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69 Inkontinenz (Blasenschwäche)Etwa 4 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Blasenschwäche. Ein Tabuthema hierzulande. Die daran Leidenden kennen die praktischen und auch die seelischen Auswirkungen, die diese Krankheit hervorruft. Ärzte, auch Fachärzte, Urologen, kennen die Probleme und können sie häufig nicht ad hoc lösen. Vielfach helfen die verordneten Medikamente nicht oder führen zu Unverträglichkeiten. Folglich sind die davon betroffenen Menschen zumeist darauf angewiesen, Binden und Einlagen in den Apotheken oder Sanitätshäusern zu kaufen, um die Auswirkungen der Blasenschwäche auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Zunächst müssen bei Inkontinenz die Ursachen, die vielschichtig sein können, erkannt werden. Dies sind:
Erst wenn die Ursachen erkannt worden sind, kann das Problem angegangen werden, denn es bringt wenig, die Symptome anstelle der Ursachen zu behandeln. Eines haben die vorerwähnten Ursachen gemeinsam: Sie betreffen alle das Immunsystem der Betroffenen und damit als Folge den Energiehaushalt des Menschen. Die Auswirkungen betreffen schlußendlich die Harnblasenmuskulatur. Sie versagt weitgehend und das führt zu unwillkürlichem Urinabgang. Somit sollte die Bekämpfung der Inkontinenz da beginnen, wo sie vielfach ihren Ausgangspunkt hat, beim "angeknacksten", geschwächten Immunsystem. Das Immunsystem dient der Erhaltung und dem Schutz aller lebenswichtigen Vorgänge im Körper. Es wehrt körperfremde Substanzen ab und vernichtet Körperzellen, die nicht mehr lebensfähig sind. Von der Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxologie wurde 1994 darauf hingewiesen, daß jeder vierte Deutsche unter einem angegriffenen Immunsystem leide. Ein Rückgang in der Abwehrkraft des Immunsystems bedroht die Gesundheit des Menschen. Eine solche Schwächung des Immunsystems ist z.B. eines der offensichtlichsten Anzeichen des Alterungsprozesses. Es kommt also nicht von ungefähr, daß Harninkontinenz bei zwischen 10 und 30 Prozent der daheimlebenden Menschen über 65 auftritt. Die das Immunsystem betreffende Situation ist ähnlich bei Menschen, die schlecht ernährt sind oder die ein durch Krankheit geschwächtes Immunsystem haben. Manchen Menschen machen Streß oder Bewegungsmangel nicht viel aus. Andere wiederum reagieren darauf mit einer Vielzahl von Erkrankungen, u.a. Blasenschwäche, Müdigkeit und andere Anzeichen. Ältere Menschen sind weniger dazu in der Lage, Krankheiten abzuwehren. Viele nachteilige Erscheinungen, speziell im Alter, werden mit einem geschwächten Immunsystem in Verbindung gebracht. Es ist kein Zufall, daß der Rückgang der Stärke des Immunsystems mit der Unfähigkeit des Körpers zusammenfällt, sich intern ausreichend mit Q10 zu versorgen. Die Funktionsfähigkeit des Immunsystems verschlechtert sich im Alter bis zu einem Punkt, an dem es nicht mehr in der Lage ist, in der gewünschten Weise abwehrend tätig zu sein. Ubichinon ist ein integraler Bestandteil der Zellen des Immunsystems. Wenn die Immunität gering ist, dann sind auch immer die Reserven an Q10 stark vermindert. Entsprechende Blutspiegelmessungen belegen das. Wird die Konzentration des Q10 erhöht, so wird gleichzeitig das Potential des Immunsystems erhöht. Die Zelle bezieht ihre Kräfte aus der täglichen Aufnahme von Nahrung, die in einem speziellen Verbrennungsvorgang schließlich die Energie schafft, um alle Organe, die die energieverbrauchende Tätigkeit in Gang setzen, damit zu versorgen. Wird die Zelle nicht ausreichend oder unzulänglich mit Energie versorgt, ist sie nicht ausreichend geschützt, sind schwere Erkrankungen die Folge der Angriffe der Freien Radikalen. Freie Radikale "schlagen völlig unspezifisch zu". Es ist also nicht vorhersehbar, wo sie Schäden anrichten. Sie können "nur" eine Parodontose verursachen, können aber auch Krebs auslösen. Genau nach dieser unsystematischen Vorgehensweise können sie die Harnblasenmuskulatur schädigen, schwächen. In welchem Maße Q10 auf Muskelschwächen Einfluß nehmen kann, mag das Beispiel der Herzinsuffizienz (Herz- muskelschwäche) deutlich machen. Wird das insuffiziente Herz wieder ausreichend mit Q10, d.h. also mit Energie versorgt, bessern sich die Krankheitszustände, ja sie verschwinden häufig völlig. Ähnlich verhält es sich bei der Harnblasenmuskulatur.
