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51 Multiple SkleroseEs ist seit langem bekannt, daß das Gehirn und das Nervensystem wegen der relativ geringen antioxidativen Kapazität "ideale" Angriffspunkte für oxidative Zerstörung sind . Syburra et al. (149) haben den oxidativen Streß im Blut (Plasma, Erythrozyten, Lymphozyten) bei 28 Multiple Sklerose-Patienten und bei 30 gesunden Kontrollpersonen festgestellt, indem er eine Multiparameter-Analyse der enzymatischen und nichtenzymatischen Antioxidantien - Ubichinon Q10, Vitamin E, reduziertes und oxidiertes Glutathion, Superoxid-Dismutase, Glutathion-Peroxidase, Katalase und die Fettsäuren der Phospholipide - durchgeführt hat. Im Vegleich zu den Kontrollpersonen (0,78±0,08 ¼g/ ml) hatten die Multiple Sklerose-Patienten deutlich verminderte Ubichinon Q10-Plasma-Werte von 0,21± 0,10 ¼g/ml. Lymphozyten-Ubichinon wurde ebenfalls deutlich vermindert bei 8,1± 4,0 gegenüber 30,3±7,2 ng/ml Blut bei den Kontrollpersonen festgestellt. Die Plasma-Werte von Vitamin E lagen bei den MS-Patienten bei 7,4±2,1 gegenüber 11,4±1,8 p¼g/ml bei den Kontrollpersonen. Ebenfalls die Glutathion-Peroxidase-Werte der Erythrozyten waren bei den MS-Kranken mit 22,6±5,7 gegenüber 36,3±7,2 U/g Hb deutlich vermindert. Dieses Defizit an Antioxidantien im Blut war assoziiert mit deutlich erhöhten Werten der Fettsäuren der Phospholipide. Das Blut der MS-Patienten zeigt deutlich den extremen oxidativen Streß, der mit der Krankheit einhergeht. Die
Möglichkeit der Bekämpfung der Krankheit mit Antioxidantien
und einer angemessenen Schonkost ist ein viel versprechender Weg die Krankheit
in ihrem Fortschreiten aufzuhalten, so die Autoren auf dem Q10-Kongress
in Boston. Die Antioxidantien sollten nicht nur reduziertes Glutathion
beinhalten, sondern insbesondere auch Ubichinon Q10, Vitamin E und Selen.
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