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Erfahrung mit Coenzym Q10 bei Herzchirurgie-Patienten

Berichte vom Q10-Kongreß

der International Coenzym Q10 Association
in Frankfurt am Main 12/2000

Autoren:

Franklin Rosenfeldt, William Lyon, Silvana Marasco, Michelle Wowk, Freya Sheeran, Ruchong Ou, Robbie Brown, Donald Esmore, Salvatore Pepe. Institute: Cardiac Surgical Research Unit, Alfred Hospital & Baker Medical Research Institute, Monash University Faculty of Medicine, Melbourne, Australia.

Einführung

Der Herzmuskel ist bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz unzulänglich mit Q10 versorgt. Der Nutzen der CoQ10 Behandlung bei solchen Patienten ist deshalb kontrovers diskutiert worden. Bei Herzchirurgie-Patienten gibt es Beweise für eine verbesserte Erholung nach Ischämie, wenn eine Vorbehandlung mit CoQ10 stattfand, allerdings wiesen die meisten älteren Studien Mängel auf. Vor Beginn der Beurteilung der klinischen Wirksamkeit einer Behandlung ist entscheidend zu bestimmen, ob die Behandlung auch eine ausreichende Kapazität hat, die angemessene biochemische Änderung im Zielorgan herbeizuführen. Die Testwirksamkeit nur durch Prüfung der Serum-Spiegel festzustellen, kann zu einer Unterschätzung der angemessenen Therapiedosis führen.

Ziele

blaue_Kugel Es galt, die angemessene Dosis von CoQ10 zu bestimmen, die benötigt wird, um Serum- und Herzmuskel-CoQ10-Spiegel bei Patienten, die sich einer Herzoperation unterziehen mußten, anzuheben.

blaue_Kugel Weiter war die Wirkung der CoQ10-Behandlung auf die Vorhofmuskelleistung, die Hämodynamik und die post-ischämische Ausschüttung von kardialen Enzymen bei Herzchirurgie-Patienten zu beurteilen.

Methoden:

Mit Hilfe eines randomisierten Doppelblind-Protokolls erhielt eine Pilotgruppe von Koronar-Bypass-Transplantat-Patienten vor der Herzoperation für mindestens 7 Tage 150 oder 300 mg CoQ10 pro Tag oral oder ein Placebo. Trabeculea wurden von rechten Vorhofanhängseln entnommen, mit einem Meßgerät verbunden und einer 60minütigen Hypoxie in einem Organbad unterzogen.
Die prä- und post-hypoxische kontraktile Funktion wurde beurteilt. Die CoQ10-Spiegel wurden im Serum und Vorhofherzmuskel gemessen. Die hämodynamische und kardiale Enzymfreisetzung wurde für die ersten 24 Stunden nach dem Eingriff überwacht.

Ergebnisse:

In Gegensatz zum Placebo: 300 mg CoQ10 pro Tag resultierten in einer Verdreifachung der Serum-Spiegel von 0,5 ± 0,06 bis 1,6 ± 0,1 µg CoQ10 pro ml Serum (P < 0,001, n = 30); eine Verdoppelung von 21 ± 4 bis 40 ± 5 µg CoQ10 pro g (P < 0,001, n = 23) ergab sich beim Naßgewicht trabekulären Gewebes. Obwohl eine Gabe von 150 mg pro Tag eine Verdoppelung im Serum nach sich zog, wurden die trabekulären CoQ10-Spiegel innerhalb der 7 Tages-Therapie nicht signifikant gesteigert. Detaillierte trabekuläre Funktionsergebnisse, Hämodynamik und kardiale Enzymfreisetzung, die in unserem gegenwärtigen klinischen Versuch enthalten sind, wurden aufgezeigt.

Folgerungen:

In der geprüften Studiengruppe führte die orale Behandlung mit 300 mg CoQ10/Tag für mindestens 1 Woche zu einer signifikanten Zunahme sowohl der Serum- als auch Herzmuskelgewebe-CoQ10-Konzentration. Damit war die Grundlage für eine verbesserte nach-ischämische Erholung gegeben. Diese Dosis bestimmte die Basis für unseren gegenwärtigen klinischen Versuch, der im letzten Quartal 2000 als Ergänzung begonnen wurde.

 

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