15Schuldfaktor: Freie RadikaleDer
evolutionäre
Schritt: Leben mit Sauerstoff bringt nicht nur VorteileDie Basis: Sauerstoff Wissenschaftler gehen davon aus, daß das Element Sauerstoff vor mehr als 1,6 Milliarden Jahren zusammen mit Ubichinon auf der Erde entstand. Die biologischen Systeme wie Pflanzen, Tiere und letztlich auch der Mensch lernten, mit diesem Molekül zu leben. Die "Erfindung" der Sauerstoffatmung bot in der Evolution denen einen Vorteil, die sie nutzen konnten. Sauerstoff, für den Menschen lebensnotwendig, wird jedoch im Körper teilweise zu schädigenden Sauerstoffradikalen umgewandelt. In einem 70jährigen Leben veratmet ein Mensch ca. 17 Tonnen Sauerstoff. Davon wird eine ganze Tonne in reaktive Sauerstoffstufen umgewandelt. Wie beim Metall führt die Sauerstoffeinwirkung beim menschlichen Organismus zur Oxidation, zum "Rosten", zum Altern. "Oxidationen sind aber zugleich Vorgänge, die Energie erzeugen; dies aber nur um den Preis von Strukturzerstörungen. Die biologische Oxidation begleitet, ja ermöglicht erst alle Lebensprinzipien wie Wachstum, Entwicklung, Zellteilung, Differenzierung, Proteinbiosynthese, Stoffwechsel, Metamorphose Anpassung und Fortpflanzung." (Dr.med.Gerhard Ohlenschläger) (120, 121, 122) Aber das Phänomen der Überoxidation und/oder besonders schnell und physiologisch unsinnig ablaufender Oxidationsprozesse führen
Schutz muß sein
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| Geschieht dieser Vorgang in den Zellen, so treffen Freie Radikale direkt den Lebensnerv der Zellen. Sie behindern und zerstören wichtige permanente Abläufe und führen so zur vorzeitigen Alterung oder gar Zerstörung der Zellen. |
Prof. Bodo Kuklinsky (80) beschreibt die Aktivitäten der Freien Radikale so:
"Sie schwimmen wie "weiße Haie" im biochemischen "Meer" unserer organischen Kleinbetriebe, gehen dabei blitzschnell nicht umkehrbare Verbindungen ein, attackieren empfindliche Aminosäuren, Fette, Zellmembranen und machen auch vor der Erbsubstanz nicht Halt. Sie provozieren Kettenreaktionen und bilden Zwischen- und Abbauprodukte sowie "Molekülgemische", die ohne biologischen Nutzen sind. Am Ende derartiger Reaktionen verbleiben Substanzen, mit denen der Körper nichts anzufangen weiß, oder gar völlig zerstörte Zellen.
| Sukzessive füllen sie die Deponien in unserem Organismus und behindern dessen Funktionen, bis eines Tages nichts mehr geht." |
Die Freien Radikale werden von unserem Abwehrsystem aber auch zur Zerstörung der empfindlichen Strukturen der Bakterien und Viren genutzt. Freie Radikale können also Krankheiten bekämpfen, aber ebenso auslösen.
Ob Nutzen oder Schaden überwiegt, hängt weitgehend von der Belastung durch Schadstoffe auf der einen und der Stärke der Verteidigungslinie mit ihren Mikronährstoffen auf der anderen Seite ab. Moderne Lebensformen und Umwelteinflüsse haben diesen Kampf aber längst zu Ungunsten unseres Körpers entschieden.
Wir leben mit
| einem ZUVIEL an physischem und psychischem Streß, |
| einem ZUVIEL an Genußmitteln, |
| einem ZUWENIG an Bewegung, |
| einem ZUWENIG an Mikronährstoffen. |
Konsequenz: Wir sind unbestreitbar gezwungen, unserem Körper zu helfen.
Wird endlich begriffen, daß in der heutigen Zeit einem ZUVIEL an Schadstoffen ein ZUWENIG an Schutzfaktoren des Lebens gegenübersteht, wäre der Menschheit ein großer Dienst erwiesen. Viel Leid bliebe erspart und unser Gesundheitswesen immer größer werdender Belastungen ledig!
Die bloße Behauptung, daß Freie Radikale äußerst gefährliche und aggressive "Schädlinge" sein können, mag dem einen oder anderen nicht genügen. Deshalb müssen wir für diejenigen, die mehr darüber wissen wollen, - vereinfacht dargestellt - auf die Erkenntnisse aus der Chemie zurückgreifen.
Freie Radikale sind instabile Sauerstoffmoleküle, die wie wild geworden hin- und herjagen und dabei auf andere Partikel und Gewebe aufprallen. Chemische Studien zeigen, daß bei jedem Aufprall ein "Lichtblitz" entsteht. Bei der Menge dieser Prozesse entsteht somit ein Gebilde, einem Feuerwerk ähnlich.
