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Q10 und das Immunsystem


Das Immunsystem wird durch intrazelluläre Signalübertragung gesteuert. Signale werden durch Botenstoffe des Immunsystems, den Zytokinen, vermittelt. Rezeptoren erkennen die Zytokine spezifisch. Gap-Junctions und Ionenkanäle ermöglichen die Zell-zu-Zell-Kommunikation und steuern diese Vorgänge. Ubichinon Q10 ist hierbei die Voraussetzung für die Zytokinbildung, die Rezeptor-Beweglichkeit, für die Gap-Junction-Gängigkeit und die Ionenkanal-Funktion.

STARKES IMMUNSYSTEM = STARKE ABWEHR

Wenn Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger es schaffen, den Schutzschild des Organismus zu durchstoßen, treffen sie auf die Verteidigungslinie des Immunsystems. Dieses "intelligente" Abwehrsystem unseres Körpers vermag die Widersacher an charakteristischen Strukturen ihrer Zelloberfläche als fremd zu erkennen und setzt sie außer Gefecht.

Aber auch der oxidative Streß fordert unser Immunsystem ständig heraus. Kurzlebige Radikalspitzen treten im normalen Leben ständig auf, z.B. durch Hitzeeinwirkung und körperliche Belastung. Der Körper reagiert mit Gegenregulationen. Er verstärkt sein antioxidatives Schutzsystem durch gesteigerte Bildung entsprechender Enzyme.

In Maßen sich vollziehende Radikalsteigerungen lassen den Körper gegen Umweltbelastungen resistenter werden, sein Immunsystem festigt sich. Hierin liegt auch der Nutzeffekt von normalen sportlichen Aktivitäten und ausreichender Bewegung an der frischen Luft. Das ist die erwünschte Anwort des Immunsystems, die zur Widerstandskraft des Körpers beiträgt.

Auch der Alterungsprozeß spielt für das Immunsystem eine Rolle, denn im Verlauf der Altersentwicklung kommt es dort zu funktionellen Veränderungen und zu Abbauprozessen. Solche Abbauprozesse lassen sich durch immunstimulierende Substanzen deutlich verlangsamen, teilweise sogar verhindern.

Wie beim jungen Menschen, so gibt es auch beim alternden Menschen eine Wechselbeziehung zwischen der Verringerung der Fähigkeit zur Immunantwort und der Reduzierung der Zahl der Lymphozyten und der verkürzten Lebenserwartung.

Eine Störung der Immunüberwachung scheint für das hohe Auftreten bestimmter Tumoren im Alter von Belang zu sein. Die Überlebenszeit bei immunologisch bedingten Erkrankungen läßt sich durch Stärkung des Immunsystems verlängern.

Besonderes Augenmerk ist auch der Tatsache zu schenken, daß Streß Aktivitäten des Immunsystems schwächt, teilweise sogar unterdrückt, denn Streßhormone der Nebenniere zerstören die Erbsubstanz der T-Lymphozyten und führen so zu deren Zelltod. Streßhormone entfalten ihre zerstörerische Tätigkeit um so mehr, je schwächer das Immunsystem ist. Ein starkes und voll funktionsfähiges Immunsystem vermag die vernichtende Tätigkeit der Streßhormone weitgehend zu kompensieren.

Fazit:
Der Alterungsprozeß ist also nicht nur ein spezielles Evolutionsmerkmal, sondern hängt auch davon ab, wie effektiv schädliche Nebenreaktionen normaler biologischer Prozesse mit Hilfe eines intakten Immunsystems, eines funktionsfähigen Hormonsystems und einer gesunden Ernährung mit ausreichend Mikronährstoffen abgewehrt werden.

Q10 unterstützt den Prozeß der Immunabwehr; daher ist es sinnvoll, auch zur Prävention ausreichende Q10-Reserven aufzubauen.

Den oxidativen Streß kontrollieren, heißt länger leben und gesünder sterben. Die Lebensqualität steht im Mittelpunkt.

Ubichinon Q10 als Verstärker des Immunsystems

- hier Antikörperbildung bei Hepatitis-B-Impfung -

Scaglione et al. (130) unterstrich in seiner Studie, daß Ubichinon Q10 das menschliche Abwehrsystem stärkt, insbesondere gegen Bakterien, Viren und parasitäre Infektionen.

Von einer von den Wissenschaftlern durchgeführten Studie erwartete man eine Antwort darauf, welche speziellen Teile des Immunsystems positiv beeinflußt werden.

Um eine entsprechende Immunantwort auszulösen, wurden die Testpersonen einer Hepatitis-Schutzimpfung unterworfen, um die entsprechende Immunantwort während der Studie über 3 Monate zu beobachten. Es wurden drei Gruppen gebildet: Gruppe I erhielt ein Placebo, Gruppe II erhielt 90 mg/Tag Q10 und die Teilnehmer der Gruppe III erhielten 180 mg/Tag Q10. Es wurden insgesamt 19 Parameter (u.a. rote Blutzellen, Lymphozyten, Monozyten, Hematocrit, Blutdruck, Glukose) beobachtet. Die Antikörper-Reaktion war in den Q10-Gruppen deutlich höher. Die 180 mg/Tag-Q10-Dosis offenbarte das beste Ergebnis in der Immunantwort als Reaktion auf die Hepatitis B-Impfung.

Als Ergebnis hielten die Wissenschaftler während des Q10-Kongresses 1998 in Boston fest, daß Ubichinon Q10 einen äußerst wirksamen Effekt auf die Antikörperbildung bei einer Impfung gegen Hepatitis B hat.