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45 Hohe Empfindlichkeit des Gehirns gegenüber SauerstoffradikalenMüller und Kriegelstein (111) führen aus, daß im Vergleich zu anderen Organen das Gehirn aus anatomischen, physiologischen und biochemischen Gründen gegenüber der toxischen Wirkung von Radikalen besonders empfindlich zu sein scheint. "Das stark verzweigte, dreidimensionale neuronale Netz bedingt einen hohen Anteil an Membranoberflächen im Verhältnis zum zytoplasmatischen Volumen, die Membranlipide der Nervenzellen sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und antioxidativen Enzymen wie Superoxiddismutase, Katalase und Peroxidasen sind im Gehirn nur in relativ geringen Mengen vorhanden." Ein
möglicher Mechanismus bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen
ist neben dem Angriff durch Sauerstoffradikale ein Defekt im Energiehaushalt
der Nervenzelle. Beweisend für diese Annahme sind Studien, die zeigen,
daß spezifische Inhibitoren
des Elektronentransportes der Zelle zu neuronalem Tod führen können.
Hier erfüllt Ubichinon Q10 eine wichtige
Brückenfunktion , denn es konnte gezeigt werden, daß eine
Zelle - auch bei Fehlen der mitochondrialen DNS
- durch Gabe von Ubichinon in der Lage ist, ATP
zu synthetisieren. Durch die Anwesenheit von Ubichinon ist eine Energiebildung
möglich, dies bedeutet, daß die Zelle in Streßsituationen
durch ausreichend vorhandenes Ubichinon eine Sicherheitsreserve aufweist. |