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31 Bei welchen Krankheitsbildern und Beschwerden ist die Anwendung von Ubichinon Q10 als Monopräparat sinnvoll?Es würde im Rahmen dieser Informationsschrift zu weit führen, alle in wissenschaftlichen Ubichinon-Q10-Studien gesammelten Erkenntnisse und ihre Auswirkungen auf die einzelnen Krankheitsbilder aufzuzeigen. Deshalb sollen nur einige der wesentlichen Erkenntnisse herausgestellt werden. Die einzelnen Gebiete, bei denen die Q10-Anwendung als Monopräparat sinnvoll ist, sind im Inhaltsverzeichnis aufgeführt. HerzerkrankungenDer Betrachtung einiger besonders häufig in Erscheinung tretender Herzerkrankungen soll die Überzeugung eines führenden amerikanischen Wissenschaftlers, Dr.med.E. G.Bliznakow (11), vorangestellt werden, die er so schlagwortartig zum Ausdruck gebracht hat: "Q10 erzielt bessere Erfolge bei hochgradig Herzkranken als herkömmliche Therapien... Gesteigerte Lebensqualität für schwer Herzkranke... Normalisierung des Q10-Pegels im Herzen bringt deutliche Steigerung der Organleistung... Q10 schützt vor wiederholten Herzattacken... Je ernster das Krankheitsbild, desto mehr Q10 nimmt der Herzmuskel auf... Dramatische Folgen bei Verringerung von zusätzlichen Q10-Gaben... Erfolgreiche Langzeitbehandlung mit Q10... Reduzierte Nebenwirkungen bei Kombination von Q10 mit Herzpräparaten... Q10 verringert Angina pectoris-Anfälle... Q10 schützt das Herz vor, während und nach Herzoperationen." Wie gravierend sich eine Q10-Therapie bei Herzkranken auswirkt, konnten Prof.K.Folkers et al. (11) in einer Studie nachweisen, die zum Ziel hatte die Auswirkungen der Therapie auf das Herzminutenvolumen und das Schlagvolumen des Herzens festzustellen. Die Werte wurden u.a. von Prof.E.G.Bliznakov in seinem Q10-Buch: "Die Entdeckung: Energie-Vitamin Q10" veröffentlicht:
Es wurden nur 100 mg/Tag Q10 als Monopräparat verabreicht. Heute weiß man, daß weitere deutliche Verbesserungen durch höhere Dosen zu erreichen sind. Die positive Auswirkung einer Q10-Therapie bei Herzpatienten auf das Herzminutenvolumen und das Schlagvolumen des Herzens wurde bei allen Patienten als signifikant bezeichnet. Welche Bedeutung Prof.Karl Folkers, der wohl bedeutendste Forscher auf diesem Gebiet, Q10 bei der Behandlung von Herzkrankheiten beimißt, brachte er auf dem 7. Internationalen Q10-Symposium zum Ausdruck: "Die intellektuelle Ethik von Ärzten und speziell Kardiologen ist zu hinterfragen, wenn sie alle möglichen verfügbaren und indizierten Medikamente verabreichen, ohne Q10 einzuschließen. Denn kein Herzmittel kann den Q10-Mangel beheben." Welche Erfolge mit Q10 bei Herzkranken erzielbar sind, verdeutlicht auch eine Studie, die von Dr.W.V.Judy et al. (60-64)in den Vereinigten Staaten als Doppelblindstudie durchgeführt wurde. Das vorläufige Ergebnis wurde vor einiger Zeit veröffentlicht.
Dr.W.V.Judy et al. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie war die Patienten-Gruppe 8 Jahre lang mit Q10 als Monopräparat behandelt worden. Bei der Placebo-Gruppe reichte es nur bis zu 5 Jahren. Es galt festzustellen, welchen Einfluß Q10 auf die Überlebensrate bei Herzpatienten hat. Alle Patienten wurden natürlich auch mit den herkömmlichen Herzmedikamenten versorgt.
