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Übergewicht, Fettsucht, Fettleibigkeit

a) Auswirkung einer Q10-Einnahme

Von Fettsucht spricht man, wenn das Normalgewicht um mehr als 10% überschritten wird. Frauen, vor allem in der zweiten Lebenshälfte, erkranken häufiger als Männer. Sie ist derzeit eine der häufigsten ernährungsabhängigen Störungen.

Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, daß jeder dritte Erwachsene an Übergewicht leidet. Man schätzt, daß ungefähr 20% der Männer und Frauen zwischen 20 und 30 Jahren Übergewicht haben; bei den 50-60jährigen sind es wohl über 50%.

Bei Übergewicht ist die Kalorienzufuhr im Verhältnis zum Bedarf zu groß. Die nicht verbrauchte Kalorienmenge wird als "Depotfett" abgelagert. Bevorzugte Fettdepots sind das Unterhautfettgewebe, hinter dem Bauchfell, zwischen den Muskeln, um die Organe Niere und Herz herum. Darüber hinaus wird in die Leberzellen Fett eingelagert.

Mit dem Übergewicht gehen häufig gesundheitliche Probleme einher. Durch die vermehrte Arbeit, die das Herz zu leisten hat, entwickeln sich Atemnot, Pulsbeschleunigung und Ödeme in der Knöchelregion. Der Blutdruck ist fast immer überhöht. Verschlußerkrankungen der Arterien, besonders der Hirnarterien und der Beinarterien, treten auf. Schlaganfall und Venenerkrankungen drohen. Gelenke und Bänder sind extrem belastet, was oft Schäden nach sich zieht.

Der länger bestehenden Fettsucht folgt oft ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Cholesterin und Triglyzeride sind im Blut meistens erhöht. Das Auftreten von Gallensteinen und Gicht ist keine Seltenheit. Bei chirurgischen Eingriffen ist mit einer höheren Komplikationsrate zu rechnen, und schließlich können Erschwernisse in der Schwangerschaft auftreten.

Mit den Auswirkungen von Ubichinon Q10 auf die Fettleibigkeit haben sich - auf Anregung von Dr.Franz Enzmann - van Gaal et al. (146) befaßt.

Die Q10-Verabreichung war mit einer Diät gekoppelt. An der Studie nahmen Männer und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 37,2 Jahren teil. Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, und zwar in eine Gruppe, die zu Beginn der Behandlung bereits niedrigere Q10-Spiegel aufwies als die zweite Gruppe.

Die Diät war so ausgelegt, daß dem Körper 1,5g Protein/pro Kilo Idealgewicht zugeführt wurde. Dazu kamen 100 mg Q10 täglich.

Bei der Bestimmung der Q10-Spiegel fanden die Wissenschaftler, daß stark übergewichtige Menschen ein Q10-Defizit von etwa 50% haben.

Die Ergebnisse der Studie sind äußerst interessant, denn die Gewichtsreduktionen waren signifikant, ebenso die deutlich niedrigeren Werte des BMI.

Dabei fällt auf, daß die Patienten, die vor der Behandlung einen deutlich niedrigeren Q10-Spiegel aufwiesen, den größten Gewichtsverlust nach der Behandlung zu verzeichnen hatten.

Eine Gewichtsreduktion von 16,6% wurde von den Wissenschaftlern als signifikant bezeichnet.

Veränderung des Körpergewichts nach Q10-Behandlung

Ausgangsbaisis * Ausgangsgewicht in kg nach 8-9 Monaten Q10-Gabe nach 3 Monaten Q10-Gabe
Niedriger 110,0 ± 21,0 97,5 ± 19,8 94,6 ± 18,4
Höher 103,5 ± 17,9 97,7 ± 15,2 --
*Die Patienten wurden in 2 Gruppen geteilt, die einen unterschiedlich hohen Q10-Spiegel aufwiesen.

