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Krebs

Q10 als Schutzfaktor bei konventionellen Tumortherapien

XI

Schutz vor Nebenwirkungen durch Q10 bei Chemotherapie

Bei bestimmten Tumorarten gilt die Behandlung mit zytotoxischen Substanzen (Zytostatika bzw. Chemotherapeutika) als wirksamste Waffe gegen Krebs. Meistens kommt es unter einer Zytostatikabehandlung zur vermehrten Radikalbildung, was die antioxidative Kapazität des Körpers erheblich herabsetzt. In Folge treten schwere Nebenwirkungen auf.

Durch gezielte Gabe des Antioxidans Q10 können solche toxischen Nebenwirkungen vermindert bzw. die Dosisverträglichkeit von Zytostatika erhöht werden.

Iarussi et al. (15) führten eine kontrollierte Studie an insgesamt 20 Kindern mit akuter lymphoblastischer Leukämie bzw. Non-Hodgkin-Lymphom durch. Alle Kinder wurden mit Anthracyclinen behandelt. 10 der Kinder erhielten zusätzlich Q10 (240 bzw. 252 mg/m2). Es wird in dieser Studie festgestellt, daß Q10 kardiotoxische Nebenwirkungen des Chemotherapeutikums verhindert: Verschiedene echokardiographische Methoden zeigen, daß die kontraktile Funktion des linken Ventrikels deutlich stabiler ist bei Kindern, die zusätzlich Q10 erhielten.

An Rattenlebern wird von Valls et al. (27) ebenfalls der schützende Effekt des Q10 vor Schäden des Zytostatikums Adriamycin nachgewiesen. Das Abfangen freier Radikale speziell in der inneren Mitochondrienmembran durch Q10 scheint nach Ansicht der Autoren ausschlaggebend zu sein für die bessere Energiegewinnung der Zellen unter Adriamycinbehandlung.

In der 1993 durchgeführten Studie von Kishi et al. (18) wird an Zellkulturen von Mausfeten die herzstimulierende Wirkung von Q10 festgestellt. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, daß dieser positiv chronotrope und inotrope Effekt des Q10 nicht durch Taxol blockiert wird. Taxol wird als Chemotherapeutikum angewandt; es führt zu einer Reduktion der Herzfrequenz, so daß das Ergebnis von Kishi et al. ebenfalls im Hinblick auf die Ausschaltung von Nebenwirkungen am Herzen durch zusätzliche Behandlung mit Q10 interessant erscheint.

Wesentliches Kriterium der Chemotherapie ist darüber hinaus, daß die Synthese von Immunglobulinen gehemmt wird. Auch in diesem Zusammenhang erscheint die Zufuhr von Q10 sinnvoll, da das Immunsystem durch Q10 aktiviert wird (12, 13)

Q10 als Radikalfänger bei Strahlentherapie und Hyperthermie

Viele Krebsarten sind strahlensensitiv, wie beispielsweise das Retinoblastom (14). Durch Bestrahlung wird es in ein inaktives Narbengewebe umgewandelt. Zu hohe Strahlenbelastung kann jedoch wieder als auslösendes Moment einer späteren weiteren Tumorbildung fungieren (14) - denn die Strahlentherapie selbst ist wiederum ein Kanzerogen. Auslösender Faktor hierbei ist wieder eine vermehrte Radikalbildung, die zu Mutationen führen kann (19, 23).

Die Zuführung von Q10 könnte auch hier einer „Erschöpfung" der antioxidativen Schutzsysteme des Körpers vorbeugen.

Dies gilt auch für die Heilmethode der künstlichen Hyperthermie (von außen hervorgerufene Erhöhung der Körpertemperatur), die ebenfalls auf der Bildung freier Radikale beruht.


Operationen von Tumoren

Die positive Wirkung einer Q10 Zuführung sowohl direkt auf den Verlauf der Operation als auch auf den postoperativen Krankheitsverlauf erklärt sich in zweierlei Hinsicht:

- Während einer Operation kommt es zur vermehrten Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und dadurch zu einer erhöhten Radikalbelastung im Körper. Q10 wirkt hier als Radikalfänger.
- Bei chirurgischen Eingriffen wird das körpereigene Immunsystem stark gefordert
und beansprucht. Q10 aktiviert sowohl das unspezifische als auch das spezifische
Immunsystem. (12, 13)

 

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