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Die Haut und die Sonne

Welcher Einflußfaktor die Sonne für unsere Haut ist, kommt an mehreren Stellen dieser Schrift zum Ausdruck. Es erscheint notwendig, auf diese Problematik ein wenig näher einzugehen; dies unter Herausstreichung der positiven und der negativen Aspekte.

Es entspricht einem natürlichen Bedürfnis der Menschen gut auszusehen. Damit wird allzu häufig der Wunsch nach einer "gesunden Bräunung" verbunden. Sie soll strahlendes, sportliches, gesundes Aussehen vermitteln. Wir wissen heute, daß der richtig dosierte Aufenthalt in der Sonne die Stimmung hebt. Man fühlt sich entspannt, aktiv und gut gelaunt. Woran liegt das? Allgemein belebt Licht den gesamten Stoff- und Energiewechsel durch die unmittelbare Zufuhr physikalischer Energie. Beim Aufenthalt in der Sonne produziert die Haut Endorphine. Das sind körpereigene Substanzen, mit opiatartiger Wirkung durch ihre Bindung an die gleichen Membranrezeptoren wie das Morphin. Ihre Wirkung liegt u.a. darin, daß sie die Stimmung heben.

Ein weiterer positiver Effekt geringer Dosen der UV-B und UV-A-Strahlung ist, daß die Haut widerstandsfähiger gegen Irritationen chemischer Substanzen wird. UV-Strahlung verbessert auch die Fließeigenschaften des Blutes in der Haut. Dadurch können mehr rote Blutkörperchen durch die Gefäße fließen, wodurch wiederum das Gewebe besser mit Sauerstoff versorgt wird.

Kardiologen haben nachgewiesen, daß das Herz nach einem in vertretbaren Maßen genossenen Sonnenbad ruhiger schlägt und damit ökonomischer arbeitet.

Daß die Sonne Vitamin-D-bildend ist, ist seit langem bekannt. Vitamin D wiederum fördert die Aufnahme von Calcium. Doch Vorsicht: Zuviel gespeichertes Vitamin D kann auch zu zuviel Calcium im Blut führen. Für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung des Körpers reicht in aller Regel, sich zwei- bis dreimal wöchentlich mit unbedecktem Gesicht, Händen und Unterarmen im Freien aufzuhalten. Vitamin D zerstörend wirkt die Bestrahlung auf der Sonnenbank mit reinem UV-A. Dieser Effekt kann bei älteren Menschen die Entstehung einer Osteoporose fördern.

Die dargelegten Beispiele belegen also durchaus die positiven Aspekte der Sonnenstrahlen, also der UV-Strahlen, für unseren Körper. Doch hierbei dürfen die häufig tiefgreifenden negativen Auswirkungen nicht außer Betracht bleiben, die sich aus einer zu intensiven oder zu lange dauernden Sonneneinwirkung ergeben. Reizungen, Entzündungen der Haut, Sonnenbrand, ein vorzeitiges Atrophieren und sogar die Gefahr einer späteren Bildung von Hautkrebs ist gegeben.

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Hauttypen

Wichtig ist, daß die Haut vor den gefährdenden Sonnenstrahlen im richtigen Maß geschützt wird. Dazu ist es notwendig zu wissen, welcher Lichtschutzfaktor zugrunde zulegen ist. Bei der Feststellung dieses Faktors wird die geringste Strahlendosis festgelegt, die zu einem Erythem, einer Hautrötung, führt. Man unterscheidet - je nach Empfindlichkeit der Haut gegen Sonnen- und Lichteinwirkungen - 4 verschiedene Hauttypen:

Hauttyp I
Es ist der "keltische Typ" mit ganz weißer Haut, roten oder blonden Haaren, der nie braun, aber regelmäßig rot wird. Die Eigenschutzzeit/Sonnenbrandschwelle beträgt hier lediglich 5 bis 10 Minuten. Die Schwelle für irreparable Zellkernschäden und vorzeitige Hautalterung beträgt 2 bis 7 Minuten.