Auf den Q10-Kongressen in Ancona (1996) und Boston (1998) wurden die gemachten Aussagen nicht nur erhärtet, sondern gingen - aufgrund der neuesten Forschungsergebnisse noch darüber hinaus. Als Highlights sind hier festzuhalten: a) Ancona Die Ergebnisse mehrerer randomisierter Doppelblindstudien zum Einsatz von Q10 bei kongestiver Herzinsuffizienz faßte Prof. S.A. Mortensen vom National University Hospital in Dänemark zusammen. Insgesamt umfaßte die Metaanalyse 9 Studien an insgesamt mehr als 1000 Patienten. Es zeigte sich bei den Patienten eine deutliche Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit und Lebensqualität bei ausgezeichneter Verträglichkeit von Ubichinon Q10. Die Daten zeigten also, daß die meisten Patienten von einer adjuvanten Therapie mit Q10 profitierten. Insbesondere kam es zu einer signifikanten Erhöhung von Schlagvolumen und Herzminutenvolumen. Von Untersuchungen an Patienten mit hypertrophischer Kardiomyopathie berichtete Prof.P.H. Langsjoen (90) von der University of Texas/USA. Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu einer pathologischen Verdickung der Wand der linken Herzkammer mit nachfolgender Herzinsuffizienz. Langsjoen konnte zeigen, daß die Gabe von Ubichinon Q10 zur Verbesserung der Symptome Atemnot und Müdigkeit beitrug. Besonders auffällig war bei diesen Patienten, daß bei echokardiographischer Kontrolle die Dicke der Herzwand unter Q10-Therapie signifikant zurückging. Langsjoen (90) und T.Oda von der Fukuola University in Japan berichteten unabhängig von zahlreichen Untersuchungen in der Kinder- und Erwachsenenkardiologie, die hochsignifikante Befundverbesserungen unter Q10-Begleittherapie brachten. Insgesamt kann der kardioprotektive Effekt von Q10 als gesichert angesehen werden, so die Autoren. b) Boston Magnus Nylander et al.(115) -Unit for Applied Biochemistry, Clinical Research Center, Karolinska Institute, Stockholm - faßten in einer Doppelblind-Studie 34 Nichtraucher zusammen, die in mehrere Gruppen aufgeteilt wurden. Die Teilnehmer erhielten Ubichinon Q10 bzw. Placebos. Als Ergebnis war festzuhalten, daß die verschiedenen physischen und psychischen Parameter, die vor Einnahme und nach Einnahme von 100 mg Q10 pro Tag als Meßpunkte erhoben wurden, zeigten, daß sich die Lebensqualität signifikant verbesserte. Eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität konnten auch A.Keogh et al. (72) -Heart Transplant Heart Unit. St.Vincents Hospital, Sydney - bei Kardiomyopathie-Patienten der Klassen II und III beobachten, die täglich 150 mg/Tag Ubichinon Q10 erhalten hatten. Die klinischen Parameter zeigten eine deutliche Verbesserung in den meisten Merkmalen und insgesamt eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität. Ebenso die Notwendigkeit von Krankenhausaufenthalten wurde reduziert. Die Studie umfaßte 39 Patienten, die entweder ein Placebo oder Ubichinon Q10 für einen Zeitraum von 3 Monaten zu den herkömmlichen Medikamenten erhielten. Unzulängliche Ubichinon Q10-Spiegel können z.B. durch eine beeinträchtigte Biosynthese und/oder einen exzessiven Verbrauch durch Krankheiten wie z.B. koronare Herzerkrankungen hervorgerufen werden. Myokardiale Ischämie oder Reperfusion, oxidativer Streß u.a. sowie Hyperinsulinämie können den Q10-Verbrauch steigern und eine Zusatzversorgung notwendig machen. In einer randomisierten Doppelblind-Studie, die von R.B.Singh et al.(135) - Heart Research Laboratory, Medical Hospital and Research Center, Moradabad, Indien - in die 144 Patienten mit akutem Myokard-Infarkt eingebunden waren, konnte demonstriert werden, daß mit der zusätzlichen Verabfolgung von 120 mg Q10 täglich über einen Zeitraum von 6 Wochen eine deutliche Reduzierung von Angina pectoris-Anfällen, Arrhythmien und links-ventrikulären Dysfunktionen zu erzielen ist. Infarkte und auf die Herzerkrankung zurückzuführende Todesfälle waren in der Q10-Gruppe ebenfalls erheblich geringer als in der Placebo-Gruppe. In einer weiteren Studie mit 62 Hyperinsulinämie-Patienten wurden durch die Substitution von 120 mg Q10 täglich über einen Zeitraum von 8 Wochen deutlich niedrigere Insulin-Plasma-Spiegel gemessen. In einer Folgestudie, Laufzeit 8 Wochen, mit Bluthochdruck-Patienten, die zusätzlich an koronarer Herzerkrankung litten, wurde beobachtet, daß die zusätzliche Q10-Einnahme von 120 mg Q10 täglich zu einer Abnahme von Triglyceriden, des Blutdrucks, der Blut-Glucose und des Insulin-Spiegels und andererseits zu einer Erhöhung des HDL-Cholesterins ("gutes Cholesterin") führte. Eine Vielzahl von kontrollierten, offenen und Langzeit-Studien