|
21 Ubichinon Q10 - Monopräparat - und die Einnahme von MedikamentenManche Medikamente stören die körpereigene Q10-Synthese; der Q10-Blut- und Gewebsspiegel sinkt, wenn er nicht durch ergänzenden Verzehr auf normalem Niveau gehalten wird. Patienten, die mit Medikamenten behandelt werden, müssen darauf hingewiesen werden, daß sich unter Ubichinon Q10 die Wirkung einzelner Medikamente erhöhen kann und daß dann die Dosierung der Medikamente reduziert werden sollte. Dies muß mit dem behandelnden Arzt besprochen und durch Selbstkontrolle gesichert werden. Schwer Herzkranke werden mit hohen Dosen chemischer Präparate behandelt, damit sich ihr Befinden stabilisiert. Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen nun, daß man durch zusätzliche Verabreichung von Ubichinon Q10 als Monopräparat die Menge stabilisierender Herzmittel verringern kann - bei gleichem positiven Therapieeffekt. Dies sollte natürlich nur in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Herausragender Vorteil dieser ergänzenden Q10-Verabreichung: Dem Herzkranken kann mit kleineren und verträglicheren Medikamenten-Dosierungen geholfen werden. Eine Vielzahl dieser Herzmittel hat nämlich Nebenwirkungen, die andere Körperorgane belasten können. Durch die Kombination der Medikamente und die ergänzende Einnahme von Q10 werden Nebenwirkungen gemindert oder treten überhaupt nicht auf. Verschiedene
Medikamente können ihre volle Wirkung nur dann entfalten, wenn sie
im Körper die notwendigen Voraussetzungen vorfinden. So verhält
es sich bei vielen Präparaten, die zur Senkung des Bluthochdrucks
führen. Sie wirken über die Zellmembranen. Diese funktionieren
nur optimal, wenn sie durch ausreichende Q10-Konzentrationen elastisch
gehalten werden. Dies wird insbesondere bei Calciumkanalblockern
beobachtet. Medikamente können den oxidativen Streß verstärkenNeben unzulänglichem Nahrungsangebot, umweltbedingten Belastungen und sonstigen Streßfaktoren sind es auch zahlreiche Medikamente, die einen radikalbildenden Oxidationsprozeß verstärken. Sie können Krankheitsverläufe "verschlimm bessern", was heißen soll, daß die Verbesserung eines bestimmten Krankheitsbildes mit einer Funktionsabnahme des Abwehrsystems erkauft wird. Da Gesundheit das beste Mittel gegen Krankheit ist, so bereits der griechische Arzt Hippokrates, besteht Vorsorge auch darin, einen möglicherweise bereits lang andauernden oxidativen Streß zu unterbrechen, damit der Körper seine Selbstregulierungsfähigkeiten wiedererlangen kann. Insofern ist es oftmals möglich, allein durch die Einnahme von antioxidativen Mikronährstoffen, wie Q10, Vitamin C, Selen u.a., chronische Schädigungen zu bessern oder gar vollständig zu beseitigen Auf jeden Fall sollten herkömmliche medikamentöse Therapien in weitaus größerem Umfang als dies bisher in Deutschland geschieht, durch Zuführung von Q10 und anderen Mikronährstoffen flankiert werden. Wir müssen die Nebenwirkungen veranlassenden Substanzen wieder neutralisieren, abbauen, damit sie sich nicht wie in einer Deponie in den Körperzellen anlagern und die Funktion der Zellen beeinträchtigen. Dieser Abbaumechanismus ist "Energie-getrieben" und damit auch Q10-abhängig. Andere antioxidative Mikronährstoffe unterstützen diesen Prozeß. Bei Mißachtung dieser Tatsache läuft das bereits strapazierte Abwehrsystem noch mehr aus dem Ruder. Denken Sie an den ohnehin immunschwächenden Charakter von Chemotherapeutika, Kortison oder Antibiotika. Fazit:
Es gilt Vorsorge zu treffen für eine verbesserte Abwehrleistung
unseres Körpers gegen vermeidbare Attacken auf die Gesundheit.