Als instabil werden die Sauerstoffmoleküle bezeichnet, weil sie keine feste Bindung haben und in ihrem Auftreten und in ihren Bewegungen nicht kalkulierbar, nicht vorhersehbar sind. Ihre Struktur ist unvollkommen. Aus diesem Grunde streben sie die Verbindung mit anderen Molekülen an, vergleichbar mit einem Magneten, der an anderen Strukturen haften bleiben muß, um so (sichtbar) den Anschein eigener Stabilität vorzutäuschen. Jetzt wiederum sucht das am "Magnet" haftende Molekül ein weiteres Molekül, an dem es "andocken" kann usw.usw. Es entsteht eine Kettenreaktion, der Dominostein-Effekt.
Um
diese Kettenreaktion zu verhindern, sind die "Abfangjäger"
pausenlos im Einsatz, um diese instabilen Sauerstoffmoleküle abzufangen,
einzufangen und zu vernichten. Sie unterbrechen somit die unheilvolle
Kettenreaktion. Die "Abfangjäger", im biochemischen Meer
unserer organischen Kleinbetriebe werden als Antioxidantien bezeichnet.
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Kaskade der Freien Radikale
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Ein Zuviel an Freie Radikale,
gefördert durch Streßfaktoren endogener und exogener Einflüsse, führt zu............... |
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Derartige Schädigungen, die über Jahre ständig auf die Zellstrukturen wie Mitochondrien, Golgi-Apparat u.a. einwirken, können so schließlich zum Tod der Zelle führen oder, bei entsprechender Einwirkung auf die Erbsubstanz, schwerste Erkrankungen bis hin zum Krebs auslösen.
Es gilt also, aus "überschießender" Oxidation entstehende Freie Radikale biochemisch zu binden und damit unschädlich zu machen.
Schutz mit antioxidativen Wirkstoffen ist "Rund um die Uhr" notwendig, wenn wir gesund bleiben wollen.
Freie Radikale werden durch die Umwelt aufgenommen oder entstehen im Körper.
1. Endogene Quellen
| Eiweißen |
| Fetten |
| Kohlenhydraten und |
| Sauerstoff |
mit einer "Ausbeute" von ca. 95% zu ATP = biologische Energie. Bei diesem Prozeß fallen etwa 5% Freie Radikale an.
Diese werden normalerweise im Körper durch Einsatz des "Antioxidativen Orchesters" eliminiert. Es wirkt durch hydrophile Vitamine und Substanzen (z.B. Vitamin C, Bilirubin), lipophile Vitamine und Substanzen (z.B. Ubichinon Q10, Beta-Carotin, Vitamin E) und das Schutzenzymsystem (Superoxid-Dismutase, Gluta- thion-Peroxidase, Katalase).
Das Bild kann sich allerdings rasant verändern. Liegt beispielsweise eine Infektion, Fieber oder andere Erkrankungen vor, steigt der Schadstoffanteil auf 50% und mehr an.
Weitere endogene Quellen sind:
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b)
phagozytierende, auch Freßzellen genannte, zur Phagozytose
fähige Zellen
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c)
oxidative
Enzyme
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| d) Streß |
Typische Vertreter für exogene Quellen sind
| Strahlung |
| Luftverschmutzung |
| Zigarettenrauch und |
| Arzneimittel |
| Pestizide Chemikalien |
In welchem Ausmaß sich die Entstehung der Freien Radikale vollzieht, mag ein Beispiel deutlich machen. Durch einen Zug an einer Zigarette werden beispielsweise 10 hoch 15 Radikale inhaliert. Die Entgiftung des gleichzeitig inhalierten Teers produziert weitere 10 14 Radikale.
Freie Radikale wirken am Genom direkt mutagen.
Für den Menschen werden pro Zelle - davon haben wir 60-100 Billionen - und Tag etwa 10.000 oxidative DNS-Schäden geschätzt. Mit zunehmendem Alter, physischem, also auch krankheitsbedingtem Streß und psychischem Streß sowie aufgrund anderer Faktoren kann das Reparatursystem an seine Kapazitätsgrenzen kommen.
Das Immunsystem braucht eine gute Balance zwischen oxidativen und antioxidativen Prozessen. Ist die Bildung von aggressiven Sauerstoffverbindungen in den Makrophagen aus Energiemangel unzureichend, so kann das Immunsystem nicht wie erforderlich reagieren.
Ubichinon Q10 hält die Balance oder stellt sie wieder her als lipophiles (fettlösliches) Antioxidans und als Energievermittler. Die Schutzenzyme, Vitamin C und Selen helfen antioxidativ.