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XI

Die Altershaut

Was bedeutet Altern?

Das Grundlegende des Vorgangs des Alterns ist eine fortschreitende Eintrocknung der Gewebe mit einer entsprechenden Gewebeverdichtung. Dieser Eintrocknungsprozeß ist ein Gesetz des Alterns. Die allgemeine Ursache und der Grund für das Altern von Zellen und Geweben wird in einer Erstarrung und Verfestigung der Biokolloide gesehen. Die zunehmende Verdichtung des Protoplasmas führt zu einer fortschreitenden Hemmung der lebensnotwendigen Stoffwechselvorgänge. Mit diesen Vorgängen vollzieht sich in der dispersen Phase parallel ein gewisser Wasserentzug, den man auch Dehydratation nennt.

Für die Ernährung der Zellen und des Gewebes hat der Zustand der Membran der Kapillaren, die von einem feinen Häutchen umgeben sind, eine ausschlaggebende Bedeutung. Wenn sich dieses Häutchen durch die obigen Vorgänge verdickt ist, dann wird die Ernährung der Zellen und des Gewebes erschwert, möglicherweise sogar verhindert. Die Zellen erleiden eine Atrophie des Alterns. Sie schwinden, sie sterben ab. Es kommt zu einer Verödung des Kapillarsystems. Damit einher geht eine deutliche Verlangsamung der Stoffwechselvorgänge.

Dies hat weitreichende Folgen; denn sobald die Zell- oder Plasmakolloide instabil werden, fällt ein Großteil schwerlöslicher Substanzen wie Lipide, Cholesterine, Calciumverbindungen u.a. aus. Eine Folge sind die häufig leidvollen Alterserscheinungen.

Die oben erwähnte Eintrocknung des Gewebes ist mit einer Zunahme des Stickstoffgehaltes eben dort verbunden. Da durch die Wasserverarmung die Niederschlagsbildung im Gewebe gefördert wird, beeinflußt dieser Prozeß wiederum den Verdichtungsprozeß der Zellsubstanz. Eine Anhäufung von zellfremden Schlackenstoffen beeinträchtigt den Zustand der Zellen und des Gewebes im Sinne eines noch stärkeren Ausfällungsprozesses.

Da eine jugendliche als normal anzusehende Haut aus den oben stark vereinfacht dargestellten Gründen heraus aufnahmefähiger ist für Wirkstoffe, sollten wir frühzeitig damit beginnen, ihr Nährstoffe zuzuführen, die das Überleben der Zellen und des Gewebes fördern. Ein solcher Wirkstoff ist fraglos das Coenzym Q10. Wir müssen uns dabei ständig der Tatsache bewußt sein, daß die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Haut mit zunehmender Verhornung abnimmt. Zunahme der Verhornung ist aber gleichbedeutend mit geringerer Aufnahmefähigkeit heilender Substanzen.

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Das generelle Altern der Haut

Die Haut ist wohl das Organ, das von uns allen der intensivsten Pflege unterzogen wird. Dies ist auch verständlich, denn durch seine Sichtbarkeit nach außen wird die natürliche Eitelkeit des Menschen gefordert. Sie ist aber auch das Organ, an dem sich am offensichtlichsten der Fortgang des Alterungsprozesses äußerlich ablesen läßt. Frau Doktor Martina Steinhardt stellt in ihrem Buch über das Altern aber nicht zu Unrecht fest:

Bei der Einschätzung des Alters anhand der sichtbaren Haut "kommt es oft zu groben Fehleinschätzungen, und nicht einmal ein erfahrener Gerontologe kann einen fremden Menschen auf den ersten Blick zutreffend einschätzen. Leider machen wir - und die Kosmetikindustrie - den Fehler zu glauben, man hätte das ganze Problem bereits gelöst, indem man das Altern der Haut aufhielte. Jung auszusehen ist nicht gleichbedeutend mit jung sein.

