störungen im Ionenverhältnis riefen eine Störung im Wohlbefinden der Zelle hervor. Diese Feststellungen waren eine geniale Vorwegnahme der heutigen Sicht von der Zellkommunikation durch Signalübertragung. Schüßler war bereits bewußt, daß es die ionisierten und damit elektrisch aktiven Mineralsalze sind, die z.B. für den Ablauf der neurophysiologischen Vorgänge notwendig sind.

Die zwölf ausgewählten Salze enthalten positiv geladene Ionen (Kationen) wie Natrium (Na+), Kalium (K+), Calcium (Ca++), Magnesium (Mg++) und Eisen (Fe+++) sowie negativ geladene Ionen (Amionen) wie Chlor (Cl), Fluor (F), Phosphat (PO4) und Sulfat (SO4).

Wie die Ionenströme reguliert werden, war Schüßler noch nicht klar, die Bedeutung der Ionen für die Signalübertragung ahnte er jedoch bereits.

Nun, kein Wunder, denn erst vor 15 Jahren sind die Wissenschaftler, darunter Deutsche, mit Hilfe von raffinierten Zellstrom-Meßtechniken und mit Unterstützung der Molekularbiologie dahintergekommen, daß die schnellen Stromflüsse, die für die Signalübertragung von Nerven maßgeblich sind, durch den Fluß von Ionen durch sogenannte Ionen-Kanäle ermöglicht werden.

Ionen-Kanäle stellen Poren in der Lipiddoppelschicht von Zellmembranen dar. Diese Ionen-Kanäle werden von porenbildenden Proteinmolekülen aufgebaut. Durch diese Kanäle erfolgt der Ionenaustausch der Zellen oder anders gesagt, die Unterhaltung der Zellen.

Jeder Ionen-Kanal ist selektiv nur für eine bestimmte Ionenart durchgängig oder reagiert auf einen spezifischen Reiz. Die elektrochemische Triebkraft wird von der elektrischen Potentialdifferenz und/oder durch den Konzentrationsgradienten bestimmt.

Ionen_Kanaele_Offen_geschlossen

Ionen_Kanaele_Offen_geschlossen

Ionen_Kanaele_Offen_geschlossen

Ionen-Kanäle verhalten sich dynamisch, sie öffnen und schließen sich. Dabei sind Konformationsänderungen notwendig. Die normalerweise sechs Untereinheiten der Kanalproteine drehen und neigen sich aufeinander abgestimmt innerhalb der Zellmembran, um den Kanal für den Ionendurchfluß zu öffnen oder zu schließen.

Die Dynamik der Ionen-Kanäle erfordert jedoch eine bewegliche, elastische oder fluide Zellmembran. Diese Fluidität hängt aber wesentlich von der Konzentration an Ubichinon Q10 ab. Ubichinon Q10, das man zunächst nur in den Mitochondrien vermutet hatte, wo es eine wesentliche Rolle bei der Energiegewinnung der Zellen spielt, ist auch für die Membranelastizität und Fluidität bedeutsam. Q10 bestimmt somit das dynamische Verhalten von Ionenkanälen mit.

Der Ionenstrom und damit die Signalübertragung hängt von der Q10-Konzentration in den Lipiddoppelschichten der Membranen ab. Q10 lagert sich mit seinen langen Isoprenyl-Seitenketten (50 Kohlenstoffatome!) direkt zwischen die Doppelschicht und hält die Membran für dynamische Bewegungen der Ionenkanäle fluide.

Die Bildung der Kanal-Proteine wird über Gene gesteuert. Die Biosynthese dieser Proteine verläuft auch über den sogenannten Golgi-Apparat, der die Eiweiß-Verpackungseinheit einer Zelle darstellt. Die Effizienz des Golgi-Apparates hängt wiederum wesentlich von den Q10-Konzentrationen im Golgi-System ab.

