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Schuldfaktor: Freie Radikale

Der evolutionäre Schritt:

Leben mit Sauerstoff bringt nicht nur Vorteile

Die Basis: Sauerstoff

Wissenschaftler gehen davon aus, daß das Element Sauerstoff vor mehr als 1,6 Milliarden Jahren zusammen mit Ubichinon auf der Erde entstand. Die biologischen Systeme wie Pflanzen, Tiere und letztlich auch der Mensch lernten, mit diesem Molekül zu leben. Die "Erfindung" der Sauerstoffatmung bot in der Evolution denen einen Vorteil, die sie nutzen konnten.

Sauerstoff, für den Menschen lebensnotwendig, wird jedoch im Körper teilweise zu schädigenden Sauerstoffradikalen umgewandelt.

In einem 70jährigen Leben veratmet ein Mensch ca. 17 Tonnen Sauerstoff. Davon wird eine ganze Tonne in reaktive Sauerstoffstufen umgewandelt.

Wie beim Metall führt die Sauerstoffeinwirkung beim menschlichen Organismus zur Oxidation, zum "Rosten", zum Altern.

"Oxidationen sind aber zugleich Vorgänge, die Energie erzeugen; dies aber nur um den Preis von Strukturzerstörungen. Die biologische Oxidation begleitet, ja ermöglicht erst alle Lebensprinzipien wie Wachstum, Entwicklung, Zellteilung, Differenzierung, Proteinbiosynthese, Stoffwechsel, Metamorphose Anpassung und Fortpflanzung." (Dr.med.Gerhard Ohlenschläger) (120, 121, 122)

Aber das Phänomen der Überoxidation und/oder besonders schnell und physiologisch unsinnig ablaufender Oxidationsprozesse führen

zu vorzeitigen Vitalitätsverlusten
zu vorzeitigem Altern
zu tiefgreifenden, frühen Altersatrophien
zu Organdegenerationen

Schutz muß sein

Sauerstoffradikale sind zwar sehr kurzlebig, sind aber in der Lage, Zellstrukturen zu zerstören. Dazu gehören z. B. Zellmembranen oder die Erbsubstanz DNS. Im letzeren Fall können daraus schwerste Erkrankungen resultieren.

Der Körper hat ein eigenes Schutzsystem aufgebaut, dazu gehören Q10 und unter anderem die antioxidativen Enzyme, die jedoch bei lang andauernden oder hoher Belastung erschöpft werden können. Die verschiedensten Erkrankungen wie Arteriosklerose, degenerative Erkrankungen der Nervengewebe und des Gehirns (Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson), Krebs und viele andere Krankheiten haben ihren Ursprung im oxidativen Streß als Folge von Überoxidationen.

Oxidativer Streß und Freie Radikale

Was ist oxidativer Streß?

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, daß der Begriff Oxidativer Streß nicht nur ein abstraktes Schlagwort ist, sondern ein potentiell krankmachendes Prinzip in allen lebenden Organismen.

Oxidativer Streß entsteht, wenn die oxidierende Radikalbildung stärker ist, als der Körper sie durch reduzierende, also radikalabfangende Maßnahmen kompensieren kann, d.h. wenn der Schadstoffanfall größer ist, als er mit Hilfe von Mikronährstoffen - wie Ubichinon Q10 - neutralisiert werden kann.

In jeder Zelle unseres Körpers findet ständig ein Wechsespiel zwischen "Pro-Oxidantien" und "Anti-Oxidantien" statt. Über- wiegen in bestimmten Situationen wie beispielsweise physischem oder psychischem Streß, Krankheiten, Umweltbelastungen u.a. die Pro-Oxidantien, so werden vermehrt Freie Radikale gebildet.

Die Folge: Oxidativer Streß!

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Was sind Freie Radikale?

Die Freien Radikale sind überwiegend Moleküle, die sich vom Sauerstoff ableiten, sie werden dann auch Sauerstoffradikale genannt. Dazu gehören das Superoxidanion, das Hydroxylradikal und Wasserstoffsuperoxyd. Es sind hochgradig instabile Substanzen, die im Organismus durch den Sauerstoffstoffwechsel, die Phagozytose, oxidative Enzyme oder durch bestimmte Umweltfaktoren hervorgerufen werden.

