Die Ergebnisse der angegebenen
Studien verdeutlichen das präventive Potential von Antioxidantien
und speziell von Q10 in seiner Multifunktion bei ischämischen
Reperfusionen. Reperfusionsschäden können durch die Substanzen
Vitamin C, Selen und insbesondere Q10 verringert oder gar unterbunden
werden.
Auch unter Sauerstoffanwendung
bei Hypoxie kommt es wie bei ischämischen Reperfusionen zu einer
vermehrten Radikalbildung; Reperfusionsschäden können auch
hier die Folge sein.
Deshalb
sollte
a) die
Sauerstofftherapie Hand in Hand gehen mit Präventivmaßnahmen
zum Schutz vor freien Sauerstoffradikalen;
b) das
Antioxidative Orchester in dem Maße gestärkt und aufgebaut
werden, daß die Antioxidantien ausreichen, sich mit den gebildeten
ooRadikalen die Waage zu halten, um
so der vermehrten Radikalbildung adäquat begegnen zu können;
c)
durch die Gabe von Antioxidantien
gewährleistet werden, daß eine kurzzeitige Besserung
der Symptome sauerstoffunterversorgter Gewebe oonicht
mit langfristigen Schädigungen durch Sauerstoffradikale erkauft
werden.
Daraus leitet sich ab, daß
Sauerstofftherapien nur unter einer vorherigen Zufuhr von Antioxidantien
durchgeführt werden sollten: Die Antioxidantiengabe von Vitamin
C, Selen und speziell von Q10 als METOX-Substanz sollte etwa 2-4 Wochen
vor einer Sauerstofftherapie zwingend erfolgen.
Insbesondere
Ohlenschläger (25)
fordert in diesem Zusammenhang: „Bei der Anwendung
fast aller Sauerstofftherapien sollte Q 10 substituiert werden, so
z.B. bei:
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normobaren, inhalativen Sauerstofftherapien
hyperbaren, inhalativen Sauerstofftherapien
Ozon-Therapien in der großen und
kleinen Eigenblutbehandlung
Ozon-Begasungstherapien
im Rahmen der hämatogenen Oxidationstherapien
und Modifikationen
Oxyvenierungstherapien."
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„Die Substitution von Q 10 wegen
seines wichtigen Stellenwertes bei der Zellatmung in allen Mitochondrien
stellt eine wesentliche Bereicherung der Bemühungen der orthomolekularen
Medizin dar, den Menschen bis ins hohe Alter vital, gesund und leistungsfähig
zu halten."
Eine antioxidative Korrektur mit
Radikalfängern wie Vitamin C, Selen und Coenzym Q10 kann vor
einer Sauerstofftherapie dazu beitragen:
mögliche Schädigungen durch Sauerstoffradikale zu verhindern,
die bei Sauerstofftherapien vermehrt gebildet werden (21)
(Tab.1, Abb.4);
das Immunsystem zu stärken.
Dies ist insofern von Bedeutung als der Selbstschutz von Freßzellen
(Phagozyten) des Körpers bei sehr hohen ooRadikalbelastungen
aufgegeben wird und die Zellen infolge der aufgenommenen toxischen
Sauerstoffverbindungen zugrunde gehen. Die ookörpereigene
Abwehr wird dadurch erheblich geschwächt. Die zusätzliche
Gabe von Antioxidantien kann dem entgegenwirken (21).
ausreichende Durchblutungsverhältnisse in den betroffenen
Geweben wiederherzustellen und somit eine verbesserte therapeutische
ooWirksamkeit der Sauerstofftherapie
zu erzielen. Für die therapeutische Wirksamkeit von Sauerstofftherapien
ist Grundvoraussetzung, daß die ooGefäße
für das Sauerstoff-angereicherte Blut ausreichend durchlässig
sind. Gerade aber Verschlußkrankheiten von Gefäßen
sind häufig ooUrsache des niedrigen
Sauerstoffgehaltes von Geweben. Durch Sauerstofftherapien allein
ist in diesen Fällen oft keine Besserung zu erzielen. ooEinige
Studien zu Q10 (17,
22, 23), (32)
zeigen, daß Q10 die Gefäße elastisch hält
und anti-atherogen wirkt. Auch wirkt Q10 positiv auf das ooFließverhalten
des Blutes. In diesem Zusammenhang könnte Q10 bei Sauerstofftherapien
zur Wiederherstellung ausreichender 00Durchblutungsverhältnisse
beitragen, so daß Sauerstoff-angereichertes Blut wieder
vermehrt in die unterversorgten Gebiete gelangen kann.
die körpereigene Bildung von Antioxidantien zu aktivieren.
Als Anpassung an die Radikalenbelastung durch Sauerstofftherapien
werden ooverstärkt auch vom
Körper selbst antioxidative Enzyme wie die selenabhängige
Glutathionperoxidase synthetisiert. Deren Aktivität kann
sich ooaber nur bei ausreichender
Versorgung mit dem Spurenelement SELEN entfalten.
Da der Mitteleuropäer durchschnittlich
weniger als das Minimum an SELEN pro Tag über die Nahrung
zu sich nimmt, sollte durch die Nahrungsergänzung mit organisch
gebundenem Selen ein Ausgleich geschaffen werden.
dem Antioxidantienmangel bei Tumorpatienten abzuhelfen. In der
Tumortherapie kann durch zusätzliche Sauerstoffanwendung
die ooRadikalenbildung gesteigert
und somit oft eine Wachstumshemmung der Tumoren erreicht werden.
An dem Antioxidantienmangel, der bei ooTumorpatienten
charakteristisch ist, ändert sich allerdings nichts bzw.
er wird in manchen Fällen verstärkt.
Von einer zusätzlichen Antioxidantiengabe
sind zu erwarten (21):
Stabilisierung des körpereigenen Abwehrsystems durch Aktivierung
der Freßzellenaktivität
erhöhte Resistenz von Normalzellen
gegenüber der Schädigung durch freie Radikale
Stabilisierungen der Basalmembranen (bei
ausreichendem Vitamin C-Gehalt können Malignome (Tumoren
der Hautepithelien) sie nicht oodurchbrechen
und sich somit nicht ins Bindegewebe ausbreiten)
Aktivierung sogenannter Tumornekrosefaktoren
(tumorzerstörende Substanzen) von Phagozyten
Aktivitätssenkung von Wachstumsfaktoren
Das Antioxidans Q10 wirkt bei Sauerstofftherapien
zum einen als Radikalfänger. In dieser Funktion schützt
es den Körper vor Schädigungen durch Radikale und
unterstützt dadurch Gefäßerweiterungsmaßnahmen.
Als Bestandteil der Atmungskette sorgt Q10 zum anderen für
eine erhöhte Energiebildung in dem unterversorgten Gewebe.
So wiesen Folkers et al. 1982 (15)
nach, daß sich bei Krebspatienten nach zusätzlicher
Q10 Zufuhr die spezifischen Abwehrzellen (Lymphozyten) und die
Immunglobuline G im Blut erhöhen. In
einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden,
daß sich das Allgemeinbefinden von Tumorkranken unter
Q10 Zufuhr deutlich verbessert und bei einigen Patienten sogar
eine Rückbildung des Tumors erfolgt (14).
Beide Funktionen des Q10
gewährleisten eine verbesserte Wirksamkeit von Sauerstofftherapien.
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