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Coenzym Q10 und Sauerstofftherapien

Antioxidantien haben hohes präventives Potential

XIII

Die Ergebnisse der angegebenen Studien verdeutlichen das präventive Potential von Antioxidantien und speziell von Q10 in seiner Multifunktion bei ischämischen Reperfusionen. Reperfusionsschäden können durch die Substanzen Vitamin C, Selen und insbesondere Q10 verringert oder gar unterbunden werden.

Auch unter Sauerstoffanwendung bei Hypoxie kommt es wie bei ischämischen Reperfusionen zu einer vermehrten Radikalbildung; Reperfusionsschäden können auch hier die Folge sein.

Deshalb sollte

a) die Sauerstofftherapie Hand in Hand gehen mit Präventivmaßnahmen zum Schutz vor freien Sauerstoffradikalen;

b) das Antioxidative Orchester in dem Maße gestärkt und aufgebaut werden, daß die Antioxidantien ausreichen, sich mit den gebildeten ooRadikalen die Waage zu halten, um so der vermehrten Radikalbildung adäquat begegnen zu können;

c) durch die Gabe von Antioxidantien gewährleistet werden, daß eine kurzzeitige Besserung der Symptome sauerstoffunterversorgter Gewebe oonicht mit langfristigen Schädigungen durch Sauerstoffradikale erkauft werden.

Daraus leitet sich ab, daß Sauerstofftherapien nur unter einer vorherigen Zufuhr von Antioxidantien durchgeführt werden sollten: Die Antioxidantiengabe von Vitamin C, Selen und speziell von Q10 als METOX-Substanz sollte etwa 2-4 Wochen vor einer Sauerstofftherapie zwingend erfolgen.

Insbesondere Ohlenschläger (25) fordert in diesem Zusammenhang: „Bei der Anwendung fast aller Sauerstofftherapien sollte Q 10 substituiert werden, so z.B. bei:

  • normobaren, inhalativen Sauerstofftherapien
  • hyperbaren, inhalativen Sauerstofftherapien
  • Ozon-Therapien in der großen und kleinen Eigenblutbehandlung
  • Ozon-Begasungstherapien
  • im Rahmen der hämatogenen Oxidationstherapien und Modifikationen
  • Oxyvenierungstherapien."
  • „Die Substitution von Q 10 wegen seines wichtigen Stellenwertes bei der Zellatmung in allen Mitochondrien stellt eine wesentliche Bereicherung der Bemühungen der orthomolekularen Medizin dar, den Menschen bis ins hohe Alter vital, gesund und leistungsfähig zu halten."

    Eine antioxidative Korrektur mit Radikalfängern wie Vitamin C, Selen und Coenzym Q10 kann vor einer Sauerstofftherapie dazu beitragen:

    blaue_Kugel mögliche Schädigungen durch Sauerstoffradikale zu verhindern, die bei Sauerstofftherapien vermehrt gebildet werden (21) (Tab.1, Abb.4);

    blaue_Kugel
    das Immunsystem zu stärken. Dies ist insofern von Bedeutung als der Selbstschutz von Freßzellen (Phagozyten) des Körpers bei sehr hohen ooRadikalbelastungen aufgegeben wird und die Zellen infolge der aufgenommenen toxischen Sauerstoffverbindungen zugrunde gehen. Die ookörpereigene Abwehr wird dadurch erheblich geschwächt. Die zusätzliche Gabe von Antioxidantien kann dem entgegenwirken (21).

    blaue_Kugel ausreichende Durchblutungsverhältnisse in den betroffenen Geweben wiederherzustellen und somit eine verbesserte therapeutische ooWirksamkeit der Sauerstofftherapie zu erzielen. Für die therapeutische Wirksamkeit von Sauerstofftherapien ist Grundvoraussetzung, daß die ooGefäße für das Sauerstoff-angereicherte Blut ausreichend durchlässig sind. Gerade aber Verschlußkrankheiten von Gefäßen sind häufig ooUrsache des niedrigen Sauerstoffgehaltes von Geweben. Durch Sauerstofftherapien allein ist in diesen Fällen oft keine Besserung zu erzielen. ooEinige Studien zu Q10 (17, 22, 23), (32) zeigen, daß Q10 die Gefäße elastisch hält und anti-atherogen wirkt. Auch wirkt Q10 positiv auf das ooFließverhalten des Blutes. In diesem Zusammenhang könnte Q10 bei Sauerstofftherapien zur Wiederherstellung ausreichender 00Durchblutungsverhältnisse beitragen, so daß Sauerstoff-angereichertes Blut wieder vermehrt in die unterversorgten Gebiete gelangen kann.

    blaue_Kugel die körpereigene Bildung von Antioxidantien zu aktivieren. Als Anpassung an die Radikalenbelastung durch Sauerstofftherapien werden ooverstärkt auch vom Körper selbst antioxidative Enzyme wie die selenabhängige Glutathionperoxidase synthetisiert. Deren Aktivität kann sich ooaber nur bei ausreichender Versorgung mit dem Spurenelement SELEN entfalten.

    Da der Mitteleuropäer durchschnittlich weniger als das Minimum an SELEN pro Tag über die Nahrung zu sich nimmt, sollte durch die Nahrungsergänzung mit organisch gebundenem Selen ein Ausgleich geschaffen werden.

    blaue_Kugel dem Antioxidantienmangel bei Tumorpatienten abzuhelfen. In der Tumortherapie kann durch zusätzliche Sauerstoffanwendung die ooRadikalenbildung gesteigert und somit oft eine Wachstumshemmung der Tumoren erreicht werden. An dem Antioxidantienmangel, der bei ooTumorpatienten charakteristisch ist, ändert sich allerdings nichts bzw. er wird in manchen Fällen verstärkt.

    Von einer zusätzlichen Antioxidantiengabe sind zu erwarten (21):

    rotes_Kennzeichen Stabilisierung des körpereigenen Abwehrsystems durch Aktivierung der Freßzellenaktivität

    rotes_Kennzeichen erhöhte Resistenz von Normalzellen gegenüber der Schädigung durch freie Radikale

    rotes_Kennzeichen Stabilisierungen der Basalmembranen (bei ausreichendem Vitamin C-Gehalt können Malignome (Tumoren der Hautepithelien) sie nicht oodurchbrechen und sich somit nicht ins Bindegewebe ausbreiten)

    rotes_Kennzeichen Aktivierung sogenannter Tumornekrosefaktoren (tumorzerstörende Substanzen) von Phagozyten

    rotes_Kennzeichen Aktivitätssenkung von Wachstumsfaktoren

    Das Antioxidans Q10 wirkt bei Sauerstofftherapien zum einen als Radikalfänger. In dieser Funktion schützt es den Körper vor Schädigungen durch Radikale und unterstützt dadurch Gefäßerweiterungsmaßnahmen. Als Bestandteil der Atmungskette sorgt Q10 zum anderen für eine erhöhte Energiebildung in dem unterversorgten Gewebe.

    So wiesen Folkers et al. 1982 (15) nach, daß sich bei Krebspatienten nach zusätzlicher Q10 Zufuhr die spezifischen Abwehrzellen (Lymphozyten) und die Immunglobuline G im Blut erhöhen. In einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden, daß sich das Allgemeinbefinden von Tumorkranken unter Q10 Zufuhr deutlich verbessert und bei einigen Patienten sogar eine Rückbildung des Tumors erfolgt (14).

    Beide Funktionen des Q10 gewährleisten eine verbesserte Wirksamkeit von Sauerstofftherapien.

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