Homepage
vorwärts
Inhaltsverzeichnis
zurück
empfohlener webshop
 

 

Ubichinon Q10 bei Sauerstoffunterversorgung

Radikalfänger - Energieaktivator - Membranstabilisator

VIII

Q10 nimmt eine Sonderrolle unter den Antioxidantien ein

Diese leuchtend gelbe Substanz wurde erstmalig 1955 von F. Crane aus Mitochondrien von Rinderherzen isoliert und 1957 von K. Folkers strukturaufgeklärt. Heute stehen ausreichende Q10 Mengen zur Verfügung, die aus Pflanzen oder durch Fermentation gewonnen wurden.

Ubichinon Q10 wird vorwiegend von den Zellen des Körpers selbst synthetisiert (endogene Substanz). Mit der Nahrung werden nur geringe Mengen (2-3 mg/Tag) aufgenommen. Im Laufe der über vierzigjährigen Forschung wurde nachgewiesen, daß Ubichinon Q10 auf zellulärem Niveau gleich mehrfache vitale Funktionen hat (5, 8, 9), (23).

Ubichinon Q10 ist multifunktional

Ubichinon Q10 ist wesentliches endogenes Antioxidans der Lipidphase.

Q10 ist bisher das einzige bekannte endogene Antioxidans, das lipidlöslich (fettlöslich) ist. Daher ist Q10 mit der wichtigste Schutzfaktor der Zellmembranen, deren Grundgerüst ausschließlich aus Lipiden und Proteinen besteht. Da sowohl die Kommunikationssysteme (Ionenkanäle, Gap Junctions) als auch die Energiebildung der Zelle in den Membranen lokalisiert sind, schützt Q10 somit auch diese essentiellen Zellfunktionen des Organismus.

Q10 kann in einer oxidierten (Chinon) und in einer reduzierten Form (Hydrochinon oder Chinol) vorliegen und entspricht insofern einem Redoxsystem (Abb.5). Als Hydrochinon weist Q10 eine stark antioxidative Wirkung auf (29).

Auch die aus zehn Isoprenresten bestehende Seitenkette des Coenzym Q10 hat Radikalfängerfunktion; an jeder Doppelbindung kann ein Radikal (vorwiegend Hydroxylradikale) abgefangen werden (Abb.6). Isopren ist übrigens kürzlich als Waschmittel der Atmosphäre erkannt worden; es wird von Pflanzen bei Hitze abgegeben.

Q10_und_Freie_Radikale

Abb.5: oxidierte (Quinon) und reduzierte Form (Quinol) von Q10

Chemischer_Aufbau_von_Ubichinon

Abb.6: Ubichinon Q10 : Seitenkette bestehend aus 10 Isoprenyleinheiten als

Radikalfänger

Die starke antioxidative Wirkung wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen:

  • Forsmark-Andrèe und Ernster (1993) (16) zeigten an isolierten Mitochondrien (Energiezentralen der Zelle) aus Leberzellen von Ratten, daß Q 10 Phospholipide und Proteine der Membranen sowie die DNA vor oxidativer Schädigung schützt.
  • Battino et al. (1991) (2) wiesen die schützende Wirkung von Q10 speziell in bezug auf biologische Membranen nach: wenn Q10 Zellkulturen zugesetzt wird, ist die Überlebensrate dieser Zellen nach einem oxidativen Angriff doppelt so hoch.
  • Stocker et al. (1991) (30) wiesen in ihrer Untersuchung nach, daß Plasma-Fettbestandteile (die Lipoproteine geringer Dichte - LDL), nach oxidativem Angriff zuerst ihr gespeichertes Vitamin C und Ubichinon verbrauchen, bevor vermehrt Lipidperoxidationsprodukte (Verbindungen von Radikalen mit den Fettbestandteilen) entstehen. Wurden den LDL in vitro Vitamin C und Ubichinon zugeführt, so war die Bildung von Peroxidationsprodukten deutlich verringert.
  • Die antioxidative Wirkung von Q10 wurde speziell bei Lipoproteinen geringer Dichte (LDL), die einem Radikalangriff ausgesetzt waren, auch von Landi et al. (1987) (22) nachgewiesen.
  • In der Neonatologie, der Neugeborenenmedizin, wird das Risiko oxidativen Stresses eingehend studiert (20). Finckh et al. (1995) (13) entwickelten eine Methode (HPLC-Technik), um die Konzentration von Antioxidantien wie Ubichinon in Blutplasma von gesunden und kranken / unreifen Neugeborenen zu bestimmen. Ziel ihrer Untersuchungen ist es, aufgrund der Werte Rückschlüsse auf oxidative Stressfaktoren bei Neugeborenen ziehen zu können.
Q10 hat direkten Einfluß auf den Energiestoffwechsel (Metabolismus) von Geweben

Als Coenzym der Atmungskette (chemischer Prozeß zur Energiegewinnung) ist Q10 direkt an der Energiegewinnung der Zellen beteiligt.

Diese Energiekomponente hebt Q10 von allen anderen Antioxidantien wesentlich ab.

Q 10 ist Bestandteil aller Zellmembranen und reguliert die Membranfluidität

Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Zelle durch eingelagertes Q10

Uellaufbau_und_Ubichinon

Zellmembranen sind keine starren Strukturen, sondern sie besitzen eine spezifische Dynamik, die für das Funktionieren von Transportmechanismen in der Membran unerlässlich ist (10). Ionenkanäle und sogenannte Gap-junctions sind kommunikative Verbindungen zwischen den Zellen, die den Stoffaustausch und Informationsaustausch von einer Zelle zur anderen gewährleisten. Je nach Situation müssen sie sich öffnen und wieder schließen können. Diese Beweglichkeit ist aber nur möglich, wenn die Zellmembran selbst fluide, d.h. beweglich ist. Ubichinon Q10 als endogenes lipidlösliches Antioxidans ist ständig in den Membranen präsent (Abb.7) und unterstützt als integraler Membranbestandteil die Dynamik der Membranen (10), (23).

Q10-Beweglichkeit in der LIpiddoppelschicht der Zellmembran

Abb.7: Ubichinon Q10-Beweglichkeit in der Lipiddoppelschicht
der Zellmembran (nach Littarru 1995) (23)

Insofern wirkt O10 sowohl metabolisch (im Sinne einer Aktivierung des
Energiestoffwechsels) als auch antioxidativ.
Wir bezeichnen deshalb Q10 als sogenannte "METOX" - Substanz.

Ausführlich über Q10 im Q10-Buch - hier klicken -

Q10 Phaona Premium