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32 Q10 bei HerzerkrankungenChronische HerzinsuffizienzAls Herzinsuffizienz wird das Unvermögen des Herzmuskels bezeichnet, genug Blut in den Kreislauf zu pumpen. Je nach Anforderung muß das Herz eine bestimmte Blutmenge pumpen, damit der Organismus den Anforderungen entsprechend versorgt wird. Das Herz hat dafür zwei Mechanismen zur Verfügung: Erstens kann es sich schneller zusammenziehen, und dadurch pro Minute mehr Blut pumpen. Der zweite Mechanismus ist, daß das Herz pro Schlag mehr Blut auswirft; das "Schlagvolumen" wird also erhöht. Bei chronischer Belastung paßt sich das Herz entsprechend an: Hochleistungssportler haben einen niedrigeren Herzschlag bei normal geförderter Blutmenge pro Minute (erhöhtes Schlagvolumen). Bei krankhafter Anpassung, z. B. bei hohem Blutdruck, wo das Herz ständig gegen einen erhöhten Druck in den Gefäßen zu kämpfen hat, paßt sich das Herz ebenfalls bis zu einer kritischen Grenze den Belastungen an. Wenn diese Grenze überschritten wird, geht die Pumpleistung des Herzens stark zurück; man spricht von einer "Herzmuskelschwäche" oder Herzinsuffizienz. Zur Behandlung stehen Medikamente wie Digitalis, ACE-Hemmer, Diuretika, Calciumantagonisten, neuerdings Betablocker und Ubichinon Q10 zur Verfügung. Digitalishaltige Medikamente kommen immer noch häufig bei der Behandlung der Herzinsuffizienz zum Einsatz. Bei vielen Männern können sie eine fatale Nebenwirkung haben, denn sie führen vielfach zur Impotenz. Ausreichende Q10-Gaben können dem entgegenwirken, wie Heilpraktiker inzwischen herausgefunden haben. Warum kommt es zu dieser Art Störung der Herztätigkeit?Nach Ansicht der Wissenschaft scheint das Grundübel die mangelnde Energieversorgung zu sein. Die Erzeugung zellulärer Energie hängt vom Q10 ab. Ein Mangel dieser körpereigenen Substanz deckt den Energiebedarf der Zellen nicht mehr ausreichend ab, so daß die Pumpfähigkeit des Herzens negativ beeinflußt wird. "Unter optimalen Bedingungen von Dosierung und Probandenmitarbeit kann die begleitende Q10-Therapie den Q10-Spiegel des Herzmuskels erhöhen und sogar normalisieren. Die Q10-Therapie kann zu einer profunden Steigerung der Herzfunktion und somit der Lebensqualität führen." Zu dieser Aussage kam Professor K.Folkers (37), nachdem er mit Dr.Vadhanavikit und Dr.S.Mortensen eine entsprechende Studie durchgeführt hatte. Anstieg des Q10-Gehaltes im Blut und im Herzmuskel nach Q10-Behandlung
An dieser Studie nahmen mehr als 40 Patienten mit verschiedengradigen Herzmuskelerkrankungen teil. Sie reichten vom leichten Schweregrad I bis zum lebensbedrohenden Schweregrad IV. In allen Fällen wurde anhand der Blutproben eine signifikante Unterversorgung mit Q10 ermittelt. Noch wichtiger aber erschien den Wissenschaftlern die Feststellung: Biopsien der Herzgewebe offenbarten ernste Q10-Mangelerscheinungen. Je schwerer die Herzerkrankung, desto höher war das lokale Q10-Defizit. Einem weiteren Studienergebnis von Dr.H.Langsjoen et al. (85) liegt eine Q10-Behandlung über 59 Monate von 31 Patienten zu Grunde, die zu Beginn der Studie alle der Gruppe IV zuzuordnen waren, also Patienten, die keine körperliche Tätigkeit ausüben konnten, ohne daß Beschwerden auftraten. Das
Ergebnis spricht für sich selbst. Betrachten Sie dazu die folgende
Grafik:
![]() Nach 59 Monaten unter Behandlung mit Q10 - Monopräparat - befand sich keiner der Patienten mehr in dieser schlechten Verfassung. Vielmehr konnten 6 Patienten der Klasse I und 21 Patienten der Klasse II zugeordnet werden. Nur noch 4 Patienten gehörten der Klasse III an. Die Studie macht aber auch deutlich, daß sich der Zustand der Patienten nach Absetzen von Q10 wieder erheblich verschlechterte. Erläuterung: Gemäß der New York Heart Association (NYHA) werden Patienten mit Herzinsuffizienz nach Schweregrad in vier Klassen eingeteilt.
