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Q10 und Streß-Situationen

"In Streß-Situationen, bei exzessiver Muskelarbeit, Infektionen, Chemotherapie-Behandlung, Cholesterinsenkung mit HMG-CoA-Reduktasehemmern oder bei Alkoholismus kann es zur Q10-Insuffizienz kommen." (Zitat Prof. Karl Folkers auf dem 7. Internationalen Symposium über die biochemischen und klinischen Aspekte von Q10 am 18./19. September 1992 in Kopenhagen).

Es erscheint notwendig, die streßbedingten Schäden und ihre Ursachen mit den Auswirkungen für unseren Körper etwas eingehender zu betrachten. Bei starker physischer und psychischer Belastung nehmen die körpereigenen Q10-Vorräte ab und die zellschädigende (oxidative) Wirkung nimmt ihren Verlauf. Zellstrukturen, wie Membranen, Mitochondrien, Proteine, Enzyme und die DNA, die Erbsubstanz, werden unter Q10-Mangel angegriffen. Eine Zellkatastrophe ist vorprogrammiert!

Was bedeutet nun Streß? Was ist Streß? Wie wirkt Streß?

Unter Streß versteht man die Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse, denen der Mensch täglich durch viele Umwelteinflüsse ausgesetzt ist. Es handelt sich um Anspannungen und Anpassungszwänge, die einen aus dem persönlichen Gleichgewicht bringen können und bei denen man seelisch und körperlich unter Druck steht.

Streß bezeichnet den Zustand, in dem wir uns befinden und nicht etwa die Ursache, die ihn auslöst. Das sind die Stressoren, die uns im täglichen Lebensablauf in der unterschiedlichsten Form belasten. Zu ihnen zählen u.a.: Termindruck, Verantwortung, Konkurrenzkampf, Konflikte im persönlichen und geschäftlichen Bereich, Erfolgsdruck, Informationsüberflutung, neue oder erweiterte Verantwortungsbereiche im persönlichen und geschäftlichen Bereich, Lärm, Umweltverschmutzung, Auto fahren zu den Hauptverkehrszeiten, Krankheitsfälle in der Familie, Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuß, übermäßige Kalorienzufuhr, Bewegungsmangel, unerfreuliche Nachrichten, Mißerfolge, Sorgen unterschiedlichster Art, Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen.

Bei den Auswirkungen der den Streß auslösenden Faktoren kommt es natürlich entscheidend auf deren Intensität und Einwirkungsdauer an und wie man aus der eigenen Erfahrung mit den gegebenen Situationen umgeht. Im wesentlichen kommt es immer auf die "Streßdosis" an. Sie wird bestimmt durch die Häufigkeit, Vielfalt, Dauer und Intensität, mit der Stressoren auf den Organismus einwirken.

Streß ist eine dem Menschen angeborene Aktivierungsreaktion des gesamten Organismus auf Stressoren. Das ist alles, was als Anforderung, als Bedrohung oder als Schaden für den einzelnen zu werten ist.

Zunächst einmal ist der Streß positiv, denn er fordert zumeist Leistung. Wird sie erbracht, ist das Erfolgserlebnis gewährleistet. Häufig ist es aber so, daß der Streß zu einer Überforderung führt.

Anzeichen für Überforderung sind: zunächst einfach das Gefühl, überfordert zu sein, man zeigt zunehmende Streßreaktionen, man wird planlos und resigniert, die Leistung wird immer schlechter, somit häufen sich Fehler, und generell steigt die Krankheitsanfälligkeit.

Es ist durch Forschungsergebnisse belegt, daß es einen engen Zusammenhang zwischen hohem Erfolgsstreben bei gleichzeitig intensiven Streßreaktionen und vegetativen Erkrankungen gibt. Dies sind beispielsweise Erkrankungen wie Herz-/Kreislaufbeschwerden. Besonders kritisch ist es, wenn über längere Zeit ein hohes Maß an Leistung gefordert, der Mißerfolg oder das Treten auf der Stelle wahrscheinlich ist, die Beförderung, der finanzielle Erfolg, die Belohnung für alle Mühe ausbleibt. Die Anfälligkeit für die verschiedensten Erkrankungen als Folge chronischer Überforderung ist vorprogrammiert.

Die Streßforscher wissen seit langem, daß der Streß ein lebenswichtiger Vorgang und ein ganz natürlicher Verteidigungsme- chanismus des Körpers ist, der natürlich erhebliche Energien einsetzt und verbraucht.

Die Streßforschung unterscheidet verschiedene Ebenen von Streßüberforderungsreaktionen. Bei unserer Betrachtung interessiert die vegetativ-hormonelle Ebene am meisten. Diese Ebene betrifft alle Reaktionen des vegetativen Nervensystems und der daran angeschlossenen Organe, die normalerweise nicht willkürlich kontrollierbar sind, sowie die hormonelle Reaktion. Es können Beschwerden eintreten wie: Herz-/Kreislaufbeschwerden, Herzrasen, Herzstolpern, hoher (labiler) Blutdruck, Erhöhung des Infarktrisikos, Gastritis, Darm- und Magengeschwüre, Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Anfälligkeit für Infektionen, Verschiebung des Hormonhaushaltes, Veränderung des Cholesterinspiegels, Zyklusstörungen bei der Frau, Verminderung der Samenproduktion beim Mann, sexuelle Funktionsstörungen, Hautveränderungen, übermäßiges Schwitzen, Atembeschwerden, Migräne. Es ist also eine riesige Palette von Attacken, die auf unser Allgemeinbefinden und unsere Gesundheit. einwirken .

All dies sind aber auch Reaktionen des Körpers, die gleichzeitig oxidative Streßsituationen in den Körperzellen hervorrufen. Sie alle führen zur vermehrten Bildung von aggressiven und zellstrukturzerstörenden Sauerstoffradikalen.

Bei Streßsituationen - und wer ist solchen Situationen in der heutigen Zeit nicht ausgeliefert - ist das Immunsystem besonders stark gefordert.

Es ist erforderlich, mit Q10 die Immunabwehr zu optimieren, um damit den Gefahren des Stresses rechtzeitig vorzubeugen und zu begegnen.