|
43 Q10 bei Neurodegenerativen ErkrankungenDas NervensystemDas Nervensystem ist die Gesamtheit der nervalen Strukturen, die der Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung von Informationen dienen. Informationsträger ist der Nerv, der aus vielen einzelnen Fasern besteht. Das Nervensystem ist wie ein Computer organisiert. Die Steuereinheit ist das zentrale Nervensystem, unter dem Gehirn und dem Rückenmark zusammengefaßt werden. Es setzt sich aus Milliarden vernetzter Nervenzellen, den Neuronen, zusammen. Die Hauptfunktion des Nervensystems besteht darin, Informationen über die Umgebung, den inneren Zustand des Körpers, zu sammeln, zu analysieren und entsprechende Reaktionen einzuleiten. So z.B. auch die Triebe. Der stärkste Trieb ist der Überlebenstrieb. Damit zusammenhängende Verhaltensweisen - Vermeidung physischer Schmerzen, Reaktionen auf Wärme und Kälte etc. - unterliegen nicht der bewußten Steuerung. Andere Triebe basieren auf dem Bedürfnis nach dem Erleben positiver Affekte, wie u.a. Freude und Anregung und die Vermeidung negativer Gefühle (Schmerz, Angst, Frustration). Das Nervensystem greift dabei auf vorprogrammierte Abläufe zurück. Seine Leistung kann aber auch durch Lernprozesse verbessert werden; dies hängt natürlich von der Gedächtnisleistungsfähigkeit ab. Das Nervensystem nimmt Veränderungen der Verhältnisse außerhalb und innerhalb des Körpers wahr, interpretiert sie und reagiert darauf. So sind manche Reaktionen unwillkürlicher Natur, andere wiederum werden vom Bewußtsein gesteuert. Grundsätzlich läßt sich sagen, daß alle Nervenaktivitäten auf der Weiterleitung von Impulsen durch ein komplexes Netzwerk von Neuronen beruhen. Bei der ungeheueren Vielzahl der Aufgaben des Nervensystems bleibt es nicht aus, daß Störungen bis hin zu Erkrankungen vielfältigster Art das Nervensystem befallen können. So spricht man von nervösen Angewohnheiten, einer laienhaften Bezeichnung für sich ständig wiederholende Bewegungen, willkürliche Zuckungen aber auch unwillkürlich steuerbare Automatismen wie z.B. Zähneknirschen, Nägelkauen u.a. Solche nervösen Angewohnheiten werden als Möglichkeit des Abbaus innerer Spannungen interpretiert. Bei Anspannung und Angst treten diese Verhaltensweisen verstärkt auf. Bei einigen Formen der Depression, bei Angstneurosen oder Drogenentzug können sie sich ins Extrem steigern. Wird das Nervensystem durch Störungen und/oder Erkrankung befallen, können alle Partien des Körpers, beispielsweise die Empfindungsnerven wie Sehnerv, Hörnerv, aber auch das Immunsystem mit seinen vielfältigen Aufgaben betroffen sein. Es ist also notwendig, daß sich die Nervenzellen - wie andere Zellen auch - ihre Funktionsfähigkeit erhalten, um sich den wechselnden Bedürfnissen des Körpers anpassen zu können. Daß gerade dieser Teil des menschlichen Körpers besonderer Pflege - also ausreichender Versorgung mit Nährstoffen und ausreichendem Schutz durch antioxidative Substanzen wie Q10 und Vitamin C - bedarf, ergibt sich folgerichtig. |