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Krebs

Kanzerogene als Faktoren der Krebsentstehung

VI

Offenbar können unterschiedliche exogene Faktoren, aber auch spontan auftretende genetische Veränderungen, den Prozeß der Kanzeregonese vorantreiben. Faktoren, deren Einwirkung auf den Organismus zur Entstehung maligner Tumoren oder Leukämien führt - wie

chemische Verbindungen exogener und endogener Herkunft
UV-Licht,
ionisierende Strahlen,
Sauerstoffradikale,
N-Nitroso-Verbindungen

werden als Kanzerogene bezeichnet. Sie sind fast immer auch Mutagene und reagieren mit der zellulären DNA.

Werden von diesen kanzerogenen Substanzen Proto-Krebsgene oder Suppressorgene beschädigt, so entwickeln diese Gene eine „entfesselte" Aktivität, die wiederum für das undisziplinierte Verhalten von Krebszellen verantwortlich ist. Die entstehenden Strukturveränderungen der DNA können entweder, wie oben beschrieben, die Ausprägung qualitativ oder quantitativ veränderter Proteine mit veränderten Eigenschaften bewirken (Aktivierung von Proto-Onkogenen) oder aber spezifische Gene funktionell inaktivieren (v.a. Suppressorgene).

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