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Ubichinon Q10 und Angina pectoris

Reduzierung der Anfälle und der Nitroglyzerin-Einnahme

VI

Bei dieser Krankheit kann das Herzgewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, was meist an einer Blockade der Koronararterien liegt. Starke Kälte, physische Überanstrengung und sogar emotionaler Streß können ein erhöhtes Maß an Sauerstoffbedarf mit sich bringen. Der Grund für alle verschiedenen Arten von Angina ist generell, daß die Nachfrage an Sauerstoff das Angebot übersteigt.

Die meisten Angina-Symptome werden durch Artherosklerose, eine erhöhte Bildung von cholesterinbeladenen Blutplättchen, ausgelöst, wodurch der Sauerstofffluß zum Herzen gestört wird. Dies hängt oft mit dem Alterungsprozeß zusammen. Die hier angewandten Medikamente - wie Nitroglyzerin, Beta-Blocker oder blutverdünnende Mittel wie Aspirin - können die Lebensqualität erhöhen; dennoch ist auch bei diesen Medikamenten die Gefahr von Nebenwirkungen sehr hoch, viele Patienten vertragen keines dieser Mittel. Hier kommt Q10 ins Spiel.

Sinatra (Q10-Forscher und Kardiologe) zitiert eine Studie von Dr. T. Kamikawa, bei der man herausfand, daß bei einer Tagesdosis von 150 mg Q10 Verbesserungen in folgenden Bereichen festgestellt werden konnten: - Reduzierung der Anginaanfälle; - eine 54 %ige Reduzierung der Einnahme von Nitroglyzerin; - eine Zunahme der Belastbarkeit auf dem Fahrrad-Ergometer.

F. Schardt et al. fertigten 1994 eine Studie an, für die sie 15 Patienten entweder mit 600 mg Q10, Placebos oder Medikamenten (Beta-Blocker und Nitrate) behandelten. Bei Streß-Test-EKG’s wurde bei den mit Q10 behandelten Patienten die gleiche Leistungssteigerung festgestellt, wie bei jenen, die Medikamente erhielten; wobei allerdings zu betonen ist, daß Q10 absolut nebenwirkungsfrei, andererseits z.B. Beta-Blocker nebenwirkungsbehaftet sind.

Es ist jedoch auch hier noch nicht genau geklärt, warum eine solche Zunahme der Leistungsfähigkeit gewährleistet ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Fakt ist, daß Q10 einen positiven Einfluß auf die oxidative Phosphorylierung hat, den Prozeß, bei dem die Energie des Stoffwechsels für die Zellfunktionen freigesetzt wird. Auch könnten die Fähigkeiten zur Membranstabilisierung und der Bekämpfung von freien Radikalen Gründe sein. Doch auch hier sei noch eine genauere Untersuchung unter Zuhilfenahme von Placeboversuchen notwendig, so Sinatra.

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