Unsere Haut, eines unserer wichtigsten Atem-, Stoffwechsel- und Schutzorgane, macht im Laufe unseres Lebens eine grundlegende Entwicklung durch. Zur Pubertätszeit durchläuft sie einen Wechsel von der zarten, pfirsichglatten, gerade flaumbehaarten Kinder- zur grobporierigen, sekundär geschlechtsspezifisch behaarten Erwachsenenhaut. Die hormonelle Umstellung des Körpers während der Geschlechtsreife läßt die Talgdrüsen mehr Fett absondern, und in vielen Fällen kommt es durch diese Überproduktion zu Verstopfung der Poren und Entzündung, was als Jugendakne bezeichnet wird. Je nachdem, wie gut die Haut mit diesen Problemen fertig wird, leidet der eine mehr, der andere weniger unter dieser Akne. Doch am Ende der Pubertät, wenn sie endlich abheilt, hinterläßt sie meist schon bleibende Spuren.

Man unterscheidet primär drei Hauttypen, die in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit altern: die fette, die trockene und die Mischhaut.

Während die trockene Haut schöner aussieht und meist auch mit den Problemen der Entwicklungsjahre besser fertig wird, verliert sie schon früh an Feuchtigkeit und wird daher viel eher Falten bilden. Denn die Faltenbildung, senile Elastose genannt, ist das hauptsächliche Alterungsmerkmal.

Die fette Haut hingegen, die während der Pubertät zu Akne neigt, erhält sich die Feuchtigkeit besser und bewahrt sich dadurch viel länger ein jugendlich-glattes Aussehen.

Da die Haut ein sich ständig regenerierendes Organ ist, besitzt sie einen intensiven Stoffwechsel. Die Kollagen- und Elastinfasern unterliegen einer ständigen Erneuerung. Sie werden in regelmäßigen Abständen auf- und abgebaut. Mit zunehmendem Alter jedoch verlängern sich diese Auf- und Abbauzeiten und werden unregelmäßiger. Und da die langen Kollagenfasern zu Quervernetzungen neigen und dadurch noch größer und schwieriger abbaubar werden, verlangsamt sich die Umsatzzeit noch mehr. Es wird also ein lawinenartiger Prozeß in Gang gesetzt: Der Kollagenumsatz wird unregelmäßig und langsamer - die Fasern haben plötzlich mehr Zeit sich zu vernetzen, bevor sie abgebaut werden - durch diese Quervernetzungen lassen sie sich noch schwerer entfernen, und es bildet sich eine Falte, die dann nicht mehr verschwindet."

Wie die Forschung ergeben hat, führen tiefgreifende Veränderungen in der Lederhaut (Dermis) zur Hautalterung. Beteiligt sind u.a. die Fibroblasten und eine Matrix aus verschiedenen Makromolekülen (z.B. Collagen, Elasten), die das Gerüst der Haut bilden. Spannkraft, Elastizität und jugendliche Ausstrahlung der Haut ist in erster Linie vom Zustand der Elastinfasern abhängig.

Im Alter wird nun weniger Elastin gebildet und die Aktivität des Enzyms Elastase, das Elastin abbauen kann, nimmt ab. Die Freisetzung von Elastase ist rezeptorvermittelt gesteuert. Elastinbruchstücke können sich an den Rezeptor heften und dadurch die vermehrte Bildung und Ausschüttung von Elastase fördern. Die vermehrt ausgeschüttete Elastase wiederum greift das noch intakte Elastin an, baut es ab zu Elastinbruchstücken. Dies wiederum bedeutet eine erneute Stimulation des Rezeptors. Damit ist quasi ein Teufelskreis in Gang gekommen.

Und nun noch einmal Frau Doktor Steinhardt: "Nun tritt die senile Elastose hauptsächlich an Hautstellen auf, die vermehrt der Sonne ausgesetzt sind: im Gesicht und an den Händen. Körperteile, die das ganze Jahr über mit Kleidung bedeckt sind, zeigen das ganze Leben hindurch kaum Alterungserscheinungen der Haut. Soll das nun bedeuten, daß die Sonne die Hautalterung verursacht und wir unser Leben lang verschleiert gehen wie die Araberinnen?. Wohl kaum. Denn, wie gesagt, machen dem Kind Sonne, Wind und Wetter gar nichts aus. Und das gut 15 Jahre lang. Das Altern findet also auch ohne äußere Einwirkungen statt, es wird durch diese lediglich beeinflußt.