Sie starten ihre verhängnisvollen Angriffe dort, wo Sauerstoff mit Fettsubstanzen Verbindungen eingeht; dies geschieht überall in unserem Körper und wird als Lipidperoxidation bezeichnet. Chemische Reaktionen zwischen Sauerstoff und Fettsäuren sind im täglichen Leben zu beobachten, nämlich wenn Butter, Öle, Schmalz etc. ungeschützt dem Luftsauerstoff ausgesetzt sind. Die Substanzen werden ranzig, verbreiten einen penetranten Geruch und werden ungenießbar.

Geschieht dieser Vorgang in den Zellen, so treffen Freie Radikale direkt den Lebensnerv der Zellen. Sie behindern und zerstören wichtige permanente Abläufe und führen so zur vorzeitigen Alterung oder gar Zerstörung der Zellen.  

Prof. Bodo Kuklinsky (80) beschreibt die Aktivitäten der Freien Radikale so:

"Sie schwimmen wie "weiße Haie" im biochemischen "Meer" unserer organischen Kleinbetriebe, gehen dabei blitzschnell nicht umkehrbare Verbindungen ein, attackieren empfindliche Aminosäuren, Fette, Zellmembranen und machen auch vor der Erbsubstanz nicht Halt. Sie provozieren Kettenreaktionen und bilden Zwischen- und Abbauprodukte sowie "Molekülgemische", die ohne biologischen Nutzen sind. Am Ende derartiger Reaktionen verbleiben Substanzen, mit denen der Körper nichts anzufangen weiß, oder gar völlig zerstörte Zellen.

Sukzessive füllen sie die Deponien in unserem Organismus und behindern dessen Funktionen, bis eines Tages nichts mehr geht."  

Die Freien Radikale werden von unserem Abwehrsystem aber auch zur Zerstörung der empfindlichen Strukturen der Bakterien und Viren genutzt. Freie Radikale können also Krankheiten bekämpfen, aber ebenso auslösen.

Ob Nutzen oder Schaden überwiegt, hängt weitgehend von der Belastung durch Schadstoffe auf der einen und der Stärke der Verteidigungslinie mit ihren Mikronährstoffen auf der anderen Seite ab. Moderne Lebensformen und Umwelteinflüsse haben diesen Kampf aber längst zu Ungunsten unseres Körpers entschieden.

Fakten:

Wir leben mit

einem ZUVIEL an physischem und psychischem Streß,
einem ZUVIEL an Genußmitteln,
einem ZUWENIG an Bewegung,
einem ZUWENIG an Mikronährstoffen.

Konsequenz: Wir sind unbestreitbar gezwungen, unserem Körper zu helfen.

Wird endlich begriffen, daß in der heutigen Zeit einem ZUVIEL an Schadstoffen ein ZUWENIG an Schutzfaktoren des Lebens gegenübersteht, wäre der Menschheit ein großer Dienst erwiesen. Viel Leid bliebe erspart und unser Gesundheitswesen immer größer werdender Belastungen ledig!

Warum sind Freie Radikale so aggressiv?

Die bloße Behauptung, daß Freie Radikale äußerst gefährliche und aggressive "Schädlinge" sein können, mag dem einen oder anderen nicht genügen. Deshalb müssen wir für diejenigen, die mehr darüber wissen wollen, - vereinfacht dargestellt - auf die Erkenntnisse aus der Chemie zurückgreifen.

Freie Radikale sind instabile Sauerstoffmoleküle, die wie wild geworden hin- und herjagen und dabei auf andere Partikel und Gewebe aufprallen. Chemische Studien zeigen, daß bei jedem Aufprall ein "Lichtblitz" entsteht. Bei der Menge dieser Prozesse entsteht somit ein Gebilde, einem Feuerwerk ähnlich.

Als instabil werden die Sauerstoffmoleküle bezeichnet, weil sie keine feste Bindung haben und in ihrem Auftreten und in ihren Bewegungen nicht kalkulierbar, nicht vorhersehbar sind. Ihre Struktur ist unvollkommen. Aus diesem Grunde streben sie die Verbindung mit anderen Molekülen an, vergleichbar mit einem Magneten, der an anderen Strukturen haften bleiben muß, um so (sichtbar) den Anschein eigener Stabilität vorzutäuschen. Jetzt wiederum sucht das am "Magnet" haftende Molekül ein weiteres Molekül, an dem es "andocken" kann usw.usw. Es entsteht eine Kettenreaktion, der Dominostein-Effekt.

