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Introduktion:
Eine Vielzahl von kontrollierten, offenen- und Langzeit-Studien haben bis heute die Wirksamkeit von Ubichinon Q10 bei kardiovaskulären Erkrankungen, z.B. Herzinsuffizienz, Angina pectoris, akutem Myokardinfarkt, koronaren Herzerkrankungen, Dysfunktion des linken Ventrikels, Reperfusionsschäden nach koronarer Bypass-Operation sowie Schädigung des Herzens durch Anthracyclin-Zytostatika belegt. Der klinische Einsatz von Ubichinon Q10 bei kardiovaskulären Erkrankungen erfolgt nach zwei Wirkprinzipien, erklärte P. H. Langsjoen, Texas. Zum einen gleicht Ubichinon Q10 den meßbaren Mangel im Blut und im Gewebe aus und wird von den Q10-defizienten Zellen in die Mitochondrien einbezogen. Dadurch wird der bioenergetische Zustand der Zellen verbessert. Zum anderen wirkt Q10 als Radikalfänger zellprotektiv. Auffällig ist die Besserung des klinischen Bildes nach Gabe von Ubichinon Q10 bei ausgewiesenem Q10-Mangel, oxidativem Streß und bei Schäden, die bereits durch Freie Radikale verursacht wurden. Ubichinon Q10 beugt u.a. dadurch vor, daß es die Oxidation von LDL-Cholesterin verhindert. Langsjoen erwartet, daß mit Dosen bis 720 mg/Tag und damit einhergehenden hohen Q10-Blut-Spiegeln weitere wesentliche Verbesserungen der klinischen Bilder bei Krankheitserscheinungen zu erreichen sind. "Wir stehen am Anfang einer aufregenden Entwicklung bei der Applikation von Q10 in der klinischen Anwendung; dies dank eines sich stetig weiter entwickelnden Interesses der breiten (!) Öffentlichkeit", so die Autoren. Svend A. Mortensen - The Heart Center, Rigshospetalet, Copenhagen - wies darauf hin, daß Ubichinon Q10 den myokardialen Metabolismus (Zellstoffwechsel) stabilisiert und somit adäquate Energiereserven schafft. Bei Herzschwäche ist ein wesentliches Q10-Defizit manifestiert. Der Grad des Q10-Defizits ist mit der Schwere der Symptome und dem Grad der Dysfunktion der linken Herzkammer verbunden. Mortensen führte weiter aus, daß Ubichinon Q10 sehr gut vertragen wird ohne begleitende Nebenwirkungen und sich die Krankheitssymptome und die Lebensqualität deutlich verbessern. Diese Aussage traf er nach verschiedenen offenen klinischen Studien und 9 Placebo-kontrollierten-Doppelblind-Studien aus den letzten 15 Jahren. Alle Resultate waren positiv, statistisch signifikant unter Bezug auf die klinischen Parameter und die Hospitalisierung. Mortensen verwies auf die guten Resultate aus 5 Doppelblind-Studien mit Angina pectoris-Patienten. Nach zusätzlicher Q10-Substitution hatten die Patienten weniger Schmerzen in der Brust und benötigten weniger Nitroglyzerin. |