Eine andere Alterserscheinung der Haut sind die braunen Pigmentflecken, die man an den Händen alter Menschen beobachten kann. Diese werden in der Medizin als Lipofuszingranula bezeichnet, als Ansammlungen des Lipofuszins. Es setzt sich aus Wirkstoffen zusammen, die größtenteils aus bestimmten Zellorganellen, den Lysosomen, stammen. Die Lysosomen haben die Aufgabe, die Zelle nach deren Tod mittels ihrer aggressiven Verdauungsfermente aufzulösen. Nun können bei alternden Zellen solche Lysosomenenzyme austreten, während sie noch leben. Und offenbar sterben sie auch nicht daran, sondern lagern diese als "Abfall". Sie scheinen nicht einmal besonders darunter zu "leiden" oder gar in ihrem Müllberg zu ersticken. Die wissenschaftlichen Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, daß die Zellen dadurch in ihren Lebensfunktionen nicht beeinträchtigt werden. Dabei ist die Ansammlung von Lipofuszin nicht allein auf die Haut beschränkt. Bei Rindern, Ratten, Mäusen und Menschen wurde es auch im Gehirn, Im Herzmuskel und sogar in Nervenzellen gefunden. Dieses Phänomen tritt auch bei den wirbellosen Tieren auf. Nur in der Haut sieht man eben das braune Alterspigment am besten."

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Physiologische Altersveränderungen der Haut

Unser Wissen über die durch den Vorgang des Alterns hervorgerufenen Veränderungen der Haut ist noch relativ gering. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen physiologischen altersbedingten Veränderungen der Haut, die uns hier primär interessieren und den pathologischen Altersveränderungen der Haut. Letzteres ist in erster Linie Aufgabe der Dermatologie, sich damit auseinanderzusetzen.

Bei der physiologischen Altersveränderung der Haut handelt es sich um eine senile Atrophie, bei der insbesondere das ästhetische Empfinden und das physiologische Empfinden angesprochen ist.

Der Alterungsprozeß des gesamten Organismus - wie auch der Haut - verläuft nicht gleichmäßig. Die Altersatrophie der Haut in weitgehend auf sich rückentwickelnde, verlangsamende Energie- und Stoffwechselprozesse, die sich im Corium, also der Lederhaut, abspielen, zurückzuführen. Allerdings sind auch altersbedingte Veränderungen an der Epidermis, der Oberhaut, zu beobachten, denn bedingt durch die verminderte Elastizität und die abnehmende Dicke der Lederhaut, beginnen etwa ab Anfang der dreißiger Jahre sich äußerliche Zeichen bemerkbar zu machen. Die ersten Falten und Runzeln sind erkennbar. Verbunden damit ist der Umstand, daß sich die Haut leichter von ihrer Unterlage abheben läßt.

Betrachtet man die einzelnen Epidermisschichten bei älteren Menschen, so ist festzustellen, daß die Keimzellenschicht sich nicht verändert. Hingegen lassen Stachelzellenschicht, Körnerschicht und Hornschicht Verdünnungen erkennen, die sich mit der Ultraschallmethode nachweisen lassen. Die Forscher gehen davon aus, daß die Verdünnung der Epidermis nicht etwa auf eine Verminderung der Zellagen zurückzuführen ist, sondern auf eine Verkleinerung der Einzelzellen. Daraus ergibt sich, daß neugebildete Zellen auch nicht mehr die Größe, die bei jugendlicher Haut gegeben ist, erreichen. Auch die Grenzfläche zwischen Epidermis und Cutis flacht sich ab, was die Möglichkeit des Substanzaustausches verringert. Die Veränderungen der Epidermis bedingen auch Veränderungen der Hornschicht, weil weniger Keratinozyten in Korneozyten übergehen. Dadurch werden auch weniger Hornschichtzellen von der Haut abgestoßen.

Die Lebensdauer der einzelnen Körperzellen, die beim Kind 101 Tage beträgt, sinkt im Alter auf maximal 46 Tage ab. Grund dafür ist die niedrigere quantitative Ausgestaltung der einzelnen Zellen, da die Regenerationskraft der basalen Zellschicht nicht mehr dem Optimum entspricht.

Der Fettmantel der Haut verringert sich mit zunehmendem Alter. Da der Fettmantel die Wasseraufnahme und die Wasserregulierung beeinflußt, schreitet der Alterungsprozeß der Haut somit auch voran. Die verhornte Oberfläche der Altershaut ist wasserarm und zunehmend trocken, dies auch, weil sich die Hautfettproduktion vermindert. Diese Vorgänge hängen ursächlich mit der Reduzierung der Tätigkeit der Talgdrüsen und der Schweißdrüsen zusammen.