Hauttyp II
Es ist der "germanische Typ" mit ebenfalls blonden Haaren, aber etwas robusterer Haut. Er erreicht eine geringe, aber nur kurz anhaltende Bräune. Hier beträgt die Eigenschutzzeit 10 bis höchstens 20 Minuten. Die Schwelle für irreparable Zellkernschäden und vorzeitige Hautalterung beträgt 7 bis 14 Minuten.

Hauttyp III
Es ist ein Mischtyp mit dunklerer Haar- und Augenfarbe. Die Haut zeigt normale Empfindlichkeit und eine gute Widerstandskraft gegen Sonnenbrand. Sie bräunt leicht. Die Eigenschutzzeit beträgt 20 bis 30 Minuten. Die Schwelle für irreparable Zellkernschäden und vorzeitige Hautalterung beträgt 14 bis 20 Minuten.

Hauttyp IV
Es ist der "Mittelmeertyp". Er schon von Natur eine etwas dunklere, manchmal leicht olivfarbene Haut, braune Augen, mit dunklen bis schwarzen Haaren. Sonnenbrand ist für ihn ein Fremdwort. Die Eigenschutzzeit liegt bei etwa 40 Minuten. Die Schwelle für irreparable Zellkernschäden und vorzeitige Hautalterung beträgt 20 bis 30 Minuten.

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Sonnenschutz von innen und von außen

Die Eigenschutzzeit der Haut ergibt sich aus natürlichen Gegebenheiten der Haut, denn sie bietet auch einen natürlichen Lichtschutz. Bereits die äußeren Hautschichten, hier besonders die Hornschicht hat die Fähigkeit, das erythemerzeugende Ultraviolett B zu absorbieren. Je nach Dicke der Hornschicht ist dementsprechend auch die Erytemreaktion. Einen weiteren Schutzmechanismus stellt die Melanin-Pigmentierung dar. Dieser Farbstoff entsteht in speziellen pigmentbildenden Zellen der Oberhaut, in den Melanozyten. Sie sind in der Haut besonders dort zahlreich anzutreffen, wo sie besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. So befinden sich beispielsweise im Gesicht etwa 2300 Pigmentzellen in einem Quadratmillimeter Haut, während es auf der Innenseite der Unterarme nur etwa 1000 sind.

Dem Melanin wird nachgesagt, daß es in beschränktem Maße in der Lage ist, Freie Radikale, die die Membran und den Kern der Zellen angreifen und die sich bei intensiver Bestrahlung der Haut bilden, abzufangen. Daß dieser Eigenschutzmechanismus aber nicht ausreicht, zeigen die vielen durch die Sonne verursachten Hautschäden. Deshalb muß hier nachgeholfen werden. Der Wirkstoff Coenzym Q10 kommt dieser Aufgabe als Radikalenfänger in geradezu idealer Weise nach. Dies bestätigt ja auch die weiter vorn in dieser Schrift bereits erwähnte Studie von Professor Littarru.

Sonnenschutz ist notwendig

Der Eigenschutz der Haut reicht jedoch nicht aus, sie vor teilweise nachhaltigen Schäden zu bewahren. Es ist deshalb zwingend geboten, entweder zu langen Aufenthalt in der Sonne zu meiden oder die Haut mit einem auf den Hauttyp abgestimmten Sonnenschutzmittel zusätzlich zu schützen. Hierbei sollte immer ein eher höherer Lichtschutzfaktor gewählt werden. Ein Alterungsschutzfaktor sollte ebenfalls Berücksichtigung finden.

Sicherlich von Interesse ist die Frage, was in Sonnenschutzmitteln an Substanzen enthalten ist. Es sind im wesentlichen zwei Arten von eingebautem Schutzfilter. Zum einen sind es chemische Substanzen und zum anderen eine Art "physikalischer Filter". Die chemischen Substanzen dringen in die obere Hautschicht ein und machen die Hautzellen widerstandsfähiger gegen die UV-Strahlung. Das Eindringen in die Haut kann zu Veränderungen in der Struktur der Verbindung führen, was wiederum dafür verantwortlich gemacht wird, daß manche Menschen in der Sonne Allergien entwickeln. Insbesondere Para-Amino-Benzoesäure kann der auslösende Faktor sein. Sie ist aus diesem Grund auch kaum noch in Sonnenschutzmitteln anzutreffen. Heute werden in erster Linie Zimtsäure, Kampfer- und Benzophenon-Abkömmlinge verwendet.

