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AIDS


Wie wir gesehen haben, sind bei den verschiedensten Erkrankungen Studien mit Ubichinon Q10 durchgeführt worden. Immer wieder wurde dabei auch festgestellt, daß das Immunsystem eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Krankheiten spielt. Desweiteren wurde festgestellt, daß das Immunsystem, soweit es nicht arbeitet, u.a. durch Q10-Gaben stimuliert werden kann.

Daraus ergab sich die Frage, inwieweit Q10 auch bei AIDS hilfreich sein kann, da hier auch eine Immunschwäche vorliegt.

Seit einigen Jahren laufen umfangreiche Studien darüber, ob und inwieweit Co Q10 positive Einwirkungen auf den Krankheitsverlauf bei AIDS und vor allem auf den Zeitpunkt des Ausbruchs der Krankheit hat.

Es ist verständlich, daß bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend gesagt werden kann, ob Q10 den Körper in die Lage versetzen kann, den Ausbruch der Krankheit nach erfolgter Infektion zu verhindern. Eines steht jedoch fest, daß der AIDS-infizierte, und damit geschwächte Körper, Q10 benötigt, um das Immunsystem zu stärken zur Minderung der verstärkten Infektionsanfälligkeit.

Anfang der 90er Jahre erschienen eine Reihe von Publikationen, die auf ein Q10-Defizit bei AIDS hinwiesen. Man stellte fest, daß AIDS-Kranke u.a. an schwerwiegenden Erkrankungen des Herzens litten. Bekanntlich wird auch bei diesen Patienten immer ein signifikant niedriger Q10-Spiegel festgestellt.

Durchgeführte Q10-Spiegel-Messungen bei AIDS-Patienten ergaben folgende Feststellungen:

Gruppe I HIV positiv Patienten - Träger des Virus normale Q10-Spiegel
Gruppe II ARC Patienten - Vorstadium des Krankheitsausbruchs signifikant niedrige Q10-Spiegel
Gruppe III AIDS-Patienten - Krankheit ist ausgebrochen die niedrigsten Q10-Spiegel

Man stellte fest, daß Patienten aus der Gruppe I im Verlauf zum Übergang zur Gruppe II bereits erniedrigende Q10-Spiegel aufwiesen. Man führte dies zunächst auf den Umstand zurück, daß die HIV-Infizierten häufig unter Depressionen litten und damit derart unter Streß standen, daß das Immunsystem Schaden erlitt. Die damit einhergehende überhöhte Oxidation im Körper verbrauchte die noch vorhandenen Q10-Reserven. Beim weiteren Übergang in die Gruppe III war bereits eine deutliche Unterversorgung mit Q10 gegeben.

Auf diese Erkenntnisse aufbauend, wurde eine Pilotstudie (P.H.Langsjoen, K.Folkers, in Biomedical and Clinical Aspects of Coenzyme Q, Vol. 6 Elsevier Science Publishers, Amsterdam (1991), p.409-415) begonnen, um den Effekt von Q10-Gaben bei den Patienten der Gruppen II und III zu überprüfen. Dabei wurde festgestellt, daß durch die Q10-Therapie die Patienten der Gruppe II frei von Infektionen blieben und nicht zur Gruppe III progressierten. Die Studie umschloß einen Zeitraum von 4 Jahren.

Die Autoren schlossen daraus, daß dieses positive klinische Ergebnis nur möglich war, weil sich das "delikate Gleichgewicht" zwischen dem HIV-Träger und dem Virus zugunsten des HIV-Trägers verschoben hatte.

Weitere Teilergebnisse aus Studien gehen aus einer Veröffentlichung hervor, der Untersuchungen von Prof.Folkers, Dr. R.Brown, Dr.W.Judy und Dr.M. Morita von den Universitäten von Texas, Austin und Tomball, zu Grunde liegen und die am 15. April 1993 publiziert wurden.

Auch danach ist davon auszugehen, daß Q10 durch die stabilisierende Wirkung für das Immunsystem und die Aufrechterhaltung eines hohen Energiestatus zu einer gewissen Hoffnung - zumindest was den Zeitpunkt des Ausbruchs der Krankheit betrifft - Anlaß gibt; dies natürlich im Zusammenspiel mit der derzeit angewandten Kombinationstherapie, die die Aufgabe hat, die permanente Mutation des Virus "in Schach zu halten".

Man muß sich vor Augen führen, daß AIDS-Kranke in der Regel im Endstadium häufig an einer Infektionskrankheit oder einer Lungenentzündung sterben, weil das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, die notwendigen Abwehrkräfte zu mobilisieren.