Die Empfindlichkeit gegen jegliche Art peripherer alkalischer Einflüsse ist bei der Altershaut erhöht. Die dermatologische Klinik in Marburg hat herausgefunden, daß dies nicht mit der Schweißtätigkeit der einzelnen Drüsen zusammenhängt, sondern vielmehr mit der Verringerung der Anzahl der funktionsfähigen Schweißdrüsen. Ein weiteres äußerliches Zeichen der alten Haut sind die Pigmentflecken.

Auch die Thermoregulation ist bei der alten Haut zunehmend träger, d.h. die Schutzorganismen des Körpers vor Wärmeverlust oder Überhitzung funktionieren nicht mehr in dem Maße, wie man es von der jungen Haut gewohnt war. Dies liegt an der sich zunehmend mindernden Fähigkeit der Gefäße sich zu erweitern bzw. zu verengen.

Der Respirationsquotient beim Sauerstoffverbrauch der Haut beträgt bei jungen Menschen 1,51; beim alten Menschen sinkt er auf 0,74.

Nimmt man all diese, keineswegs umfassend aufgeführten Faktoren zusammen, läßt sich feststellen, daß die Haut mit zunehmendem Alter in den meisten Funktionsbereichen deutliche Einbußen erleidet. Wie schnell sich diese Prozesse vollziehen, ist sicherlich auch eine Frage der seelischen und geistigen Veranlegung des Menschen und der ihm innewohnenden Dynamik. Negative Vorgaben in diesen Bereichen beschleunigen den Alterungsprozeß. So kann sinnloses Dahinvegetieren jüngere Menschen deutlich schneller altern lassen als bis ins hohe Alter aktive Menschen.

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Warum die Haut auch vorzeitig altert

Abgesehen von den physiologisch bedingten Alterungserscheinungen der Haut, die genetisch programmiert sind, gibt es aber auch andere Gründe, die unsere Haut vorzeitig altern lassen. Vielfältige innere und äußere Einflüsse können diesen Prozeß allerdings deutlich schneller vorankommen lassen.

Auf dem "Deutschen Ärztekongreß in Berlin" wurde das Rauchen und ultraviolettes Licht als die verbreitetsten "Hautgifte" genannt. Rauchen vermindert den natürlichen Gefäßreichtum der Haut. Die Zahl der feinsten Gefäße, der Kapillaren, nimmt ab und die verbliebenen Arterien verengen sich unter dem Einfluß des Nikotin. Als Folge wird die Haut weniger gut durchblutet. Zu diesen Feststellungen kam der Berliner Dermatologe Günter Stüttgen.

Eine wesentliche Bedeutung für die Entstehung der Altershaut hat auch das Licht.

Der Nachteil übermäßiger ultravioletter Strahlung, wie der Sonnenstrahlung, liegt darin, daß sie die natürlichen Alterungsvorgänge, wie sie im vorangegangenen Kapitel beschrieben wurden, begünstigt. Insbesondere die Fibrolasten, das sind Zellen im Bindegewebe als Vorstufen zu den Fibrozyten (spindelförmige Zellen des Bindegewebes) altern vorzeitig.

Junge, teilungsfähige Zellen verschwinden, übrig bleiben jene, die nicht mehr zur Teilung fähig sind. Auch der Alkohol greift in diesen Prozeß negativ ein. Der Göttinger Dermatologe Hellmut Ippen beschrieb die Wirkung so: "Eine 40 Jahre alte Raucherin, die dem Alkohol nicht ganz abgeneigt ist, im klimatisierten Büro arbeitet und sich im Kurzurlaub gern starker Sonnenbestrahlung aussetzt, muß sich nicht wundern, wen die Qualität ihrer Haut der einer achtzigjährigen "hautbewußten" Frau entspricht." Es sei ein Irrtum, anzunehmen, man könne sich nach Auftragen sogenannter Lichtschutzcremes beliebig lange in der Sonne aufhalten. Die Cremes hielten gewöhnlich nur die sogenannten UV-B-Anteile der Sonnenstrahlung zurück. Die UV-A-Wellen erreichten dagegen die tieferen Schichten der Haut ungebremst und versursachten dort Schäden. Da der Sonnenbrand als Warnsignal weitgehend entfalle, erhöhe sich das Risiko der Hautalterung beträchtlich.

