II
|
Der Begriff Ischämie bezeichnet eine Minderdurchblutung von Körpergewebe, die verschiedenste Ursachen haben kann (Tab.1). Ischämien führen zu einer Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) der betroffenen Gewebe. Hierdurch kann es zu einem Abfall des Energiestoffwechsels und damit zu einer Einschränkung der jeweiligen Gewebsfunktion kommen. Medizinische Behandlungen ischämischer Gewebe zielen daher darauf ab, durch eine Wiederdurchblutung (Reperfusion) möglichst rasch das Sauerstoffdefizit zu beheben, um so die Gewebsfunktionen wieder zu stabilisieren (Tab.2). Die Reperfusion hat jedoch auch eine Kehrseite: Sauerstoff kann auf ischämisches Gewebe toxisch wirken und hier zu einer Vielzahl von Schädigungen führen. Die Vermeidung dieser sogenannten „Reperfusionsschäden" muß daher bei der Behandlung von Ischämien unbedingt mit einbezogen werden. Tab.1: Ursachen für Ischämien
Tab.2: Arten der Reperfusion nach Ischämie
|