Durch Streß und Krankheiten sinkt der Q10-Pool in den Zellen und damit im Körper ab. Dieser Q10-Abfall wirkt sich auf die Membranfluidität und die Ionen-Kanal-Proteinsynthese negativ aus. Die Membranen werden steifer und es werden weniger Kanalproteine gebildet. Die Ionenkanäle funktionieren nicht mehr reibungslos und die Signalübertragung wird gestört.

Heute wissen wir, daß Streß und Krankheiten die Funktionsfähigkeit der Ionen-Kanäle beeinträchtigen. Viele Medikamente entfalten ihre Wirkung über Einflußnahme auf die Ionen-Kanäle. Weniger bekannt ist jedoch, daß für die Wirkungsentfaltung von Medikamenten und von Schüßlerīschen Salzen stets ausreichende Q10-Konzentrationen in den Zellen und den Zellmembranen vorhanden sein müssen.

Somit läßt sich mit einer ausreichenden Q10-Nahrungsergänzung die Wirkung der Schüßlerīschen Salze und die von Medikamenten optimieren. Q10 und die Schüßlerīschen Salze wirken somit synergetisch.

Beiden Ansätzen zusammen kommt für die Vorbeugung und begleitende Therapie eine große Bedeutung zu. Wie oft sind diese grundlegenden Zusammenhänge erst noch wenigen Interessierten bekannt. Hier gilt aber eine alte Weisheit: „PROBIEREN GEHT VOR STUDIEREN!"

Biochemische Heilmethoden nach Dr.Schüßler

 

Auszug aus Dr.K.Kirchmann: Biochemie-Lexikon nach Dr.Schüßler; Ein Lehr- und Verordnungsbuch der biochemischen Heilmethode

Die Grundsätze Dr.Schüßlers:

blaue_Kugel Alle Krankheiten entstehen durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen.

blaue_Kugel Durch Zuführung der fehlenden Stoffe tritt die Heilung ein.

blaue_Kugel Die Zuführung der Mineralstoffe darf nur in allergeringsten Mengen erfolgen.

blaue_Kugel Die Zuführung der fehlenden Stoffe muß in einer solchen Verdünnung erfolgen, daß der Übertritt des heilwirksamen Salzes unmittelbar durch die Schleimhäute der Mundhöhle, des Schlundes und der Speiseröhre direkt ins Blut erfolgt.

 
Die 11 Salze des Schüßlerīschen Systems:

Nr. 1

Calcium fluoratum (calc.fluor)

Anwendungsgebiete: Zähne und Knochen

Nr. 2

Calcium phosphoricum (calc.phos.

Anwendungsgebiete: Zähne und Knochen; Kräftigungs- und Blutregenerationsmittel; Nervenmittel; Blutungen; Frauenmittel; „Eiweißartige Absonderungen"

Nr. 3

Ferrum phosphoricum (ferr.phos.)

Anwendungsgebiete: Fiebermittel; Entzündungsmittel im ersten Stadium; Schmerzmittel; Muskelmittel

Nr. 4

Kalium chloratum (kal.chlor.)

Anwendungsgebiete: Entzündungsmittel der zweiten Stufe; weiße bis weißgraue Absonderungen; alle Schleimhautaffektionen; Drüsenentzündungen; Blutungen; Affektionen der serösen Häute; Schleimbeutelentzündungen

Nr. 5

Kalium phosphoricum (kal.phos.)

Anwendungsgebiete: Nervenmittel; Lähmungen; faulige und brandige Zustände; Fieber unter 39 Grad; schwere Infektionskrankheiten; Blutungen; Muskelmittel; Entgiftung

Nr. 6

Kalium sulfuricum (kal.sulf.)

Anwendungsgebiete: Entzündungsmittel der dritten Stufe; Schleimhautaffektionen; gelbschleimige, milde Absonderungen; schwere und Mattigkeit in den Gliedern; nächtliches Herzklopfen

Nr. 7

Magnesium phosphoricum (magn.phos.)

Anwendungsgebiete: Nervenmittel und Schwächemittel; Gehirn und Rückenmark; Schmerzmittel; Krämpfe und Koliken; Krebs

Nr. 8

Natrium muriaticum (natr.mur.)