Positive Wechselwirkungen mit ArzneimittelnUbichinon Q10 - Monopräparat - kann vor Nebenwirkungen folgender Medikamente schützen:
Q10
kann theoretisch die Wirkung von Blutgerinnungshemmern wie Warfarin (Coumadin)
abschwächen. Drei Fälle wurden bislang beschrieben. Der Zusammenhang
ist nach Auffassung der Wissenschaftler aber unwahrscheinlich.
Q10 kann vor Nebenwirkungen schützenhier:
Glaukom-Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern Leider sind mit der Wirkung auch folgende Nebenwirkungen verbunden: Verengung der Bronchien mit Atemnotzuständen, Verengung peripherer arterieller Gefäße und Reduktion der Glucosefreisetzung aus der Leber. Besondere Bedeutung kommt allerdings einer möglichen Beeinträchtigung der Herztätigkeit zu, was insbesondere bei älteren Menschen unabsehbare Folgen nach sich ziehen kann: Timolol führt zu einer verlangsamten Schlagfolge , wirkt also negativ chronotrop und setzt die Kraft der Herzmuskelkontraktion herab (negativ inotrope Wirkung). In der Studie von Takahashi et al.(142) konnte nachgewiesen werden, daß das Coenzym Q10 dieser durch Timolol bedingten Herzinsuffizienz entgegenwirkt und sie deutlich lindert. Bei Glaukompatienten, die zusätzlich zu Timolol-Augen- tropfen Coenzym Q10-Kapseln (90mg/Tag) für einen Zeitraum von 6 Wochen erhielten, verminderte sich die Schlagfrequenz des Herzens signifikant weniger als in der Vergleichsgruppe ohne zusätzliche Q10-Einnahmen. Desweiteren konnte festgestellt werden, daß sich die Herzkontraktilität unter zusätzlicher Q10-Supplementierung signifikant erhöhte. Die Nebenwirkungen durch Timolol lassen sich somit durch begleitende Q10-Verabreichung stark einschränken, ohne dabei die Absenkung des intraokulären Drucks bei Glaukompatienten zu beeinflussen. Die Herzinsuffizienz ist eine der Hauptindikationen für die therapeutische Anwendung von Q10 auf der Basis verschiedener biochemischer und pathophysiologischer Mechanismen. Ubichinon Q10 als Bestandteil der inneren Mitochondrienmembran spielt hier eine wesentliche Rolle bei der Energiegewinnung jeder Zelle; es ist hier Coenzym der Atmungskette. Als Teil aller anderen Zellmembranen trägt es zur Aufrechterhaltung der Membranfluidität bei, wiederum Voraussetzung für das dynamische Funktionieren von Ionenkanälen. Mittels dieser Kanäle und speziell über sog. "Gap-Junctions" erfolgt die Kommunikation zwischen Zellen. Beim Herzen werden über diese Zellkontakte primär Reizimpulse weitergeleitet. Darüber hinaus ist Q10 das dominante lipidlösliche Antioxidans des Körpers. Insbesondere bei Patienten mit Herzinsuffizienz wurde ein erhöhter Verbrauch an Q10 beschrieben, der auf vermehrte oxidative Angriffe zurückzuführen ist." (Dr.N.Takahashi et al.) Dieser Wirkungsweise von Q10 kommt speziell bei der Behandlung von Glaukomen mit Timolol eine wesentliche Bedeutung zu. Durch eine ausreichende Q10-Nahrungsergänzung läßt sich die Wirkung von Timolol insofern optimieren, als Nebenwirkungen am Herzen deutlich abgeschwächt werden. Da medikamentöse Alternativen zu Timolol derzeit nur bedingt vorliegen, kommt dem beschriebenen Therapieansatz - Kombination von Timolol und Q10 - zur Behandlung von Glaukomen große Bedeutung zu. Selektive ²(Beta)-Rezeptorenblocker wie Betaxolol oder Mydriatika wie Dipivefin zeigen in Untersuchungen zwar weniger Nebenwirkungen, erzielen aber nicht eine entsprechende Senkung des intraokulären Augendrucks wie Timolol. |