Um diese Kettenreaktion zu verhindern, sind die "Abfangjäger" pausenlos im Einsatz, um diese instabilen Sauerstoffmoleküle abzufangen, einzufangen und zu vernichten. Sie unterbrechen somit die unheilvolle Kettenreaktion. Die "Abfangjäger", im biochemischen Meer unserer organischen Kleinbetriebe werden als Antioxidantien bezeichnet.

Kaskade der Freien Radikale
Ein Zuviel an Freie Radikale,
gefördert durch Streßfaktoren
endogener und exogener Einflüsse,
führt zu...............
Kaskade Freie Radikale

Sie sind "rund um die Uhr" tätig. Sind sie nicht tätig, weil nicht ausreichend vorhanden, werden auf diesem Wege weitere chemische Reaktionen eingeleitet, die so ganze Strukturen, wie Zellmembranen usw. schädigen.

Derartige Schädigungen, die über Jahre ständig auf die Zellstrukturen wie Mitochondrien, Golgi-Apparat u.a. einwirken, können so schließlich zum Tod der Zelle führen oder, bei entsprechender Einwirkung auf die Erbsubstanz, schwerste Erkrankungen bis hin zum Krebs auslösen.

Es gilt also, aus "überschießender" Oxidation entstehende Freie Radikale biochemisch zu binden und damit unschädlich zu machen.

Schutz mit antioxidativen Wirkstoffen ist "Rund um die Uhr" notwendig, wenn wir gesund bleiben wollen.

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Herkunft der Freien Radikale im Organismus

Freie Radikale werden durch die Umwelt aufgenommen oder entstehen im Körper.

1. Endogene Quellen


In der 1. Phase des Stoffwechsels führt die Verbrennung, d.h. die Umsetzung von:
Eiweißen
Fetten
Kohlenhydraten und
Sauerstoff

mit einer "Ausbeute" von ca. 95% zu ATP = biologische Energie. Bei diesem Prozeß fallen etwa 5% Freie Radikale an.

Diese werden normalerweise im Körper durch Einsatz des "Antioxidativen Orchesters" eliminiert. Es wirkt durch hydrophile Vitamine und Substanzen (z.B. Vitamin C, Bilirubin), lipophile Vitamine und Substanzen (z.B. Ubichinon Q10, Beta-Carotin, Vitamin E) und das Schutzenzymsystem (Superoxid-Dismutase, Gluta- thion-Peroxidase, Katalase).

Das Bild kann sich allerdings rasant verändern. Liegt beispielsweise eine Infektion, Fieber oder andere Erkrankungen vor, steigt der Schadstoffanteil auf 50% und mehr an.

Weitere endogene Quellen sind:

b) phagozytierende, auch Freßzellen genannte, zur Phagozytose fähige Zellen
c) oxidative Enzyme
d) Streß 

2. Exogene Quellen

Typische Vertreter für exogene Quellen sind

Strahlung
Luftverschmutzung
Zigarettenrauch und
Arzneimittel
Pestizide Chemikalien

In welchem Ausmaß sich die Entstehung der Freien Radikale vollzieht, mag ein Beispiel deutlich machen. Durch einen Zug an einer Zigarette werden beispielsweise 10 hoch 15 Radikale inhaliert. Die Entgiftung des gleichzeitig inhalierten Teers produziert weitere 10 14 Radikale.

Freie Radikale wirken am Genom direkt mutagen.

Für den Menschen werden pro Zelle - davon haben wir 60-100 Billionen - und Tag etwa 10.000 oxidative DNS-Schäden geschätzt. Mit zunehmendem Alter, physischem, also auch krankheitsbedingtem Streß und psychischem Streß sowie aufgrund anderer Faktoren kann das Reparatursystem an seine Kapazitätsgrenzen kommen.

Das Immunsystem braucht eine gute Balance zwischen oxidativen und antioxidativen Prozessen. Ist die Bildung von aggressiven Sauerstoffverbindungen in den Makrophagen aus Energiemangel unzureichend, so kann das Immunsystem nicht wie erforderlich reagieren.

Ubichinon Q10 hält die Balance oder stellt sie wieder her als lipophiles (fettlösliches) Antioxidans und als Energievermittler. Die Schutzenzyme, Vitamin C und Selen helfen antioxidativ.

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