Die
vorgenannten Ergebnisse veranlaßten Dr. H. Langsjoen et al. (90)
im Jahre 1993 zu einer weiteren Studie in den Vereinigten Staaten,
an der 424 Patienten teilnahmen, die in diagnostische Gruppen entsprechend
ihrem Krankheitsbild eingeteilt wurden. Nach durchschnittlich 17,8 Monaten
einer zusätzlichen Q10-Monopräparat-Behandlung
wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Prof. Langsjoen et. al.
Das
ist ein erdrutschartiges Ergebnis.
Dies wird unterstrichen, wenn man bei der Beurteilung noch berücksichtigt, daß während der Studie 43% der Patienten 1-3 Medikamente absetzen konnten, wie die vorstehenden Grafiken zeigen. Eine Studie des Universitätskrankenhauses in Kopenhagen, die von Dr.Svend A.Mortensen (106-110) durchgeführt wurde, erbrachte, daß eine Verschlechterung der Herzmuskelfunktion unmittelbar vom verfügbaren Q10-Gehalt im Zellgewebe abhängt. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen, wurde den Probanden unter örtlicher Betäubung von der Leistengegend her eine Sonde durch eine Arterie eingeführt, bis zum Herzen hinauf geschoben und der linken Herzkammer eine winzige Gewebeprobe entnommen. Das Ergebnis war für die Wissenschaftler eine Bestätigung ihrer Vermutung. Der Q10-Spiegel des Herzmuskels war bei den NYHA-Gruppen III und IV signifikant geringer als bei den Erkrankten der Gruppen I und II. Der Q10-Gehalt in den Geweben der Schwerstkranken betrug 0,28 - beinahe nur die Hälfte des Wertes, den ein "normales" Herz aufweist. Der Leiter dieser Studie, Dr. Mortensen , hat in Europa sicher die größte Erfahrung mit der Anwendung von Q10. Sein Interesse an Substanzen, die die kardiotoxische Wirkung von Medikamenten wie Adriamycin oder Genußmitteln wie Alkohol oder anderen Drogen kompensieren, führte ihn zum Q10 und einer engen Zusammenarbeit mit Prof.Karl Folkers und Ärzten und Wissenschaftlern in aller Welt. Doktor Mortensen (109) bestimmte als erster Kardiologe den Q10-Gehalt des Myocard und stellte je nach NYHA-Klassifizierung einen mehr oder weniger großen Q10-Mangel fest. Nach Einnahme von Q10 konnte gezeigt werden, daß die Gewebekonzentration im Herzmuskel anstieg. Die breite Anwendung von Q10 in Dosen von 100 mg wurde zunächst in seiner Klinik, doch sehr bald auch generell in Dänemark eine Selbstverständlichkeit. Mediziner der Kardiologischen Abteilung des Kokura Memorial Hospital, Kitakyushu, Japan , unter der Leitung von Dr.Masakiyo Nobuyoshi (113), konnten im Jahre 1984 die Erkenntnisse ihrer dänischen Kollegen bestätigen. Hier gingen die Forscher dann noch einen Schritt weiter. Sie teilten die Probanden in zwei Gruppen, Durchschnittsalter 55 und 53 Jahre, und fügten den Mahlzeiten der ersten Gruppe täglich 90 mg Q10 hinzu. Es bestätigte sich, daß die Einnahme des Vitalstoffes Q10 den Q10-Spiegel des Herzmuskels signifikant ansteigen ließ, was zu allgemeiner Verbesserung des Gesundheitszustandes führte. Die zweite Gruppe, die ohne Q10 auskommen mußte, zeigte hingegen keinerlei Verbesserung des Gesundheitszustandes. Eine weitere Feststellung von Dr.Masakiyo Nobuyoshi : "Im Herzmuskel von Probanden mit schweren Herzklappenfehlern und Herzschwäche ist weniger Q10 als bei anderen Herzkranken." Welch gravierende Auswirkungen eine Q10-Behandlung auf das gesamte Krankheitsbild bei Herzmuskelschwäche-Patienten hat, zeigt die vorliegende Studie von Dr.E.Baggio et al. (3)vom Buzzi-Hospital, Mailand, an der immerhin 2.500 Patienten teilnahmen. Die Besserung klinischer Anzeichen und Symptome wurde wie folgt festgestellt:
