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Anhang

Die Geschichte des Coenzyms Q10

Mit der Entdeckung des Co-Enzyms Q10 gelang der revolutionäre, wissenschaftliche Durchbruch, der Herz und Kreislauf stärken und das Leben auf natürliche Weise verlängern kann. Die für die moderne Medizin und Ernährungswissenschaft sensationelle Entdeckung des Co-Enzyms Q10 gelang im Jahre 1977 einer Forschergruppe um den amerikanischen Wissenschaftler F.L.Crane in Madison, Wisconsin, USA. Sie wiesen das Q10 in den Mitochondrien eines Rinderherzens nach. F.L.Crane fand heraus, daß Q10 zu vielfältigen Aufbau- aber auch Abbauleistungen fähig ist, denn es vermag einem biologisch aktiven Molekül Sauerstoff zu entziehen, aber auch zuzuführen. Dies war eine tiefgreifende Erkenntnis; denn zu wenig Sauerstoff bringt schlußendlich die zelluläre Energie zum Erlöschen, zuviel hingegen kann möglicherweise tödlich enden.

Es wurde schnell erkannt, daß Q10 eine Ursubstanz des Lebens ist, seit es Sauerstoff auf der Erde gibt. Jede menschliche Zelle, wie auch jede andere lebende Zelle, benötigt Q10 zum Atmen und zur Energiegewinnung. Ohne diesen Nährstoff vermag keine Zelle zu arbeiten.

Der britische Forscher R.A.Morton benannte das Co-Enzym Q "Ubichinon", da es in allen Lebensformen, so auch im menschlichen Körper überall vorkommt (ubiquitär).

In den Anfängen der Q10-Forschung war die einzige zuverlässige Q10-Quelle das Rinderherz. Hohe Kosten für die Beschaffung und die damit verbundenen Schwierigkeiten bremsten in den ersten Jahren nach der Entdeckung die weiteren Forschungsaktivitäten erheblich. Immerhin belief sich der Beschaffungspreis für 1 Gramm ungereinigten Q10 auf etwa 1000 Dollar.

Im Jahre 1978 erhielt Peter Mitchel den Nobelpreis für seine Erkenntnisse über die Rolle, die Q10 bei der Energieproduktion in den "Kraftwerken der Zelle", den Mitochondrien, spielt, sowie für seine zukunftsweisenden Hypothesen.

Prof. Folkers, in dessen Forscherteam Dr.Franz Enzmann lange arbeitete und mit dem ihn die wissenschaftliche Arbeit eng verband, klärte die chemische Struktur von Q10 auf und war der erste Forscher, der das Q10 im Menschen nachwies und damit die lebenswichtige Bedeutung dieses Co-Enzyms für die Atmung und Energieproduktion der menschlichen Zelle erkannte. Professor Folkers wurde im Jahre 1986 mit der Priestley Medaille ausgezeichnet, der höchsten Ehrung, die von der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft für hervorragende Leistungen in Chemie und Medizin verliehen wird. Professor Folkers wurde die Auszeichnung u.a. in Anerkennung seiner Arbeiten über das Q10 verliehen.

Seinen frühen Experimenten zum Wirkungsbeweis von Q10 folgend, wurde von Wissenschaftlern eine komplizierte Methode der chemischen Synthese und Mengenproduktion von Q10 entwickelt. Die Kosten für diese Arbeiten waren gewaltig.

In den 70er Jahren gelang es den Japanern, einen Weg zu finden, wie es durch Zuhilfenahme einer verblüffenden Technologie möglich wurde, große Mengen Q10 zu einem akzeptablen Preis herzustellen. Den Biologen war es gelungen, den Schlüssel dazu in der Tabakpflanze zu finden. Die Forscher brachten es fertig, bei ihrer Arbeit eine ungewöhnliche Substanz zu isolieren. Diese stellte die charakteristische Q10 Seitenkette von 50 Kohlenstoffatomen bereit.

Im Jahre 1974 wurde dann die industrielle Produktion von Q10 aufgenommen. Nachdem das gewonnene Material in der erforderlichen Reinheit in ein pharmazeutisches Produkt umgewandelt war, waren weitere umfassende Forschungsarbeiten mit dem Nährstoff möglich.

Schließlich entdeckten wiederum die Japaner 1977 einen Weg, Q10 durch Fermentation (Gärung) zu erzeugen. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, Q10 in großen Mengen verhältnismäßig billig herzustellen.

Q10 wird auch aus Auberginen gewonnen. Die Herkunft ist nahezu ohne Bedeutung für die Sicherheit und Verträglichkeit, Voraussetzung ist nur, daß Q10 chromatographisch reinst (99,8%) hergestellt wird.

Prof.Folkers Befriedigung über dieses Ergebnis brachte er später so zum Ausdruck: "Als Fermentation die Produktion von größeren Mengen erlaubte, konnte endlich die klinische Anwendung von Q10 erforscht werden, ohne daß der Vitalstoff ausging. Das erklärt die große Zeitspanne zwischen der chemischen Entdeckung des Q10 und dem gesicherten Nachweis seiner Heilkraft. In der Biochemie ist Q10 relativ alt, in der Medizin dagegen ist Q10 relativ neu."

In vielen Ländern der Welt gibt es inzwischen Q10-Forschungsinstitute, so selbst in Rußland, der Tschechischen Republik und Indien. Leider stoßen die Wissenschaftler bei der Finanzierung von Forschungsarbeiten in Deutschland auf Widerstände.

Q10 ist in Japan, den USA, Italien, Großbritannien, Holland, Dänemark und Schweden eine Selbstverständlichkeit geworden. In den meisten Ländern wird Q10 schon lange in den Vitaminregalen als Nahrungsergänzung dem Publikum angeboten. In Japan und Italien ist es als Medikament für Herzinsuffizienz erhältlich. Aufgeklärte Menschen reichern ihren Speiseplan damit an. Mediziner verordnen es zur Behandlung diverser Krankheiten und zur Vorbeugung, denn dort weiß man seit Jahren, daß Q10 mit seiner vielfältigen Wirkungsweise nicht nur den Menschen unmittelbar hilft, sondern auch bewußt und wirkungsvoll zur Kostensenkung des Gesundheitswesens beiträgt.