Der Fall einer Patientin ist dokumentiert, bei der eine Herzinsuffizienz mit einer Harninkontinenz, von der dem Behandelnden zunächst nichts bekannt war, zusammenfiel. Die Patientin nahm ihrem Körpergewicht entsprechend gegen die Herzinsuffizienz das Q10-Monopräparat- in einer Dosis von 3 mg/kg Körpergewicht täglich. Es waren 9 Kapseln à 30 mg. Die Herzinsuffizienz verbesserte sich signifikant, die Inkontinenz verschwand völlig. Daraufhin reduzierte die Patientin die Q10-Einnahme auf 4 Kapseln täglich. Sie war vom Herzen her beschwerdefrei, aber die Inkontinenz setzte erneut ein. Nach erneuter deutlicher Dosiserhöhung war sie wieder "trocken". Sie variierte nun so lange, bis sie für ihren Körper die richtige Dosis gefunden hatte. Es waren 6 Kapseln à 30 mg pro Tag. Bei der Inkontinenz werden verschiedene Arten unterschieden. Die hier interessierenden Arten sind:
Die Drang-Inkontinenz kann allein oder in Zusammenhang mit unterschiedlichen Graden der Streßinkontinenz auftreten. Die Überlauf-Inkontinenz tritt bei akuter oder chronischer Blasenüberdehnung oder wenn der Blasendruck den Harnröhrenverschlußdruck ohne Kontraktion der Muskeln, die die Entleerung der Harnblase bewirken, übersteigt, auf. Die
Streß-Inkontinenz tritt insbesondere bei einer Druck-erhöhung
z.B. durch Pressen, Husten, Niessen, Heben und bei allen Anstrengungen,
die zu einer plötzlichen Steigerung eines Druckes in der Bauchhöhle
führen, auf.
Es sind zahlreiche Fälle von Inkontinenz-Patienten bekannt, bei denen
durch Q10-Spiegelmesseungen signifikant niedrige Q10-Reserven festgestellt
worden sind und bei denen sich durch zusätzliche orale Aufnahme von
Q10 als Monosubstanz nach wenigen Monaten nicht nur eine Verbesserung
des Leidens ergeben hat, sondern die Inkontinenz völlig behoben war.
Ein eindeutiges Zeichen für einen Q10-Mangel. Bedauerlicherweise wird bis heute der therapeutische Nutzen dieser Erkenntnis geradezu sträflich vernachlässigt. Mit allen Folgen. Ignoranz oder Nichtwissen? Bedeutende Faktoren, die eine Inkontinenz auslösen können, sind auch und gerade in unserer Zeit psychische Störungen, unter die man auch die Depressionen subsumieren kann. Nicht umsonst spricht man vom "die Nerven liegen blank" oder "er hat ein dünnes Nervenkostüm". Daß oft nur ein Q10-Mangel Grund für diese Tatsachen sind, ist hinreichend nachgewiesen. Die gesamte Zell-zu-Zell-Kommunikation benötigt Energie, die den Zellen immer wieder zugeführt werden muß. Wie Sie sehen, ein schier unendlicher Kreislauf. Verständlich wird dann, wenn bei einer angespannten Lage der funktionelle Teil unseres Körpers in Mitleidenschaft gezogen wird. Funktionen können aus Energiemangel nicht mehr ausgeführt werden.
Es gilt also, den Energiehaushalt des Körpers durch Ubichinon Q10
hoch zu halten, damit alle Funktionen der Organe "programmgemäß"
ausgeführt werden können; denn gerät der Energiehaushalt
außer Balance, können Störungen wie Inkontinenz die Folge
sein. |