Einfluß von Ubichinon (Coenzym Q10) auf die Endothel-Funktion der Oberarmarterie: Anfangsergebnisse der ENDOTACT StudieBerichte vom Q10-Kongreßder International Coenzym Q10
Association Autoren: Axel Küttner, Anne Pieper, Christian Herdeg, Jürgen Koch, Franz Enzmann and Stephen Schröder Department of Internal Medicine, Division of Cardiology, Eberhard-Karls-University Tuebingen, MSE Pharmazeutika, Bad Homburg, Germany Hintergrund: Nach dem gegenwärtigem Verständnis ist eine endotheliale Dysfunktion (ED) die funktionelle Vorstufe der Atherosklerose. Das gesunde Endothel sondert wirkungsvolle Blutgefäß-erweiternde Sekrete (z.B. EDRF, Endothelium Derived Relaxing Factor) und Blutgefäß-verengende Sekrete (z.B. Endothelin-1) ab. Die endotheliale Funktion ist normalerweise durch kardiovaskuläre Risikofaktoren, z.B. Hyperlipidämie, Zuckerkrankheit, Hypertonie oder Rauchen, gestört. Da die endothiale Dysfunktion ein generalisierter Prozeß ist, ist die Bestimmung der FMD% (fließ-vermittelte Vasodilatation) in der Oberarmschlagader ein zuverlässiger Marker für die systemische endotheliale Funktion. Es ist augenscheinlich, daß die nicht-invasive Messung von FMD% auch als Vortest für die Herzkranzgefäßerkrankung (CAD) bei Patienten mit klinischem Verdacht des CADs verwendet werden kann.Es ist in verschiedenen Untersuchungen gezeigt worden, daß die endotheliale Dysfunktion durch die Verwendung von Lipidsenkungs-Arzneimitteln (Statine) verbessert werden kann. Gerade vor kurzem berichtete Neunteufl et al. über eine zusätzliche nützliche Wirkung einer Vitamin-E-Einnahme. Ubichinon (Coenzym Q10) ist bekannt für seine starke antioxidative Wirkung. Ziel dieser Untersuchung war es, die Wirkung einer hochdosierten Ubichinon-Einnahme auf die endotheliale Funktion bei Menschen mit bekannter Hyperlipidämie zu beurteilen. Zur Anwendung kam "nano sized super cooled Q10 droplets", eine flüssige Q10-Zubereitung (guttaQuinon). Methoden: Entsprechend dem Studienprotokoll der ENDOTACT-Studie wurde die Teilnahme und Randomisierung von 24 männlichen Patienten mit nachgewiesener endothelialer Dysfunktion (FMD % < 5%) geplant. Jeder Patient durchlief drei verschiedene Behandlungsphasen. Phase 1: Cerivastatin 0.3 mg/Tag, Phase 2: Ubichinon 150 mg/Tag und Phase 3: Cerivastatin 0.3 mg/Tag + Ubichinon 150 mg/Tag. FMD% wurde zu Beginn und am Ende jeder Phase durch Verwendung hochauflösenden Ultraschalls bestimmt. Ergebnisse: Die Anfangsergebnisse zeigten, daß die Einnahme des Ubichinons zu einer signifikanten Verbesserung der endothelialen Funktion führt, die mit der Wirkung der Lipidsenkungs-Behandlung vergleichbar ist. Folgerungen: Hoch dosiertes Ubichinon, das als starkes Antioxidans bekannt ist, scheint zur Verbesserung endothelialer Dysfunktion nützlich zu sein. Dieser Befund kann wichtig sein, da er eine neue therapeutische Strategie bei Patienten mit arteriosklerotischen Gefäßveränderungen aufzeigt.
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