Die erwähnten und weitere Studien (u.a. Lampertico et al.) machen deutlich, welch (81) überragende Bedeutung Ubichinon Q10 für unser Herz hat und in welchem Maße es der Gesunderhaltung dient. Daß mit der Herzinsuffizienz ein Q10-Mangel des Körpers einhergeht, konnte ebenfalls nachgewiesen werden. Dieser Mangel war stärker bei Patienten der Schweregrade III und IV gemäß der Einteilung der New York Heart Association (NYHA) im Vergleich zu den Schweregraden I und II. Weitere Studienergebnisse: Verschiedenste Studien zur Behandlung der Herzinsuffizienz mit Ubichinon Q10 sind als Langzeit- und Doppelblind Crossover-Studie durchgeführt worden, so von Folkers (85)und Langsjoen (a), Hofman-Bang (50), Rehnquist und Swedberg (b) sowie von Morisco (105), Trimarco und Condorelli (c). a) Die Studie (Prof.Folkers und Dr.Langsjoen) begann 1981, ihre Ergebnisse wurden 1990 veröffentlicht. Es handelte sich um eine Doppelblind-Crossover-Pilotstudie, an der 19 Patienten teilnahmen. In dieser Studie führte die Verabreichung von Q10 zu einer Erhöhung der Q10-Blutspiegel in Verbindung - und das ist herauszustreichen - mit einer gleichzeitigen Verbesserung der myokardialen Funktion und des klinischen Zustandes. "Anschließend wurden 126 Patienten mit der gleichen Erkrankung in die Studie, die über einen Zeitraum von 42 Monaten lief, aufgenommen; die Nachbeobachtungszeit erstreckte sich über 5 Jahre. 75% dieser Patienten waren älter als 50 Jahre; die Altersverteilung war bei beiden Geschlechtern vergleichbar. Nach den NYHA-Kriterien gehörten 2% der Patienten dem Schweregrad II, 63% dem Schweregrad III und 35% Schweregrad IV an. ........Die Patienten begannen die Behandlung mit 100 mg Q10 täglich.......Aufgrund einer detaillierten Analyse der einzelnen Patienten wurde nachgewiesen, daß sich bei 71% der Patienten die Ejektionsfraktion nach dreimonatiger Therapie und bei 16% der Patienten bei sechsmonatiger Therapie signifikant verbessert hatte. Bei insgesamt 106 Patienten wurde eine Besserung um 1 oder 2 NYHA-Schweregrade festgestellt." b) Die zweite Studie (Dr.C.Hoffman-Bang, Dr.N. Rehnquist und Dr.K. Swedberg) wurde auch als Doppelblind-crossover-Studie durchgeführt, und zwar an 79 Patienten, von denen 60 dem NYHA-Schweregrad III angehörten. "Eine Analyse der Daten, die die Lebensqualität betrafen, zeigte eine signifikante Verbesserung der Zönästhesie und der körperlichen Leistung. Signifikante Unterschiede wurden auch beobachtet in bezug auf die Ejektionsfraktion, die mit einer induzierten Erhöhung der Vorbelastung, d.h. mit angehobenen Beinen gemessen wurde sowie in bezug auf die maximale Belastungsfähigkeit, die mit Hilfe eines ergometrischen Testes gemessen wurde. Die Exercise-Kapazität konnte noch um 6 Watt oder um eine Minute gesteigert werden." c) Die dritte Studie (Dr.C.Morisco, Dr.B.Trimarco und Dr.M.Condorelli, 