Anwendungsgebiete: Blutarmut und Bleichsucht; Blutwässerung (hydrämi-
sche Konstitution); Kribbeln und Taubheitsgefühle; wetterbedingte Verschlimmerung des subjektiven Befindens; Kochsalzhunger; salzige Absonderungen

Nr. 9

Natrium phosphoricum (natr.phos.)

Anwendungsgebiete: alle Übersäuerungskrankheiten; honiggelbe, rahmartige Absonderungen

Nr. 10

Natrium sulfuricum (natr.sulf.)

Anwendungsgebiete: Ausscheidung all dessen, was für den Körper nachteilig oder überflüssig ist; Leber; Galle; Nieren; Blase

Nr. 11

Silicea (sil)

Anwendungsgebiete: Bindegewebe; Nägel und Haare; Schweißregulierung und Oberhaut; Eiterungen; harnsaure Kristallablagerungen; Drüsen; Skrofulose; Rachitis

Nr. 12

Calcium sulfuricum - lehnte dieses Salz selbst ab. Ist aber im Angebot.

Anwendungsgebiete: Abszesse und Eiterungsprozesse, starke Schleimhautkatarrhe mit lockerem oder festem Sekret.

Diese Nummernfolge ist auch heute noch allgemein üblich.

Ergänzungsmittel:

Kalium arsenicosum

Anwendungsgebiet: Nervenstörungen; schwer beeinflußbare Hautkrankheiten; Lähmungen und Krämpf

Kalium bromatum

Anwendungsgebiet: Drüsenstörungen; Nervenleiden; Gehirn- und Rückenmarksleiden; Kropfleiden; Basedow; Beruhigungs- und Einschlafmittel

Kalium jodatum

Anwendungsgebiet: Störungen der Schilddrüse (Über- und Unterfunktion);

Lithium chloratum

Anwendungsgebiet: gichtig-rheumatische Affektionen; Katarrhe und Entzündungen der Harnorgane

Manganum sulfuricum

Anwendungsgebiete: Bleichsucht und Blutarmut; entzündliche Katarrhe; Nervenschwäche

Wie verträgt sich die Biochemie mit anderen Heilverfahren bzw. Heilmitteln?

Zitat
Alle Naturheilmethoden haben in gleicher Weise das Ziel, die Störungen der Zellenfunktion, die wir als das Wesen der Krankheit kennengelernt haben, wieder zu beseitigen, also die normale, d.h. gesunde Lebensbetätigung des Zellstaates auf natürliche Weise wieder herbeizuführen; auf natürliche Weise, d.h. durch Stärkung der eigenen naturgegebenen Abwehrleistung des Körpers gegen die Krankheiten, durch Unterstützung und Kräftigung des uns vom Schöpfer eingepflanzten Lebens- und Gesundungswillens. Man muß diese grundsätzliche dogmatische Zielsetzung der Naturheilmethoden sehr ernst und gründlich durchdenken, um den wahren Sinn und Inhalt der Naturheilmethoden zu erfassen.

 

Aus diesen Feststellungen ergibt sich aber, daß eine, selbstverständlich sinnvolle und mit Auswahl erfolgende gemeinsame Anwendung von Mitteln und Maßnahmen der Naturheilmethoden mit der Biochemie dem Heilungsprozeß durchaus förderlich ist.

Mit einer biochemischen Kur - nachstehendes gilt sowohl für akute als auch chronische Leiden - können also unbedenklich verbunden werden:

blaue_Kugel Verordnungen der Homöopathie; denn auch die Homöopathie ist als Reiz-Therapie den Naturheilverfahren zuzurechnen: Sie verstärkt durch ihre hochverdünnten Mittel den in der Krankheit liegenden Reizzustand, der die Gesundung bereits einleitet.

blaue_Kugel Alle biophysikalischen Anwendungen, also Wasser, Sonne, Luft, Licht, Wärme, Atmung, Gymnastik, Massage, Bewegung, Bestrahlungen (keine Röntgenstrahlen).

Vitamin C Phaona mit Langzeitwirkun g


 
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