Veränderung des BMI nach Q10-Behandlung

Ausgangsbasis Ausgangsindex-Punkt nach 8-9 Mon. Q10-Gabe nach 3 Mon. Q10-Gabe
niedriger 41,4 ± 6,3 36,4 ± 6,3 35,7 ± 6,0
höher 37,3 ± 1,7 35,3 ± 1,5 --

Prozentuale Veränderung des Körpergewichts und des BMI nach 8-9 Wochen und nach 3 Monaten

Ausgangsbasis   nach 8-9 Wochen in % nach 3 Monaten in %
niedriger Gewicht
BMI
12,2 ± 3,4
12,3 ± 3,3
16,6 ± 3,2
16,5 ± 2,7
höher Gewicht
BMI
5,4 ± 3,3
5,4 ± 1,8
5,9 ± 1,7
6,0 ± 1,8

Bei diesen Studien wurde festgestellt, daß bei einigen Probanden zunächst eine geringe Gewichtszunahme zu verzeichnen war, die sich aber nach 1-3 Wochen zurück bildete. Dann trat die Gewichtsabnahme ein.

Die Autoren kamen daraus zu der Erkenntnis, daß bei diesen Probanden zunächst das "Gleichgewicht" im Körper mit angemessenen Q10-Spiegeln hergestellt werden mußte; sodann konnte die Regulation mit Gewichtsabnahme einsetzen.

b) Auswirkungen einer ChromIII-Einnahme

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Übergewicht ein großes Problem in der Bevölkerung. Hauner bezeichnete Übergewicht generell als Indikator für ungesunde Lebensweise (Deutsches Ärzteblatt 51/52, 1996). Eine wesentliche Risikobegrenzung kann durch Senkung des Körpergewichts beobachtet werden.

Hier beginnen jedoch die Frustrationen. Das Ziel, Körpergewicht dauerhaft zu senken, wird oft nicht erreicht. Ständiges Hungergefühl, manchmal verbunden mit Heißhungerattacken, lassen die "Hungerkünstler" aufgeben.

Eine weitere Erklärung für das Hungergefühl fanden Forscher - neben der Unterzuckerung durch vermehrt ausgeschüttetes Insulin - in der verminderten Bildung der Transmittersubstanz Serotin. Diese Substanz wird im Gehirn aus Tryptophan aufgebaut und vermittelt dem Körper das Gefühl, satt zu sein.

Tryptophan kann aber nur mit Hilfe von Insulin ins Gehirn gelangen. Insulin wiederum kann mit Hilfe von Chrom III optimal an die Zellen andocken. Ein Mangel an Chrom III führt also zur Insulinresistenz und damit zum Serotinmangel.

ChromIII hat zwar keinen direkten Einfluß auf das Körpergewicht, es ist aber für eine dauerhafte Gewichtsregulierung not- wendig. Es wirkt über die Senkung der erhöhten Insulin-Blutspiegel.

Zur Erläuterung: Eine wichtige Tatsache ist, daß als Folge der verstärkten Insulinausschüttung die Hunger/Sättigungs-Regulation im Zwischenhirn gestört wird. Eine Spirale kommt damit in Gang, die in rasantem Tempo zur Fettsucht führt.

Ein ständiges Übermaß an Kohlenhydraten und hohe Blutzuckerspiegel lösen hohe Insulinausschüttungen aus und füllen das Fettgewebe auf. Ein konstant hoher Insulinspiegel macht Heißhunger. Es wird vermehrt gegessen - mit den oben beschriebenen Auswirkungen. Es kommt zu "Hungerattacken". Das ganze System gerät nach und nach aus den Fugen und steuert unausweichlich in den Finalzustand des metabolischen Syndroms.

Diesem Syndrom sind folgende Symptome gemeinsam:

Insulinresistenz
erhöhter Blutdruck
Abnahme de HDL`s
Zunahme der LDL`s und Fettsäure im Blut