1993) wurde als Multicenter-Doppelblind-Studie durchgeführt. "33 klinische Zentren (Anm.: hieran können Sie auch ablesen, welche Bedeutung Q10 in anderen Ländern beigemessen wird) beteiligten sich an der Studie, in die 641 Patienten aufgenommen wurden; 319 Patienten wurden der mit Q10 behandelten Gruppe - sie erhielten 2 mg/kg Körpergewicht - und 322 Patienten der mit Placebo behandelten Kontrollgruppe zugeordnet. Indikationsbedingt wurden alle Patienten außerdem medikamentös behandelt. .....Die prozentuale Inzidenz von akutem Lungenödem war in der mit Q10 behandelten Gruppe im Vergleich mit der Kontrollgruppe signifikant niedriger (Gemäß den Ergebnissen dieser Studie traten Lungenödeme nur bei 5% gegenüber 15% in der Placebo-Gruppe auf) ; Schübe von Herzasthma traten auch signifikant weniger häufig in der Q10-Gruppe auf (Gemäß den Ergebnissen dieser Studie trat kardiales Asthma bei 18% gegenüber 38% in der Placebo-Gruppe auf); Arrhythmien wurden in der Kontrollgruppe (Placebo-Patienten) häufiger beobachtet." Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: Der Prozentsatz der Patienten, bei denen eine oder mehrere Krankenhauseinweisungen während der Studie erforderlich waren, betrug nahezu 40% (oder 129 Patienten) in der (Placebo)-Kontrollgruppe im Vergleich zu nur 20% (oder 64 Patienten) in der Q10-Gruppe ." Die Studien zeigen eindrucksvoll, daß eine Q10-Therapie zu einer profunden Steigerung der Herzfunktion und damit der Lebensqualität führt. Und dies ist vor allem auch für ältere Menschen von größter Bedeutung. Der membranstabilisierende Effekt von Co Q10 spielt dabei eine wesentliche Rolle für die Reaktionsfähigkeit der Calcium-Kanäle. Überaus deutlich kommt das auch durch eine Aussage von Professor Dr.Fritz Zilliken (161, 162), Biochemiker und Mediziner, Direktor für physiologische Chemie an der medizinischen Fakultät der Universität Bonn, zum Ausdruck, als er auf die Frage: "Sie haben langjährige Erfahrung mit Coenzym Q10. Was unterscheidet Q10 von Herzmitteln?", antwortete: "Q10 ist ein absolut lebenswichtiger Bestandteil aller Muskeln, insbesondere des Herzmuskels, in dem es in höchster Konzentration vorkommt. Ohne Q10 keine Energiebildung für die Muskelfunktionen, Ohne Q10 kein Leben. Mit 40-45 Jahren nimmt die Eigensynthese von Q10 im Körper ab und es kommt zu Herzinsuffizienzen.
Dr.S.Mortensen vom Universitäts Hospital in Kopenhagen berichtete auf dem 7. Internationalen Q10-Symposium: "Die verbesserte kardiale Funktion durch Q10 bestätigt die Hypothese, daß Herzinsuffizienz zum Teil durch eine mitochondriale Dysfunktion und eine Energieverarmung gekennzeichnet ist, die durch eine Q10-Supplementierung korrigiert werden können, wobei der ADP/ATP Quotient normalisiert und die mitochondriale Membranstruktur verbessert wird." Besonders
eindrucksvoll ist eine Beobachtung, die Dr.Jameson, Uppsala (59),
machte und die auf die Lebensnotwendigkeit ausreichender Q10-Plasmaspiegel
hinweist. Von 97 Herzinsuffizienzpatienten starben innerhalb von einem
halben Jahr 11 Patienten; ihr Q10-Plasmaspiegel, bezogen auf 1mg Freies
Cholesterin, lag mit 0,95 fast nur halb so hoch wie beim Gesamtkollektiv
mit 1,57. |