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Mikroangiopathien bei Diabetes mellitus

XII

Welche Spätfolgen können sich einstellen?

Es ist notwendig, sich die möglichen Spätfolgen vor Augen zu halten.

Mikroangiopathien Schäden an den kleinsten Gefäßen

Auswirkungen:

  1. Im Gewebe:
    Erhöhte Bluzuckerspiegel führen zu Zucker-Eiweiß-Verbindungen im Gewebe und dort zu Strukturveränderungen und damit Änderungen der Gewebsfunktion. Insbesondere sind die Kapillaren der Niere und der Augenhintergrund betroffen.
  2. Im Blut:
    Bei erhöhten Blutzuckerwerten gibt das Hämoglobin (Bestandteil der roten Blutkörperchen, den Erythrozyten) als Sauerstofftransporteur den Sauerstoff zur Energieverbrennung schlechter ab. Grund: Die Verzuckerung des Hämoglobins.
  1. Die Verformbarkeit der Erythrozyten nimmt ab. Folge: Sie können die Kapillaren schlechter passieren; dadurch kommt es zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Zelle.
  2. Thrombozyten (Blutplättchen) verklumpen bei erhöhtem Zuckerspiegel. Folge: Die Fließeigenschaft des Blutes wird gestört; dadurch kommt es zu einer Mangeldurchblutung der Kapillaren und Schädigung der großen Blutgefäße durch Anhaftung von Klumpen aus Blutplättchen an die Gefäßwand. Hiermit wird die Anlagerung von Cholesterin gefördert: Folge: Entstehung der Arteriosklerose
  3. Leukozyten (weiße Blutkörperchen) verlieren als Abwehrzellen bei chronischer Überzuckerung (Hyperglykämie) an Durchschlagskraft. Folge: Infektionsanfälligkeit, schlechte Wundheilung, leichte Entzündbarkeit der Wunden.

    Fazit:

Veränderte Fließeigenschaft des Blutes, verminderte Sauerstoffversorgung des Gewebes im Bereich der kleinsten Blutgefäße und Zucker-Eiweiß-Verbindungenan derZelloberfläche sind verantwortlich für Mikroangiopathien.

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