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Coenzym Q10 als Antioxidans

Berichte vom Q10-Kongreß

der International Coenzym Q10 Association
in Frankfurt am Main 12/2000

Autoren

Jari Kaikkonen und Jukka T. Salonen Research Institute of Public Health, University of Kuopio, Kuopio, Finland

Zweck dieser Studie war, die hauptausschlaggebenden Faktoren des Plasma-Q10 zu identifizieren, und die Wirkungen gemäßigter oraler Q10- Einnahme auf das Plasma in kontrollierten klinischen Versuchen zu testen. Dies sollte im Hinblick auf die antioxidative Fähigkeit, die Lipoprotein-Oxidationsabwehr und die Plasmalipid-Peroxidation geschehen.

Größere ausschlaggebende Faktoren des Plasma-Q10 wurden in 518 Rauchern und Nichtrauchern und postmenopausalen Frauen identifiziert. Der in vitro Oxidationswiderstand von VLDL (very low-density lipoprotein) + LDL (low-density lipoprotein) und die totale antioxidative Fähigkeit von LDL wurden bei sechzig Rauchern mittleren Alters gemessen, die in einem randomisierten Versuch über zwei Monate je 90 mg/Tag Q10 bzw. ein Placebo erhielten.

Die Wirkung der kombinierten Einnahme von Q10 (90 mg/Tag) und einer geringfügigen Vitamin-E-Einnahme (13,5 mg/Tag) auf den übungsinduzierten oxidativen Streß und muskuläre Schädigung, wurde bei 37 einigermaßen trainierten Marathonläufern untersucht. Die antioxidative Wirksamkeit von Q10 als Monopräparat und die Einnahme von Q10 und Vitamin E wurde bei 40 Probanden und postmenopausalen Frauen untersucht; sie erhielten für drei Monate je Q10 (200 mg/Tag) oder Vitamin E (700 mg/Tag) bzw. beide Substanzen oder Placebo.

Die Höhe der Plasma-Q10-Konzentration wirkten sich auf die wichtigsten Faktoren Serumcholesterin, Serumtriglyceride, männliches Geschlecht, Alkoholkonsum (Serum g GT), und Alter positiv aus. Der Q10-Plasma-Spiegel erhöhte sich bei der Tageseinnahme von 200 mg Q10/Tag. Jedoch senkte die gleichzeitige Einnahme mit Vitamin E die Plasma-Q10-Spiegel.

Q10 in Ergänzung mit einer geringfügigen Vitamin-E-Dosis verminderte weder die übungsinduzierte Lipideperoxidation ex vivo, noch die muskuläre Schädigung. Q10 kann die Plasmalipideperoxidation in vivo vermindern, wie sich aus dem gesteigerten Anteil des Plasma-Ubiquinol nach erfolgter Q10-Einnahme ergibt. Auf der anderen Seite vermindern hohe orale Dosen von Vitamin E dieses Größenverhältnis, was auf die Regerationsfähigkeit von Tocopherol-Radikalen durch Q10 zurückzuführen ist.

Aufgrund unserer Ergebnisse hat die Q10-Einnahme bei hohem Radikal-Fluß ex vivo ("Reagenzglas"-Versuch) keine Wirkung auf die Lipidperoxidationssenkung, aber sie kann die Lipidperoxidation bei niedrigem Radikal-Fluß in vivo (im Körper selbst) vermindern und zwar entweder direkt oder durch die Vitamin-E-Regeneration durch Q10.

 

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