II
Von
diesen Schutzfaktoren des Lebens wie den Enzymen Superoxid-Dismutase,
Glutathion-Peroxidase und Katalase, dem Vitamin C und den lipophilen
Substanzen b -Carotin, Vitamin E
und Ubichinon Q10 hebt sich das Ubichinon Q10 deshalb ab, weil über
seinen „Rücken" die energiebildenden Prozesse ablaufen.
Q10 ist der „Elektron-Shuttler" in der Atmungskette der Zellen.
Das Energieniveau einer Zelle, eines Organs, des gesamten Körpers, hängt wesentlich von der Q10-Konzentration in den mitochondrialen Membranen und den sonstigen Zellmembranen ab. Wenn die Q10-Konzentration durch oxidativen Streß sinkt, so kommt es zum bioenergetischen Defizit in den betroffenen Zellen. Nur mit Q10 läßt sich dieses Energiedefizit beheben. Q10 wird zwar vom Körper selbst gebildet; auch mit der Nahrung werden davon kleine Mengen (2-3 mg) täglich zugeführt. Es besteht jedoch weder ein positiver Feedback bei Streß noch ein negativer bei exogener Zufuhr. Der Organismus produziert unbeeinflußbar eine individuell bestimmte Menge; daher muß jeder mit seiner „unzureichenden Menge" auskommen, oder er ist sich seiner verletzbaren Mitochondrien bewußt und beugt Schäden an ihnen durch zusätzliche Einnahme von Q10 und anderen Antioxidantien vor. Prof. Rolf Luft entdeckte 1959 und beschrieb 1962 das erste mitochondriale Krankheitsbild: die Luft´sche Krankheit. Luft ist der Vorreiter auf diesem zukunftsweisenden Gebiet. Neben einer Redox-Therapie sieht er insbesondere in Ubichinon Q10 eine endogene Substanz, die für die mitochondriale Medizin gewappnet ist. Die Beobachtung, daß Zellen, denen die Mitochondrien entnommen wurden, nur überleben, wenn ausreichend Q10 dem Zellkulturmedium zugegeben wurde, führt dazu, daß Ubichinon Q10 die mitochondrial bedingten Energiedefizite überbrücken kann. Da Ubichinon Q10 als Monopräparat selbst in hohen Dosen bis 600 mg unbedenklich ist, stehen wir mit dieser Substanz gut gerüstet an der Schwelle zur Mitochondrialen Medizin. Mitochondriale Medizin heißt vor allem Prävention durch Bildung ausreichender Reserven von Q10 und den anderen Schutzfaktoren des Lebens. Wenn wir den oxidativen Streß kontrollieren und die überschüssigen und gefährlichen Freien Radikale sofort abfangen, so halten wir die mitochondrialen Strukturen und die anderen Zellstrukturen intakt. Die Lebensqualität
wird unser oberstes Ziel, wir leben länger und sterben gesünder. |