haben bis heute die Wirksamkeit von Ubichinon Q10 bei kardiovaskulären Erkrankungen, z.B. Herzinsuffizienz, Angina pectoris, akutem Myokardinfarkt, koronaren Herzerkrankungen, Dysfunktion des linken Ventrikels, Reperfusionsschäden nach koronarer Bypass-Operation sowie Schädigung des Herzens durch Anthracyclin-Zytostatika belegt. Der klinische Einsatz von Ubichinon Q10 bei kardiovaskulären Erkrankungen erfolgt nach zwei Wirkprinzipien, erklärte P.H.Langsjoen et al. (86), Texas. Zum einen gleicht Ubichinon Q10 den meßbaren Mangel im Blut und im Gewebe aus und wird von den Q10-defizienten Zellen in die Mitochondrien einbezogen. Dadurch wird der bioenergetische Zustand der Zellen verbessert. Zum anderen wirkt Q10 als Radikalfänger zellprotektiv. Auffällig ist die Besserung des klinischen Bildes nach Gabe von Ubichinon Q10 bei ausgewiesenem Q10-Mangel, oxidativem Streß und bei Schäden, die bereits durch Freie Radikale verursacht wurden. Ubichinon Q10 beugt u.a. dadurch vor, daß es die Oxidation von LDL-Cholesterin verhindert. Langsjoen erwartet, daß mit Dosen bis 720 mg/Tag und damit einhergehenden hohen Q10-Blut-Spiegeln weitere wesentliche Verbesserungen der klinischen Bilder bei Krankheitserscheinungen zu erreichen sind. "Wir stehen am Anfang einer aufregenden Entwicklung bei der Applikation von Q10 in der klinischen Anwendung; dies dank eines sich stetig weiter entwickelnden Interesses der breiten (!) Öffentlichkeit", so die Autoren. Svend A.Mortensen (106) The Heart Center, Rigshospetalet, Copenhagen - wies darauf hin, daß Ubichinon Q10 den myokardialen Metabolismus (Zellstoffwechsel) stabilisiert und somit adäquate Energiereserven schafft. Bei Herzschwäche ist ein wesentliches Q10-Defizit manifestiert. Der Grad des Q10-Defizits ist mit der Schwere der Symptome und dem Grad der Dysfunktion der linken Herzkammer verbunden. Mortensen führte weiter aus, daß Ubichinon Q10 sehr gut vertragen wird ohne begleitende Nebenwirkungen und sich die Krankheitssymptome und die Lebensqualität deutlich verbessern. Diese Aussage traf er nach verschiedenen offenen klinischen Studien und 9 Placebo-kontrollierten-Doppelblind-Studien aus den letzten 15 Jahren. Alle Resultate waren positiv, statistisch signifikant unter Bezug auf die klinischen Parameter und die Hospitalisierung. Mortensen verwies auf die guten Resultate aus 5 Doppelblind-Studien mit Angina pectoris-Patienten. Nach zusätzlicher Q10-Substitution hatten die Patienten weniger Schmerzen in der Brust und benötigten weniger Nitroglyzerin. Oxidativer Streß kann nicht nur ursächlicher Faktor beispielsweise bei Alterung, Diabetes oder Krebs sein, sondern auch bei koronarer Herzerkrankung. Er wird als Störung des Verhältnisses von Pro-Oxidantien zu Antioxidantien zugunsten der Pro-Oxidantien definiert. Nach Y.Yamamoto et al. (159) -Research Center for Advanced Science and Techniology, University of Toky - zeigte sich dies auch bei Messungen der entsprechenden Streßparameter bei Patienten, die sich einer PTCA perkutan transluminale koronare Angioplastie unterzogen. Die Werte nahmen ein bis zwei Tage nach der PTCA um 20-45% zu und sind somit Indikator für erhöhten oxidativen Streß nach einem solchen Eingriff so daß durch Substitution von oralem Q10 dem begegnet werden kann. G.S.Wander et al. (149) -Dayanand Medical College, Ludhiana and Medical Hospital and Research Center, Moradabad, Indien - zeigte auf, daß im Rahmen einer randomisierten Doppelblindstudie über 28 Tage 2 x 180 mg oral verabreichtes Ubichinon Q10 bei Hypertonikern mit koronarer Herzerkrankung der Blutdruck signifikant im Vergleich zu den Kontrollpersonen absank. Die Autoren führen diese positive Entwicklung auf eine Verminderung des oxidativen Stresses zurück. Ebenso die Angina-Anfälle waren deutlich vermindert im Vergleich zur Kontrollgruppe. A.Syrkin et al. (141) - Moscow Medical Academy, Moscow - bestätigten die negativen Auswirkungen des oxidativen Stresses auf Angina pectoris-Patienten. Wurden die Patienten zusätzlich mit 150 mg/Tag Q10 behandelt, kam es zur Senkung der ROS (reactive oxygen species)-Werte um 40% und zur Senkung der MDA (Malondialdehyd)-Konzentration um 24%, während sich die Parameter des oxidativen Stresses um 37% abbauten. Dies führte zu deutlichen Verbesserungen der klinischen Parameter und damit zu signifikanten Minderungen der Beschwerden der Patienten. Eine Minderung des Bluthochdrucks wurde als Nebeneffekt beobachtet. Die festgestellten Daten bestätigen die positive Wirkung von oral eingenommenem Ubichinon
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