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Verbesserung
körperlicher Belastbarkeit u. Lebensqualität
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Die Ergebnisse mehrerer randomisierter Doppelblindstudien zum Einsatz von Q10 bei kongestiver Herzinsuffizienz faßte Prof. S. A. Mortensen vom National University Hospital in Dänemark während des Q10-Kongresses in Ancona zusammen. Insgesamt umfaßte die Metaanalyse 9 Studien an insgesamt mehr als 1000 Patienten. Die Daten zeigten, daß die meisten Patienten von einer adjuvanten (unterstützenden) Therapie mit Q10 profitierten. Insbesondere kam es zu einer signifikanten Erhöhung von Schlagvolumen und kardialem Output. Außerdem zeigte sich eine Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit und Lebensqualität bei ausgezeichneter Verträglichkeit.
Von Untersuchungen an Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie berichtete Prof.P.H. Langsjoen von der University of Texas/USA. Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu einer pathologischen Verdickung der Wand der linken Herzkammer mit nachfolgender Herzinsuffizienz. Langsjoen konnte zeigen, daß die Gabe von Ubichinon Q10 zur Verbesserung der Symptome Atemnot und Müdigkeit beitrug. Besonders auffällig war bei diesen Patienten, daß bei echokardiographischer Kontrolle die Dicke der Herzwand unter Q10-Therapie signifikant zurückging.
Langsjoen und T.Oda von der Fukuola University in Japan berichteten unabhängig von zahlreichen Untersuchungen in der Kinder- und Erwachsenenkardiologie, die hochsignifikante Befundverbesserungen unter Q10-Begleittherapie brachten. Insgesamt kann der kardioprotektive Effekt von Q10 als gesichert angesehen werden.
Dr.F. Enzmann stellte eine hochinteressante Doppelblind-crossover-Studie an zehn Ausdauerathleten vor. Die Arbeitsgruppe Geiß, Hamm, Folkers, Littarru und Enzmann beobachtete eine Steigerung der Leistungsdauer nach Anstieg der Q10-Plasmaspiegel. Über 4 Wochen waren jeweils entweder 180 mg Q10 Monopräparat oder Placebo verabreicht worden. Dabei kam es bei der Fahrrad-ergometrischen Belastung zu einer signifikanten Steigerung der Leistungsdauer von bis zu 30%.
Einen neuen klinischen Ansatzpunkt mit eindrucksvollen Resultaten lieferten die Untersuchungen von Prof. F. M. Beal aus dem Massachusetts General Hospital in Boston/USA. Q10 wurde nicht nur erfolgreich bei Patienten mit Mitochondrialen Enzephalopathien (Gehirnentzündungen) eingesetzt, sondern auch bei Patienten mit Chorea Huntington konnte unter einer Dosierung von 360 mg Q10 pro Tag eine eindrucksvolle Verbesserung der Hirnstoffwechselsituation erzielt werden. Huntington-Patienten haben ein bioenergetisches Defizit mit gesteigerten intrazerebralen Lactatkonzentrationen, wie man durch spezielle spectrometrische Untersuchungen in vivo zeigen konnte. Eine Q10-Therapie führte in den Untersuchungen von Beal bereits nach zwei Wochen zur ausgeprägten Verbesserung der metabolischen Situation (Abfall der Lactat-Level um 36 ± 14%, p=0,001). Auslaßversuche führten nach 2-6 Monaten zur erneuten Verschlechterung mit Anstieg der Lactatspiegel auf das Ausgangsniveau. Für die Therapie von „Neurodegenerativen Erkrankungen" hat sich somit ein wichtiger neuer Ansatzpunkt ergeben.
Auch in der Pädiatrie (Kinderheilkunde) könnten sich neue therapeutische Perspektiven eröffnen. M. Weber von der Vestischen Kinderklinik Datteln, Universität Witten/Herdecke, berichtete über extrem niedrige Q10-Spiegel im Nabelschnurserum von 178 Neugeborenen (0,12 ± 0,4 m g/ml), im Gegensatz zu Normalwerten von 0,8 m g/ml im Erwachsenenalter.
D. Piciacchia und Prof. G. P. Littarru von der Universität Ancona/Italien zeigten eine signifikante Reduktion der Q10-Spiegel bei Kindern (!) mit Hyperpyrexie (hohes Fieber) als Ausdruck eines vermehrten oxidativen Stresses mit gesteigertem metabolischen Bedarf (stoffwechselbedingt) an Ubichinon Q10 als wichtigstem Radikalfänger.
