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Herzoperationen

Bypass, künstliche Herzklappen

Eine der herausragenden Erkenntnisse der Q10-Forscher ist es, daß die Vitalsubstanz Q10 in der Lage ist, Körperorgane und Körperfunktionen auch dann zu schützen, wenn sie Operationsrisiken ausgesetzt sind.

Dr.W.V.Judy, Indianapolis (62, 64), widmete sich in einer Studie der Frage, inwieweit "high-risk surgery (Chirurgie)"-Patienten durch eine Q10-Vor- und Nachbehandlung eine höhere Überlebenschance entwickeln als unter der herkömmlichen Therapie allein. Q10 bewirkte einen hohen Grad an myokardialem Schutz während und nach der Operation.

"Die Patienten erhielten in einem Zeitraum zwischen 14 Tagen vor und 30 Tagen nach einer Operation am Herzen Q10. Die postoperative Phase war kurz, nur 3-5 Tage, und unkompliziert, während sie in der Placebogruppe 15-30 Tage andauerte und kompliziert war."

Ähnlich äußerte sich Prof.Wilson vom größten Herzzentrum der Vereinigten Staaten, dem Eisenhower-Hospital in Palm Springs, in einem persönlichen Gespräch mit Dr.Enzmann, nachdem er die ersten mit Q10 vorbehandelten Patienten operiert hatte:

"Wir operierten und waren erstaunt, wie schnell wir nach der Einleitung der Reperfusion weiter operieren konnten und wie merklich wir die Hospitalisierungsphase verkürzen konnten. Entscheidend dabei ist jedoch eine hohe Dosierung von 180-240 mg Q10 und eine ausreichende Vorbehandlungsdauer von 2-4 Wochen."

Die Q10-Vorbehandlung verhindert auch die Depletion der myokardialen Q10-Reserven.

Ein besonders kritisches Stadium ist bei einer Herzoperation immer die bereits angesprochene Wiedererholungszeit des Herzens nach Reperfusion.

Dr.Atar et al. (2) zeigten in einer Doppelblindstudie, daß Kontraktilitätsstörungen am Herzen nach Ischämie und Reperfusion durch vorherige 20tägige Q10-Einnahme deutlich vermindert werden können. (Dr.Atar et al)

Q10 bei Operationen

Die Wiedererholungszeit des Herzmuskels betrug im Mittel 33 Minuten ohne zusätzliche Gabe von Q10 und 20 Minuten nach Q10-Vorbehandlung. Die Erholung setzte mit Q10 sogar schon nach 10 Minuten ein, während ohne Q10 annähernd 30 Minuten vergingen.

Das Ergebnis von Atar et al. zeigt, daß Q10 die Wiedererholungszeit nach Ischämie und Reperfusion um ein Drittel verkürzen kann.

Dies Ergebnis ist insofern bedeutend, als irreversible Schädigungen des Herzmuskelgewebes um so eher zu erwarten sind, je länger die Wiedererholungszeit nach ischämischer Reperfusion andauert.

In der Zeitschrift "Fortschrittliche Medizin", 111. Jahrgang (1993), Nr.18, hier: "Pharmakotherapie für die Praxis", wurde berichtet: "Eine vierzehntägige Vortherapie mit täglich 100 mg Coenzym Q10 vermag Patienten, die eine Bypass-Operation brauchen, nicht nur während des Eingriffs zu schützen, sondern auch die postoperative Herzfunktion aufzubauen."

Dies ist auch das Ergebnis einer Studie, die W.V.Judy und Mitarbeiter (62, 64) auf dem 7. Internationalen Symposium "The Biomedical and Clinical Aspects of Coenzym Q" in Kopenhagen vortrugen. In die Untersuchung wurden 20 Patienten eingeschlossen, die zur Bypass-Operation anstanden. Je 10 erhielten 100 mg Q10 täglich, die übrigen ein Placebo-Medikament. Während der präoperativen Phase ließen sich in der Q10-Gruppe steigende Q10- und ATP-Serumspiegel nachweisen. Während des Eingriffs fanden sich vor allem auch im Myokardgewebe signifikant höhere Konzentrationen beider Markersubstanzen für die physiologische Energiereserve.

Besonders interessant ist jedoch, so die Forscher, daß die wichtigsten Funktionsparameter des Herzens in der Verumgruppe nach der Operation im Vergleich zu den abfallenden Leistungen der Placebo-Patienten signifikant verbessert waren. Deutliche klinische Unterschiede in der Erholungsphase nach dem Eingriff sprechen ebenfalls für eine günstige Wirkung der Q10-Gabe vor der Operation.

Dieses eindeutige Ergebnis eines sauberen klinischen Versuchs steht im Einklang mit der seit Jahren bekannten Theorie, die eine Schlüsselrolle für Q10 bei der Bereitstellung der zellulären Energiereserven aufzeigt.

Denn speziell stark motorisch aktive Gewebe wie das Myokard sind konsequenterweise auch stark Q10-haltig; ein intensiver körperlicher Einsatz wie das Training von Sportlern, eine strapaziöse Infektion, besondere Streßsituationen oder schlicht die Jahre des Alterns greifen meßbar die Q10-Reserven an.  

Aufsehenerregend an den Resultaten aus Kopenhagen, neben einer Reihe weiterer Hinweise, ist jedoch der konkrete klinische Befund.

Dr.Jiro Tanaka (143) -Abteilung für Herz- und Gefäßchirurgie an der Kyushu Universität in Japan- bestätigt die bisher vorgetragenen Feststellungen, indem er ausführt:

"DasAuftreten des Zustandes bedrohlich geringer Herzleistung war unter den Probanden der Q10-Gruppe signifikant niedriger als bei denen der zweiten Gruppe, ungeachtet der Dauer der Aorten-Abklemmung. In der Gruppe zwei war der Prozentsatz der Patienten mit bedrohlich niedriger Herzleistung mehr als zweimal so hoch wie in der Q10-Gruppe während der entsprechenden Zeitabschnitte."

Die Ergebnisse der Studie wiesen darauf hin, daß vor einer Operation verabreichtes Q10 die Widerstandsfähigkeit menschlicher Herzen gegenüber Mangeldurchblutung steigert. Indikator dafür ist der signifikant seltener auftretende Zustand niedriger Herzleistung nach einer Operation am offenen Herzen.

Dr.Chello et al.(19) wiesen in einer 1994 veröffentlichten Studie auf den protektiven Effekt von Q10 bei Bypass-Operationen hin.

Es sei auch noch auf eine Aussage von Dr.S.Mortensen aus Kopenhagen hingewiesen:

"Als möglicher "Ischämischer Modifier bildet Q10 die "medizinische Brücke" zur offenen Herzchirurgie und zur Transplantation."

Zusammenfassend ist festzuhalten, daß die Wirkung von Q10 direkt in den Herzzellen und ihren Mitochondrien einsetzt und so während der Operation das Herz vor Mangelversorgung schützt.

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