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Müller und Kriegelstein, Institut für Pharmakologie, Universität Marburg (6), führen aus, daß im Vergleich zu anderen Organen das Gehirn aus anatomischen, physiologischen und biochemischen Gründen gegenüber der toxischen Wirkung von Radikalen besonders empfindlich zu sein scheint. „Das stark verzweigte, dreidimensionale neuronale Netz bedingt einen hohen Anteil an Membranoberflächen im Verhältnis zum zytoplasmatischen Volumen; die Membranlipide der Nervenzellen sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und antioxidative Enzyme wie Superoxid-Dismutase, Katalase und Peroxidasen sind im Gehirn nur in relativ geringen Mengen vorhanden." Ein möglicher Mechanismus bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen ist neben dem Angriff durch Sauerstoff-Radikale ein Defekt im Energiehaushalt der Nervenzelle. Beweisend für die Annahme sind Studien, die zeigen, daß spezifische Inhibitoren des Elektronentransportes der Zelle zu neuronalem Tod führen können. Hier erfüllt Ubichinon Q10 eine wichtige Brückenfunktion, denn es konnte gezeigt werden, daß eine Zelle - auch bei Fehlen der mitochondrialen DNS - durch Gabe von Ubichinon in der Lage ist, ATP zu synthetisieren (10). Durch die Anwesenheit von Ubichinon Q10 ist eine Energiebildung möglich; dies bedeutet, daß die Zelle in Streßsituationen durch ausreichend vorhandenes Ubichinon Q10 eine Sicherheitsreserve aufweist.
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