Auch zur unterstützenden Therapie der Parodontose wurde Q10 schon mit Erfolg eingesetzt, wie Prof. Magnus Nylander vom Karolinska Institut, Stockholm/Schweden, berichtete. Diese bakterielle Zahnfleischerkrankung ist besonders bei älteren Menschen weit verbreitet. Ausgehend von bakteriellen Plaques an Zähnen und in Zahnfleischtaschen kommt es zur Entzündung des Zahnfleisches mit Zerstörung des Bindegewebes und Verlust von gesunden Zähnen. Neben der mangelnden Mundhygiene spielt bei der Pathogenese der Parodontose offensichtlich auch eine Schwächung des Immunsystems eine Rolle. Hier sah Nylander einen möglichen Ansatzpunkt für positive Effekte von Q10, das im Zahnfleisch von Parodontose-Patienten vermindert gefunden wurde. Erste klinische Erfahrungen sind hier erfolgversprechend.
A. Lewin von der Hadassah-Hebrew University Medical School, Jerusalem/Israel, stellte Untersuchungen zur Beeinflussung der Spermienmobilität durch Ubichinon Q10 vor. Die Beweglichkeit der Spermien, eine Grundvoraussetzung für die Fertilität (Fruchtbarkeit), hängt als energieabhängiger Prozeß von der Verfügbarkeit von Q10 im Mitochondrium der Spermien ab.

Untersuchungen mit Spermienkulturen ergaben, daß es bei den Proben mit verminderter Spermienmobilität durch die Zugabe von Q10 zu einer Zunahme der Spermienbeweglichkeit kam. Weitere Studien sollen jetzt den möglichen therapeutischen Nutzen von Q10 bei Infertilität durch verminderte Spermienbeweglichkeit zeigen.
Ernährungswissenschaftliche Aspekte zu Q10 waren Gegenstand einer Untersuchung von Ch. Weber, The Technical University of Denmark. Lebensmittelanalysen zeigen, daß die Bedarfsdeckung vor allem über tierische Lebensmittel (Innereien, Muskelfleisch, Eier) erfolgt. Hingegen leisten Getreide, Obst und Gemüse nur einen geringen Beitrag zur Bedarfsdeckung! Durch Zubereitungsvorgänge wie Kochen, Braten oder Dünsten verringert sich der Gehalt des hitzeempfindlichen Q10 in den Lebensmitteln erheblich! Bei einer ausgewogenen Ernährung mit einer Mischkost aus pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen erfolgt die Bedarfsdeckung normalerweise über die Nahrung und ergänzt sich durch die Q10-Biosynthese aus Vorstufen in der Leber. In bestimmten Situationen kann es aber aufgrund von vermehrtem Bedarf oder reduzierter Aufnahme zu einer Unterversorgung mit Q10 kommen. Dies kann z.B. bei verstärkter körperlicher Belastung, Streß und Krankheiten oder verminderter Nahrungsaufnahme bei Diäten der Fall sein. Auch eine rein vegetarische Kost birgt ein gewisses Risiko in sich. Aus bisher noch nicht geklärten Gründen kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Abnahme der Q10-Spiegel. Hier könnte eine verminderte Biosynthese (Vorgang in Zellen zur Aufrechterhaltung der physiologischen Funktion des gesamten Organismus) eine Rolle spielen. Weber betonte, daß hier Q10-Kapseln zur Bedarfsdeckung herangezogen werden sollten.
Professor K. Lockwood von der Malmögade-Klinik in Kopenhagen/Dänemark, berichtete über Fortschritte in der Onkologie. In einer Versuchsreihe mit klinischer Beobachtung über 3-5 Jahre beobachtete er unter Q10-Substitution (390 mg/Tag) in Ergänzung zu den konventionellen Protokollen einen kompletten Rückgang (!) in zahlreichen Fällen von Mammatumoren (Brusttumoren) sowie von deren Metastasen. Nachdem bereits in zahlreichen Tierversuchen der günstige Effekt von Q10 in der Tumorprävention und der Tumortherapie gezeigt werden konnte, sind nun größere Doppelblindstudien im Bereich der Onkologie in verschiedenen Ländern geplant.*
Q10 und Krebs |
Durch Tierversuche ist belegt, daß eine Q10-Behandlung
| eine Tumorinduktion hemmt |
| die Tumorgröße reduziert |
| die Lebenserwartung drastisch erhöht. |
Begründung
· Die Tumorzelle nimmt zwar Q10 auf, doch durch die erhöhte Q10-Konzentration bildet die Tumorzelle vermehrt Wasserstoffperoxyd. Da die Tumorzelle keine Katalase hat, die Wasserstoffperoxyd der gesunden Zelle abbaut, wird das Wachstum der Tumorzelle gehemmt.
Q10 verleiht dem Immunsystem hohe Intensität
Gesundes Gewebe wird durch Q10 vor dem Radikal-"Burst"
der Makrophagen geschützt.
Q10 verleiht der Psyche mehr Kraft und dadurch
verbessert sich die Wirksamkeit des Immunsystems wieder.