|
16 Alterungsprozeß und Q10 SpiegelDaß
mit zunehmendem Alter des Menschen die körpereigene Q10-Produktion
tatsächlich zurückgeht, konnte eine schwedische Forschergruppe
um Doktor A. Kalén (67)
aus Stockholm nachweisen (vgl.
nachstehende Grafik).
Das System, mit dem die Leber Q10 spaltet, verliert im Alter an Funktionsfähigkeit. Es kommt zu Störungen der Ubichinon-Q10-Biosynthese, wenn wichtige Substanzen wie Folsäure, Pantothensäure, Niacin, Pyridoxin und B-Vitamine reduziert sind. Während des Alterungsprozesses nutzt der Körper zwar immer noch den Q10-Gehalt der Nahrung; minderwertige Ubichinon-Verbindungen können aber nicht mehr ausreichend zu Q10 zusammengebaut werden. Die Zellen des alternden Organismus brauchen mehr Q10 (!), als der Körper in der Lage ist zu produzieren. Zusätzlich kommen beim alternden Menschen Q10-verbrauchende Umstände wie einseitige Ernährung, Krankheiten, dadurch bedingte gesteigerte Medikamenteneinnahme mit häufigen Nebenwirkungen, die wiederum den Q10-Haushalt stark beanspruchen können, hinzu. Deshalb sollte eine Nahrungsergänzung mit Q10 im "fortgeschrittenen" Alter ganz besonders erwogen werden. Denn: Eine mitochondriale DNS-Mutation und fortschreitende Verschlechterung des zellulären bioenergetischen Status sind Mechanismen des Alterns. Sinkt altersbedingt das antioxidative Potential, so droht Schädigung der DNS, der Membranen, der Lipoproteine und der Enzyme. Weniger Schäden an der Mitochondrien-DNS sind von ausreichender Q10-Versorgung abhängig. Hinzu kommen auch noch folgende Faktoren, die das vorgesagte unterstreichen. Das Altern macht sich beim Menschen durch zunehmende Funktionsverluste bemerkbar, die in ihrem Ausmaß jedoch sehr unterschiedlich sein können. So nimmt beispielsweise vom 30. bis zum 75. Lebensjahr die Nervenleistungsgeschwindigkeit lediglich um ca. 10 Prozent ab; aber der pH-Wert, der den Säuregehalt des Blutes reguliert, um 83 Prozent. Dies bedeutet, daß lediglich noch 17 Prozent der ursprünglichen Gesamtkapazität zur Regulierung zur Verfügung stehen. Drastische Veränderungen des Norm-pH-Wertes von 7.41 - sowohl nach oben wie auch nach unten - sind gefährlich und können im Extremfall zum Tod führen. Es ist nachgewiesen, daß altersbedingte Funktionsverluste des Gehirns nicht - wie früher angenommen - auf die mit dem Alter einhergehenden Zellverluste zurückzuführen sind; diese liegen bei einem angenommenen Alter von 80 Jahren nur bei etwa 3 Prozent. Vielmehr geht man heute davon aus, daß die alterskorrelierten Funktionsverluste auf intrazellulären Alterungsprozessen der verbleibenden Neuronen beruhen. Nachgewiesen ist ferner, daß das Immunsystem und das Herz von ihren Q10-Vorräten abhängen und diese beiden gewöhnlich die ersten sind, die unter altersbedingten Störungen leiden. Eine weitere aufschlußreiche Studie der Forscher um Dr.M.Soderberg, veröffentlicht in "Lipid composition of different regions of the human brain during aging", hat ergeben, daß der Abfall des Q10-Spiegels im Gehirn des alternden Menschen vergleichsweise höher ist als die altersbedingte Abnahme anderer Lipide. In diesem Zusammenhang ist auch das Ergebnis einer japanischen Studie erwähnenswert, in der nachgewiesen wird, daß die tägliche Einnahme von Q10 mit bestimmten anderen Präparaten den geistigen Abbau bei der Alzheimer Krankheit, die sich besonders durch Sprachstörungen und Merkschwäche bemerkbar macht, verlangsamt. Ein Organismus ist so lange lebensfähig, wie Schäden an seiner DNS durch die zelleigenen Reparaturmechanismen ausgebessert werden können. Die Dauer der Funktionsfähigkeit der Reparaturmechanismen soll von der Häufigkeit der Schädigung abhängig sein: Je mehr Schäden repariert werden müssen, desto schneller tritt mangelnde Funktionsfähigkeit ein. Ausreichende Q10-Reserven dienen also der Erhaltung von:
|