Als physikalische Filter wirken Mikropigmente. Es handelt sich dabei um ultrafein gemahlene mineralische Stoffe, die auf die Haut aufgetragen werden und dort verbleiben, d.h. nicht in die Haut eindringen. Die Sonnenstrahlen sollen reflektiert werden. Da sie nicht in die Hautzellen eindringen, lösen sie kaum Allergien aus. Titanoxid, Talkum, Eisen- oder Zinkoxid werden beispielsweise als Mikropigment verwandt.

Diese Filter sind durchaus sinnvoll, verstärken sie doch zumindest die Schutzwirkung im UV-B-Bereich. Zuviel versprechen sollte man sich aber von den UV-A- oder Breitbandfiltern nicht. Bei Menschen, die auf die UV-A-Strahlung allergisch reagieren, haben sie sich als nahezu wirkungslos erwiesen.

Für die Hautverträglichkeit ist aber auch der Trägerstoff, also die kosmetische Grundlage, von ausschlaggebender Bedeutung, denn die oben beschriebenen Filter nehmen nur einen begrenzten Raum ein. Diese Mittel sind auf die Bedürfnisse abgestimmt und man sollte sich dementsprechend beraten lassen. Die Grundsubstanzen sind zum Beispiel Hydrogele oder Fluids, die frei von Fetten, Emulgatoren, Konservierungs- und Farbstoffen sind oder auch Präparate mit pflegenden Substanzen wie Aloe, Silymarin, Vitamin A oder E, Coenzym Q10 und hochwertige Öle. Nach dem Sonnenbad ist dann noch eine sorgfältige Nachpflege angebracht.

Der Sonnenschutz von innen ist ebenso wichtig, wie der äußerlich aufgetragene Schutz, denn es gilt als unumstößliche Tatsache, daß die Haut in der Sonne einen besonders hohen Vitamin- und Coenzym Q10-Bedarf hat. In welchem Maße der Q10-Spiegel sinkt, wurde bereits dargestellt. Aber auch der Vitamin-A-Spiegel sinkt drastisch. So geben die Zellen, die in der Haut für die Abwehr zuständig sind, durch die UV-Strahlung allmählich "ihren Geist" auf. Im Kern geschädigte Zellen sterben ab. Die Freien Radikale können nicht mehr eingefangen werden und es kommt zu Entzündungsreaktionen und schlimmstenfalls einer Schädigung der zellulären Erbsubstanz, weil fehlerhafte Informationen an die Tochterzellen weitergegeben werden. Die Folge: Zellmutationen, vorzeitige Hautalterung, Krebsvorstufen (Präkanzerosen) und im schlimmsten Fall Hautkrebs.

Längerwelliges UV-A-Licht kann bis in die Lederhaut vordringen. Dort gebildete Radikale bewirken eine Vernetzung der Proteine dieser Hautschicht, die dadurch ihre Elastizität verliert.

Wir müssen uns immer vor Augen führen, daß weniger Rötung der Haut auch geringere Anfälligkeit für Hautkrebs und sonstige Schäden bedeutet, denn die Haut vergißt nichts.

Im Vorfeld einer Sonnenbestrahlung angewandtes Coenzym Q10 wirkt der Radikalbildung bzw. ihren Effekten entgegen. Zu beachten ist dabei, daß es bei oraler Anwendung frühzeitig und hoch genug dosiert angewendet wird, um wirksame Konzentrationen in dem Zielorgan Haut zu erreichen. Äußerst hilfreich und sinnvoll ist die ergänzende Anwendung der Q10-Creme.

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