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Bluthochdruck (Hypertonie)

Mit dem Bluthochdruck bezeichnet man eine krankhafte Steigerung des Gefäßinnendrucks. In ihm sieht man eine der wichtigsten Ursachen der Herz- und Kreislauferkrankungen. Die Höhe des Blutdrucks ist altersabhängig; er nimmt mit steigendem Alter zu.

In der Bundesrepublik leiden weit über 10% aller Einwohner mittleren Alters an einem Blutdruck, der als zu hoch anzusehen ist. Ursachen für Bluthochdruck sind in der Regel Übergewicht, falsche Ernährung, Rauchen, starker Alkoholkonsum, aber auch bestimmte organische Krankheiten.

Hoher Blutdruck fördert die Arterienverkalkung, was wiederum zu Herzschwäche, zu Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder zu einem Schlaganfall führen kann.

Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten gegen Bluthochdruck. Die Nebenwirkungen dieser Präparate sind teilweise gravierend. Häufig werden bei Patienten mit Herzschwäche, die unter Bluthochdruck leiden, Nitrate verordnet, um die Gefäße zu weiten und über die Entwässerung den Blutdruck zu senken. Dieses Mittel wirkt aber bei einem Großteil der Kranken auf Dauer nicht, da sich der Körper daran gewöhnt.

Für das Problem hat der Freiburger Mediziner Prof. Eberhard Bassenge eine einfache Lösung gefunden, wie jüngst in Deutschland publiziert wurde. Er stellte fest, daß zusätzliche Gaben von Vitamin C die Nitrat-Toleranz vermeiden helfen. Das Vitamin hat einen gefäßerweiternden Effekt und sorgt dafür, daß das Nitrat besser wirkt. Zudem schützt es auch vor Entzündungen des Herzmuskels.

In japanischen und amerikanischen Studien konnte nachgewiesen werden, daß die bloße Einnahme von Q10 zur Absenkung des gefäßbedingten Bluthochdrucks führte.

Mittlere Blutdruckwerte vor und nach einer Co Q10 Therapie.

Es wurden keine zusätzlichen Medikamente eingesetzt.

  Stadium der Anspan-
nung des Herzmuskels
Stadium der Erschlaf-  
fung des Herzmuskels
vor der Q10-Therapie  
141
97
nach 2 Monaten Q10
126
90

An der Medizinischen Fakultät von Florenz wurden Patienten mit Co Q10 behandelt, nachdem vorher die herkömmlichen Medikamente abgesetzt worden waren. Diese Versuche wurden als Doppelblindversuche durchgeführt. Die Studien bestätigten, daß Co Q10 zu einer signifikanten Senkung des Bluthochdrucks führte.

Blutdruckwerte vor und nach der Einnahme von Co Q10

Auswertung (1. Patientengruppe)

  Stadium der Anspan-  
nung des Herzmuskels
Stadium der Erschlaf-  
fung des Herzmuskels
vor Q10-Therapie  
167
103
nach Q10-Therapie  
156
95
Placebo  
166
103

Auswertung (2. Patientengruppe)

  Stadium der Anspan-  
nung des Herzmuskels  
Stadium der Erschlaf-
fung des Herzmuskels
vor Q10-Therapie  
167
97
nach Q10-Therapie  
148
91
Placebo-Gruppe
vorher
168
96
Placebo-Gruppe
nachher
164
93

Weitere Forschungsarbeiten unter der Leitung von Yamagani et al. , Folkers et al., Langsjoen et al. und Digiese et al. (156, 157, 158) bestätigten die blutdrucksenkende Wirkung von Co Q10.

Forschungsergebnisse von Dr. Folkers und Dr. Yamagani an der Universität von Texas bei Bluthochdruckpatienten. Die Patienten
nahmen teilweise nur Co Q10, andere hingegen erhielten zusätzlich
blutdrucksenkende Medikamente

Alter
konventionelle Therapie

Q10-Gabe in
Wochen
Blutdruck
(mm Hg)
Blutdruck
(mm Hg)
      vorher nachher
36 keine
9
139/91
128/83
39 keine
5
150/92
138/88
43 Medikament
5
177/103
164/100
44 keine
11
190/143
166/117
50 keine
12
134/96
113/84
50 Medikament
16
166/98
137/84
51 keine
12
132/95
124/86
58 Medikament
12
171/95
136/76
58 Medikament
8
149/96
125/81
60 leine
5
166/93
142/81
62 keine
12
188/80
175/78
65 keine
13
244/98
193/85
66 keine
15
155/116
132/105
69 keine
12
206/97
164/79
71 keine
8
156/84
140/78
73 Medikament
16
161/97
141/78

Der Q10-Forscher Dr. Philip C.Richardson (127) von der Universität in Austin, Texas, gibt seiner Überzeugung wie folgt Ausdruck:

"Der Vitalstoff Q10 erfüllt die Voraussetzungen, um als wirkungsvoller alternativer Bluthochdruckregler eingesetzt zu werden - frei von den unerwünschten Nebenwirkungen anderer Medikamente."

Q10-Verzehr kann andererseits die Wirkung von Hochdruckpräparaten über die Membranstabilisierung verstärken.

Die ohnehin schon großartigen Ergebnisse der aufgezeigten Studienergebnisse hätten wahrscheinlich noch erheblich verbessert werden können, wenn die Ärzte die Erkenntnisse von Professor Oda et al. (117, 118) bereits hätten berücksichtigen können.

Er hat in einer Studie an 608 Patienten nachgewiesen, daß sich die beste Wirkungsentfaltung von Q10 bei Herz-Kreislauferkrankungen bei 3mg pro Kilogramm Körpergewicht ergibt. Dieses Studienergebnis wurde inzwischen mehrfach bestätigt.

Dosis in mg pro kg
Körpergewicht

positive Wirkung
bei %
1,0 - 1,8
11,5
1,5 - 1,9
13,6
2,0 - 2,4
37,7
2,5 - 2,9
47,8
3,0 - 3,4
100
3,5
100

Prof.Oda et.al.,Japan

Bei Krankheiten im neurodegenerativen Bereich haben sich Dosen von 6mg/kg als äußerst wirkungsvoll erwiesen. Ebenso in der begleitenden Krebstherapie sind diese hohen Gaben angezeigt.