UV-Strahlung

Zum besseren Verständnis sei noch erklärt, in welche Bereiche sich die UV-Strahlung gliedert und wie deren Wirkung ist.

Aufbau der Haut

UV-A-Strahlung erreicht schnelle Bräunung, die jedoch nicht lange anhält. Sie dringt am weitesten in den Körper ein. Der UV-A-Strahlungsbereich reicht in den Bereich von 320 - 400 Nanometer. Die UV-A-Strahlung bewirkt die Direktpigmentierung, aber vor allem auch eine degenerative Hautveränderung wie Elastizitätsverlust, Pigmentanomalien und als Spätfolgen eine vorzeitige Atrophie (Hautalterung). Außerdem ist die UV-A-Bestrahlung der auslösende Faktor für fototoxische und fotoallergische Lichtausschläge wie zum Beispiel der "Mallorca-Akne". Wichtig festzuhalten: Ein Zuviel kann zu Schäden des Bindegewebes und zu vorzeitiger Alterung der Haut führen.

UV-B-Strahlung reicht nicht so tief unter die Haut, etwa 280 - 320 Nanometer. Sie wird auch "Dorno-Stahlung" genannt. Diese Strahlen sind energiereicher als die UV-A-Strahlen. Die UV-B-Strahlung kann leicht zu oberflächlichen Hautentzündungen führen, die durch Röte gekennzeichnet ist. Die Auswirkungen können sekundäre oder indirekte Pigmentierungen sein. Je nach Dosis bewirkt sie ebenfalls Bräunung der Haut und die Bildung von Vitamin D. Die UV-B-Strahlung ist aber auch für die akuten fototraumatischen Reaktionen an der Haut und die krebserregenden Spätfolgen verantwortlich.

UV-C-Strahlung reicht bis etwa 280 Nanometer in die Haut. Sie ist äußert gefährlich. Glücklicherweise gelangt sie normalerweise nicht zur Erdoberfläche, sondern wird von der Ozonschicht zurückgehalten. Neueste Forschungsergebnisse über die Ozonschichtzerstörung über einigen Punkten der Erde mahnen jedoch zumindest zu erhöhter Vorsicht. Zur Zeit ergibt sich aus dem Dünnerwerden der Ozonschicht eine erhöhte Zunahme der UV-B-Strahlung.

Ein erschreckendes Fazit der Wissenschaftler zum Problem des Dünnerwerdens der Ozonschicht: Die Abnahme der Ozonschicht um ein Prozent führt zu einem Anstieg der Fälle von Hautkrebs um zwei bis drei Prozent.

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Welche Rolle spielen Freie Radikale beim Alterungsprozeß

Viele molekulare Veränderungen, die im Lauf der Zeit im menschlichen Körper auftreten, werden durch Freie Radikale verursacht, also durch Atome oder Moleküle, die in einer besonderen Weise reagieren, weil sie ungepaarte Elektronen enthalten. Sie bewirken Veränderungen in der Struktur und Funktion wichtiger Moleküle wie der Enzyme. Diese Veränderungen wiederum können zu somatischen Mutationen führen, zu Mutationen in den Zellen des Körpers. Je älter der Körper ist, um so leichter haben es die Freien Radikale, ihr zerstörerisches Tun auszuweiten.

Ultraviolettes Licht, Röntgenstrahlen, kosmische Strahlen, natürliche Radioaktivität, radioaktiver Niederschlag und mutagene und karzinogene Chemikalien wirken dadurch, daß sie Freie Radikale bilden, die dann andere Moleküle angreifen, um sie zu verändern oder über Kreuz miteinander zu verbinden. Ein Teil des Alterungsprozesses ist die Erzeugung unauflöslicher über Kreuz miteinander verbundener Klümpchen in den Zellen des ganzen Körpers.

Oxidationshemmende Präparate, wie das Vitamin C oder das Coenzym Q10 greifen in diesen Prozeß ein, denn sie attackieren die Freien Radikale und zerstören sie. Auch hier wird also deutlich, wie wichtig es ist, die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers zu unterstützen.

   

 

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