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Wundheilung

Bei Operationswunden kann es leicht zu einer Infektion kommen. Dies ist u.a. ein Grund dafür, daß häufig 24 Stunden lang nach der Operation Antibiotika verabreicht werden. Bei dickleibigen Patienten oder Patienten mit geschwächten Abwehrkräften (Immunsystem), z.B. bei Älteren und/oder bei unter anderen Krankheiten Leidenden, besteht die Gefahr einer Infektion vermehrt.

Bei Wunden aller Art besteht die Gefahr, daß Bakterien eindringen. Die dadurch verursachte Infektion kann die Heilung verzögern, sogar schlimmere Folgen nach sich ziehen. Die Wunde weist Rötungen, Schwellungen, gelegentlich Eiter- und Abzeßbildung auf. Es kann zu Komplikationen infolge Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Gewebeschichten kommen, ja selbst entfernte Körperbereiche können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wo greift Q10 bei der Wundheilung ein?

Die Wundheilung hängt u.a. ab von:

der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems (Zytokinbildung) und
der Fähigkeit zur Vermehrung von Gewebe.

Diese Prozesse werden durch Ubichinon Q10 gefördert. Psychischer Streß verzögert die Wundheilung! Psychischer Streß führt über den oxidativen Streß zum Bioenergetischen Defizit, zur Energielosigkeit und damit zur Schwächung des Immunsystems und der Zellteilungsfähigkeit. Ubichinon Q10 wirkt diesem Prozeß entgegen.

Welche Auswirkungen psychischer Streß auf den Wundheilungsprozeß hat, verdeutlicht eine Studie von J.K.Kiecolt-Glaser et al., die im Jahre 1995 in Lancet; 346:1194-96, veröffentlicht wurde.

An der Studie nahmen insgesamt 26 Frauen teil, die auf 2 Gruppen verteilt wurden. In der ersten Gruppe waren 13 Frauen als Pflegende von an Alzheimer erkrankten Verwandten. Die 13 Frauen der zweiten Gruppe waren nicht durch diese schwere Aufgabe belastet, also gesunde, psychisch nicht belastete Frauen.

Allen Frauen wurden Wunden mit einer Tiefe von 3,5 mm am Unterarm beigebracht (eingestanzt).

Das Ergebnis: Bei den pflegenden Frauen dauerte die Wundheilung 49 Tage. Hingegen erstreckte sich die Wundheilung bei den nicht durch die Pflege belasteten Frauen nur über einen Zeitraum von 39 Tagen. Die größten Unterschiede in der Wundheilungsdauer traten zu Beginn des Heilungsprozesses auf.

Das Ergebnis spiegelt sich auch im zeitlichen Ablauf der Wundheilung wieder, der in der Grafik dargestellt ist.

Q10 Erfolge bei Wundheilung

Bei frischen Wunden, sollte das unmittelbare Wundenumfeld mit der Q10-Creme behandelt werden. Bei bereits geschlossenen Wunden ist unbedingt eine Narbenbehandlung zu empfehlen. Die Narbenbildung wird positiv beeinflußt, d.h. die sichtbare Narbe wird glatter und weniger intensiv ausgebildet.

Wo greift Vitamin C bei der Wundheilung ein?

Die Wundheilung erfordert die Erzeugung und Ablagerung von Kollagen. Kollagene Fasern zählen zu den wesentlichsten Bestandteilen der Körpergewebe. Sie sind am Aufbau von Bindegewebe, Knorpel, Knochen, Gefäßen sowie vom Zahnhalteapparat maßgeblich beteiligt.

Bei der Bildung des Kollagens ist Vitamin C unerläßlich. Es ist Co-Faktor für 3 Enzyme, die bei der Kollagenbildung von Bedeutung sind.

Bei Vitamin-C-Mangel wird die Struktur des Kollagens gestört, was zu erheblichen Funktionseinbußen dieses Moleküls führt. Beeinträchtigungen aller Gewebefunktionen sind die Folge: so kann es zu schlechter Wundheilung, Hautveränderungen, Knochenbrüchigkeit und Parodontose kommen.

Vitamin C fördert die Zell- und Gewebereparatur und somit die Wundheilung!

Murad et al. wiesen nach, daß sich die Erzeugung von Kollagen in Gewebekulturen auf das Achtfache erhöhte, wenn sie mit Vitamin C angereichert wurden. Sie stellten fest, daß die Dehnfähigkeit der Wunden und die Häufigkeit des Aufplatzens von Wunden in unmittelbarem Zusammenhang mit dem jeweiligen Vitamin-C-Spiegel stehen.

Personen, die sieben Monate vollkommen ohne Vitamin C ernährt wurden, und denen Wunden beigebracht wurden, zeigten keinerlei Heilungsprozeß an den Wunden. Doch als sie zehn Tage lang täglich 1 g Vitamin C erhielten, heilten die Wunden normal ab.

Mehrere Forscher berichten, daß Operationswunden bei Patienten, die weniger als 20 mg Vitamin C pro Tag aufnahmen, sehr schlecht oder gar nicht abheilen. Hohe Vitamin-C-Gaben leiten den Heilungsprozeß schnell ein.

Es ist häufig beobachtet worden, daß sich das Vitamin C an der verletzen Stelle konzentriert und dort zerstört wird. Wenn dem Patienten keine zusätzlichen Vitamin-C-Dosen verabreicht werden, sinkt der Vitamin-C-Spiegel im Plasma, im Serum, im Blut und in den weißen Zellen.

Crandon et al. haben im Verlauf einer Studie mit 287 chirurgischen Patienten festgestellt, daß die Vitamin-C-Konzentration in den Leukozyten und Thrombozyten sowie im Plasma nach einer Operation um etwa 20 Prozent abnimmt. Bei Patienten mit infizierten Wunden sinkt die Abnahme sogar auf 30 Prozent.